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Thema: Mobbingopfer, wo ist mein Anteil als Gemobbter?

  1. #31
    Anna62 ist offline besonders erfahrenes Mitglied des Mobbingforums
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    Standard AW: Wo ist mein Anteil als Gemobbter?

    Igor/Beitrag 28

    Es ist wohl so, dass kein Mobbingopfer die Wirkungsstätte verlässt und alles ist wie weg geblasen. Das Trauma Mobbing will verarbeitet werden und braucht seine Zeit bis die Narben verblassen. Viele sind doch so zersetzt, dass - wie Martin mal so passend formulierte - keine Kraft mehr da ist, noch einen Klingelknopf zu betätigen um sich Hilfe zu holen. Somit kann ein Austausch in einem Forum oder in einer Selbsthilfegruppe nur nützlich sein. Jemand der ähnliches nie erlebt hat, kann sich wohl kaum in ein Mobbingopfer hineinversetzen. Das Mitwirken in einem Forum sehe ich eher als offensive Möglichkeit mich mit dem Thema zu beschäftigen und mich wieder aufzurichten. Jedem Krebskranken (hier spreche ich auch aus Erfahrung - es gibt nicht nur ältere Leute mit dieser Erkrankung) geht die Pumpe bei den ersten Nachsorgeterminen auch 1:1000. Beim 10. Nachsorgetermin ist man da auch schon viel gelassener. Auch hier ist der Erfahrungsaustausch mit Leidensgenossen zwecks Krankheitsbewältigung wichtig. Alles braucht seine Zeit.

    "Wer hier ist, läuft auch weg" ist Deine Aussage. Gilt das auch für Dich? Du schreibst doch auch rechts fließig hier.

    LG
    Anna

  2. #32
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    1

    Beitrag AW: Wo ist mein Anteil als Gemobbter?

    "Wer hier ist, läuft auch weg" sagt Igor. Aber weglaufen ist manchmal das Schlauere. Oder es bleibt nichts anderes übrig.

    Wenn ich als Frau mit einer Dachlatte auf einen männlichen Kontrahenten mit 2 Metern los gehe, dann wird das bestenfalls eine Lachnummer.

    Wenn Igor das macht hat es vielleicht mehr Wirkung. Kann aber auch gut sein dass der Staatsanwalt tätig wird wegen gefährlicher Körperverletzung.

    Diese "Dachlatten und dem zeige ich es schon Philosphie" ist nur für wenige geeignet und geht an den Rand kriminellen Verhaltens. Wahrscheinlich stimmt es dass auf dem Kiez Probleme mit der Uzzi gelöst werden, aber wir sollten hier doch halbwegs zivilisiert miteinander umgehen. Mir scheint diese hemdsärmelige Art von Igor und auch von Cortex absolut ungeeignet zu sein um Mobbing zu verhindern. Es ist doch eher so, dass dies zur Eskalation führt, also genau zum Gegenteil dessen was erstrebenswert ist.

    lg Slivie
    Geändert von Sylvie 11 (16.12.2013 um 21:52 Uhr)

  3. #33
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    Standard AW: Wo ist mein Anteil als Gemobbter?

    Hallo Ibag

    Zitat Zitat von Ibag Beitrag anzeigen
    @Martin
    Meine Mobber wurden auf meinem letzten Arbeitsplatz von Kirchenleuten und einem Lehrer beauftragt, mich zu mobben und zwar schon bevor ich anfing dort zu arbeiten. Die haben das mitgemacht, weil die Vergünstigungne dafür bekommen.Die sind auch erwischt worden, nur der Chef hat bereits vorher gewußt, dass es so passieren wird, weil es geplant war. Wie gesagt, Polizisten und ein Richter sind involviert. Die melden sich schon vorab bei meinen Arbeitgebern und wenn die mich einstellen, dann nur, weil die mich zersetzen wollen. Sie tun den Mafialeuten einen Gefallen. Die Mafia rächt sich an mir, weil ich nichtdie Privatsklavin von denen sein will, aber auch nicht dort mitmischen will und selber Täter werden.Die Täter sind Mitläufer und werden zunehmend brutaler. Der Richter und der Hauptschuldirektor, sowie Polizisten haben meinen letzten Arbeitsplatz zerstört. Das ist doch peinlich,bei sowas mitzumachen, oder?
    Ich würde nicht nur sagen peinlich sondern strafbar. Das riecht nicht nur, das ist, wenn es so ist, korruptes Verhalten durch und durch.
    Du stehst alleine gegen eine ganze Armee eines gut organisierten Systems. Da wirst Du keinen Stich dagegen machen da jeder den Hintern des Anderen deckt. Eine Zweckgemeinschaft.
    Und solange die Widersacher davon ungestört profitieren können, wird sich daran auch nichts ändern. Wenn es nicht irgend jemanden gibt der die Macht hat dieses Komplott zu zerschlagen.
    Das, wie Du sagst, sogar die rechtsstaatlichen Instanzen involviert sind, macht es doppelt schwer, wenn nicht gar unmöglich, das zu durchbrechen.

    Das einzige wäre eine Anzeige vielleicht gleich bei der Landeskriminalamt wenn nicht gar Bundesstaatsanwaltschaft. Dazu müsstest Du die eigene Familie anzeigen, weil sich Mitglieder der Familie als Zahlungsgeber schuldig gemacht haben.
    Nicht nur Geld annehmen sondern auch das Anbieten ist Bestechung und damit strafbar.
    Da Staatsdiener vom Verdacht der Vorteilsnahme betroffen sind könnte dies eine Untersuchung auslösen, denn auch solch ein Verdacht will entkräftet werden.
    Immerhin hat Wulff erst letzte Woche deshalb vor Gericht sich rechtfertigen müssen. Ein ehemaliger Bundespräsident. Und wenn es bei dem reicht, dann sollte es für einen Amtsrichter, Dorfpfarrer ebenso reichen wie für die übrigen die beiteiligt sind.
    Auch bei Wulff reichte alleine der Verdacht.

    Lese hierzu: http://de.wikipedia.org/wiki/Bestechlichkeit

    Was ich mich bei Deiner Geschichte immer noch frage ist, warum Du noch dort bist, wo Du bist. Ich hätte schon lange mein Bündel gepackt und wäre ausgewandert. Sollen die doch glücklich werden mit sich.
    Solch einen Kampf zu führen wie Du es tust, wäre mir jeder Tag, jede Stunde, jede Sekunde meines Lebens zu kostbar. So wie s aussieht ist das dort eher von der Srtuktur her eine "dörfliche Gemeinschaft", wo Richter, Pastor und Lehrer alle unter einer Decke stecken wie damals im Dritten Reich an deren Geschichten ich mich gut erinnern kann, bzw. vielmehr an die welche mir meine Eltern erzählt hatten. Ich folg dort ja noch bei den Spatzen rum.
    Sowohl Vater wie Mutter wurden vom Lehrer wie Pfarrer verprügelt und misshandelt, nur weil sie nicht laut genug "Heil Hinkel" geschrien haben.
    Und Geschichte wiederholt sich einstweilen.

    Wenn der Staat, bzw. die Staatsorgane die Kontrolle der Rechtsordnung ab- bzw. aufgeben und stattdessen immer mehr Verordnungen und Gesetze verabschieden statt die bestehenden anzuwenden, dann reissen schnell andere Mächte die Macht schnell an sich.
    Schlimmer noch wenn der Verdacht sich aufdrängt, dass die Staatsmacht sogar mit diesen Mächten kollaboriert und kooperiert.
    Das nennt man dann eigentlich Hochverrat. Den Verrat an Volk und Verfassung. Doch dieses Wort gibt es nicht mehr. Ich glaube es ist aus dem Duden gestrichen worden.

    Lese hierzu: http://de.wikipedia.org/wiki/Hochverrat

    Wie erwähnt. Wir befinden uns auf dem Weg in den Dschungel oder stehen zuweilen schon mitten drin im Dickicht.
    Und im Dschungel überlebt der am Besten der die besseren Waffen hat und sich besser weiss zu verbergen. Als Heckenschütze lebt es sich länger als vor das Gebüsch zu treten.

    Wenn ich bei Wikipedia nachschaue, dann steht unter MOB: Im englischen eher ein führungsloser Haufen, "das wankelmütige gemeine Volk". Im Amerikanischen werden als "mob" auch verbrecherische Organisationen bezeichnet.

    Mangel an sozialem Zusammenhalt, Bildung und Habgier sind die Hauptursachen für die Bildung eines "wankelmütigen Volkes" das jedem hinterherschreit der nur laut genug vorneweg schreit. Ich nenne dies auch das "Marktschreier-Phänomen".
    Die Leute kaufen nicht bei dem wo es günstig ist sondern beim lautesten Schreihals. So oft habe ich das schon auf Jahr und Wochenmärkten erlebt.

    Und wenn es also einen immer größer wedrenden Mob gibt; dann tut der was?
    Natürlich mobben. Sehr einfache Gleichung. Sogar eine ohne jegliche unbekannte Variablen für deren Auflösung man nicht unbedingt studiert haben muss. Nur auflösen will das niemand. Sonst wäre es längst schon geschehen.
    Das Gegenteil soll erreicht werden: Eine unförmige Masse die durch immer mehr Bürokratie in Konfusion gestürzt und somit leicht verführt und getäuscht werden kann.

    Ich hätte schon längst meine Zelte abgebrochen und hätte mir wo anders ein neues Leben aufgebaut. Weit, weit weg. Dort wo diese Arme nicht mehr hin reichen.

    Ich weiss wirklich nicht wie ich Dir helfen könnte. Deine Meinung, dass solche Verhältnisse eigentlich untragbar sind, teile ich uneingeschränkt. Doch helfen tut Dir das alleine nichts. Dieses "Ei" kann ich nicht für Dich pellen.

    Es ist Dein Leben. Du hast nur eines. Du bist bei Leibe intelligent und autark genug, um selbst zu entscheiden, wie und für was Du es aufbringen willst.
    Wenn Du beruflich etwas drauf hast, dann hast Du auch im deutschsprachigen Ausland gute Chancen einen Job zu bekommen. Nicht wenige qualifizierte Kräfte tun das Selbe. Tausende jedes Jahr.
    Sie haben buchstäblich die Schnauze gestrichen voll von Ausbeutung und Mobbing. Diese Verhältnisse kann man zur Not überall auf der Welt umsonst haben. Vielleicht sogar eher billiger.

    Und wenn ich so lese wie gross Dein Zorn ist über all das, dann frage ich mich wirklich was Dich hier noch hält. Patriotismus? Gerechtigkeitsliebe?
    Ich liebe selbst die Gerechtigkeit und Fairness. Doch eines habe ich in den letzten 49 Jahren meines Lebens gelernt.

    Es gibt Dinge die man alleine nicht ändern kann. Dies zu akzeptieren ist schon mal ein großer Schritt der viel Selbstüberwindung braucht. Er bewahrt uns jedoch vor gefährlichem Fanatismus.
    Dann sich darauf beschränken um sich herum zu schauen und das anzugehen was man wirklich ändern kann. Und genau das zu tun als Auftrag zu sehen. Seither schlafe ich besser und bin ein glücklicherer Mensch.

    Das wünsche ich Dir auch.

    Gruss und gute Nacht
    Martin
    Geändert von Herbert 44 (17.12.2013 um 01:24 Uhr)

  4. #34
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    Standard AW: Wo ist mein Anteil als Gemobbter?

    Liebe Anna

    Stimmt es kann alle Bevölkerungsschichten treffen bzg des Mobbings / auch junge oder besonders junge Menschen ( unerfahrene Menschen ) oder Behinderte Menschen oder halt Jedermann wie " Du " und " Ich "
    Wovon ich nicht abgehe ist die Tatsache das es einige Menschen gibt die das Wort " Mobbing " bei geringsten Meinungsverschiedenheiten und Disskusionen in denen sie sich nicht behaupten können in den Mund nehmen und auch Menschen die provozieren. Meist sind das Mittelpunktsmenschen und Selbstdarsteller / hab ich alles schon erlebt.
    Dann gibt es natürlich auch wirkliche Opfer die oft auch Randgruppen darstellen / wie z.b. Frauen kurz vor der Rente und junge Menschen ohne Berufserfahrung. Ich kann da nur raten Gewerkschaftsmitglied zu werden statt sich auf die Kollegen zu verlassen. Leider haben wenig Menschen Courage selbst wenn sie ähnliches schon selbst erlebt haben. Viele werden sogar selbst zum Mobber

    Viele Grüße und alles Gute Anna :-)

  5. #35
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    Standard AW: Wo ist mein Anteil als Gemobbter?

    Hallo Psychobabbel,

    in Deinem letzten Post meintest Du folgendes:

    "Ich hätte schon längst meine Zelte abgebrochen und hätte mir wo anders ein neues Leben aufgebaut. Weit, weit weg. Dort wo diese Arme nicht mehr hin reichen."

    Werter Martin,

    siehst Du in unserer globalisierten Welt diese Möglichkeit. Ich für mich stelle immer mehr fest, dass die Vernichter meines beruflichen Lebenslaufes einen sehr großen Radius haben, um Einfluss auf meine Zukunft zu nehmen. Ich habe auch schon die letzten Monate den Ratschlag des Auswanderns in andere Länder ja sogar Kontinente desöfteren erhalten. Kann das die Lösung sein. Dann haben diese "Unmenschen" doch erreicht, was sie wollten. Sie bekommen die Bestätigung ihrer rufmordenden Aussagen, dass der (gemobbte) ehemalige Mitarbeiter ein psychisch kranker Mensch ist, der sein Leben nicht im Griff hat. Ich denke, dass ein Auswandern als Flucht nur noch die "Mobberfraktion" in ihrem menschenverachtenden Tun übermäßig stärkt.

    Ich für mich kann nur sagen, dass ich derzeit auch nicht weiß, wie es bei mir mit meinen 44 Jahren beruflich überhaupt weitergehen könnte. Meine eigenen Peiniger haben "beste" Arbeit geleistet, aber was ich dennoch ausschließen kann, ist, dass ich bei einem solchen Arbeitgeber, wie ich ihn die letzten 12 3/4 Jahre "genießen" musste, nie wieder haben möchte. Auch eine Selbständigkeit, die dann von diesen Menschen torpediert wird, kann keine Alternative sein.

    Ein Auswandern kommt nicht in Frage. Dafür ist meine Verbundenheit zu meinen Wurzeln viel zu viel wert. Ich werde mein privates Umfeld mir von solchen Unmenschen nicht einfach nehmen lassen. Wenn es unser ganzes Arbeits- und Rechtssystem zulässt, dass gut funktionierende und engagierte Menschen auf eine solche Art und Weise behandelt werden, na dann kann sich das System beglückwünschen. Der kommenden Arbeitnehmergeneration kann man nur noch viel Glück wünschen. Hoffentlich haben wenigsten diese Menschen die Chance, eine 40 bzw. 45jährige notwendige Berufsbiografie zu erlangen.

    Vielen Mobbingopfern, wie auch mir wird die Erfüllung der Arbeitsleistung eines Staatsbürgers auf gemeinste Weise verwehrt. Man kann nur hoffen, dass das System genügend (Speck)Reserven auf den Rippen hat, um sich eine solche Resourcenverschwendung leisten zu können. Lassen wir uns mal überraschen, wie die Zukunft wird.

    Gruß

    wehrteuch
    Geändert von wehrteuch (17.12.2013 um 09:13 Uhr)

  6. #36
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    Standard AW: Wo ist mein Anteil als Gemobbter?

    @ Benjamin,

    Das Problem besteht darin, dass nicht präzisiert wird oder nicht präzisiert werden kann. Es gibt Mobbingopfer die sind zu 0 % selbst schuld. Dann gibt es aber auch welche die vielleicht zu 20 % Mitschuld haben. Das ist vom Einzelfall abhängig und auch vom Auge des Betrachters bzw. der jeweiligen Partei.
    Angenommen das Opfer hätte einen Eigenanteil von 20%, ist Mobbing damit legal?

    Ein körperlicher Angriff erfolgt doch auch nicht, wenn 20% Mitschuld bestehen.

    Jede Form von Mobbing zielt darauf ab dem Opfer gesundheitlich zu schaden, ist es dann

    eine Frage von Prozenten oder die eigene Rechtfertigung den Opfern zu schaden?

    Selbst wenn das Opfer eine Mitschuld tragen sollte, gibt es dann den Tätern ein Teilrecht zu mobben?

    Welche Alternativen gibt es für die Täter, bei 20% Eigenschuld des Opfers?

    Gehört Mobbing zum "guten Ton", wer nicht mitmacht wird ausgegrenzt?

    Mobbing kann ich nur als asozial bezeichnen. Hat man das soziale miteinander total vergessen?

    Wo sind heutzutage die Werte unserer Gesellschaft?

    Gibt es dann irgendwann eine Mobbing-Tabelle, in der der Grad der Eigenbeteiligung

    festgelegt wird?

    Wer mobbt ist schuldig, egal welchen imaginären Eigenanteil dem Opfer zugeschrieben wird!

    Grüße Simon51

  7. #37
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    Standard AW: Mobbingopfer, wo ist mein Anteil als Gemobbter?

    ...ich laufe nicht weg. Hier sind die meisten doch bildlich gesprochen auf Speed, oder Exstasy, im günstigsten Fall habe sie einen Hohen Blutdruck. Ein Forum bedeutet weglaufen, eine Selbsthilfegruppe ebenso, da kommt man nicht zum Kern, das ist alles nur eine sinnlose rumeierei, ein drehen im Kreis, ein Wühlen in der eigenen Jauche . Man kann sich austauschen, das ist ja ok. aber der Kern ist der Täter, dort ist er begraben. Im Endeffekt hilft nur eine Aussprache mit dem Täter, nur so kommt Ruhe rein. Sonst wird das nichts. Sonst bekommt man seinen Frieden nicht. Das kann doch alles nicht so schwer sein. Diese sinnlosen Rechtfertigungsorgien einiger Schreiber hier finde ich einfach nur peinlich. Das liest eh keiner, die Texte sind doch alle viel zu lang.
    Man sollte das zumindest versuchen über den Täter.... wenn das nicht klappt, gibt es andere Wege.

  8. #38
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    Standard AW: Wo ist mein Anteil als Gemobbter?

    Hallo wehrteuch

    Zitat Zitat von wehrteuch Beitrag anzeigen
    Hallo Psychobabbel,

    in Deinem letzten Post meintest Du folgendes:

    "Ich hätte schon längst meine Zelte abgebrochen und hätte mir wo anders ein neues Leben aufgebaut. Weit, weit weg. Dort wo diese Arme nicht mehr hin reichen."

    Werter Martin,

    siehst Du in unserer globalisierten Welt diese Möglichkeit. Ich für mich stelle immer mehr fest, dass die Vernichter meines beruflichen Lebenslaufes einen sehr großen Radius haben, um Einfluss auf meine Zukunft zu nehmen. Ich habe auch schon die letzten Monate den Ratschlag des Auswanderns in andere Länder ja sogar Kontinente desöfteren erhalten. Kann das die Lösung sein. Dann haben diese "Unmenschen" doch erreicht, was sie wollten. Sie bekommen die Bestätigung ihrer rufmordenden Aussagen, dass der (gemobbte) ehemalige Mitarbeiter ein psychisch kranker Mensch ist, der sein Leben nicht im Griff hat. Ich denke, dass ein Auswandern als Flucht nur noch die "Mobberfraktion" in ihrem menschenverachtenden Tun übermäßig stärkt.

    Dein erlernter Beruf und die entsprechenden Referenzen sind dabei die Schwierigkeit Nr. 1. Egal bei welchem Institut Du Dich bewerben würdest bist Du wahrscheinlich erledigt. Und zwar Global.

    Doch als Bankmann kennst Du dich in Finanzen gut aus. Das ist ein Vorteil. Viele Menschen besitzen diese Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht. Das sehe ich als Kapital.
    Auch, dass Du, um Deinen Job gut zu machen, eigentlich verkäuferisches Talent besitzen müsstest. Jeder verkauft jeden Tag seine Haut an irgend jemanden oder an eine Institution.

    Als Selbständiger fragt keiner nach Deinen Referenzen. Was also könntest Du anbieten was für potenzielle Kunden interessant wäre? Wenn diese Antwort auch schwierig sein mag, so offenbart sich doch damit was ich als meine Leistung, als meine Alleinstellungsmerkmale, auch einem potenziellen neuen AG dann verkaufen will bzw. könnte. So viele Menschen werden von den Banken über's Ohr gehauen. Gestern standest Du hinter dem "Schalter". Heute stehst Du vor demselben.

    Gestern, Heute und Morgen standen und stehen jeden Tag Leute auf die nicht wissen wo sie ihr Geld investieren sollen. Auch nicht wie sie jemals welches bekommen damit sie es jemals investieren können.
    Gestern gehörtest Du zu den Abzockern. Heute könntest Du, auf der anderen Seite angekommen, Dein Insider-Wissen nutzen, um die Menschen vor den Abzockern und der gesetzlich legitimierten Abzocke zu bewahren.
    Ihnen zeigen wie man besser mit seinem Geld umgeht, um am Ende des Arbeitslebens tatsächlich etwas über zu haben, um den Lebensabend geniessen zu können.
    Wäre dies so aus der Welt gegriffen? Oder ist dies unter Deiner Würde sich wieder mit den "Niederen" abzugeben?

    Ich habe Dir vor geraumer Zeit ein persönliches unverbindliches Angebot gemacht sich über eine mögliche Zukunft mal zu unterhalten. Ich habe nicht einmal eine Antwort bekommen. Nicht einmal ein schlichtes Ja oder Nein.
    Das war offensichtlich schon zuviel der Forderung sich nur einen Deut weit selbst zu bewegen. Nicht einmal dafür war ich Dir Zeit und Mühe wert.

    Was soll ich über dieser persönlichen Missachtung, wenn nicht gar Geringschätzung, meines Engagements nun denken? Es lässt für mich keinen anderen Schluss zu, als dass diese Deine Not im Moment offenbar gar nicht so gross zu sein scheint.

    Kein Votum ist dennoch ein klares Votum. Es ist nur für diejenigen die wollen. Du wolltest demnach nicht. Also hast Du schon genug. Ich kann mir auch offengestanden nicht vorstellen, dass Du, anders als viele Andere hier, materielle Not leidest.
    Wenn Du lange genug im Business warst, > 20 Jahre, dann hast Du Dein Schäflein ggf. schon lange im Trockenen. Was sollen die erst sagen die dieses Polster nicht haben?


    Ich für mich kann nur sagen, dass ich derzeit auch nicht weiß, wie es bei mir mit meinen 44 Jahren beruflich überhaupt weitergehen könnte. Meine eigenen Peiniger haben "beste" Arbeit geleistet, aber was ich dennoch ausschließen kann, ist, dass ich bei einem solchen Arbeitgeber, wie ich ihn die letzten 12 3/4 Jahre "genießen" musste, nie wieder haben möchte. Auch eine Selbständigkeit, die dann von diesen Menschen torpediert wird, kann keine Alternative sein.

    Wie wollen die das torpedieren? Schlecht reden? Das werden Sie doch so oder so tun. Kommt darauf an wem Du mit dieser Selbständigkeit welchen Nutzen bietest. Beabsichtigst Du im selben Teich wie Deine Widersacher zu fischen, wird die vernichtende Kritik wahrscheinlich tatsächlich nicht lange auf sich warten lassen. Machst Du was anderes wird dies ungleich schwerer. Und sowieso: Schlechte Propaganda ist zuweilen die Bessere als wie jede noch so positive Werbekampagne. Es erzeugt Aufmerksamkeit. Mehr als anders herum.
    Wer geschickt ist wird dies für sich vorteilhaft zu nutzen wissen. Der Gegner der etwas zu bekämpfen sucht könnte damit konfrontiert werden, dass dieses Etwas statt immer kleiner immer je grösser wird.


    Ein Auswandern kommt nicht in Frage. Dafür ist meine Verbundenheit zu meinen Wurzeln viel zu viel wert. Ich werde mein privates Umfeld mir von solchen Unmenschen nicht einfach nehmen lassen. Wenn es unser ganzes Arbeits- und Rechtssystem zulässt, dass gut funktionierende und engagierte Menschen auf eine solche Art und Weise behandelt werden, na dann kann sich das System beglückwünschen. Der kommenden Arbeitnehmergeneration kann man nur noch viel Glück wünschen. Hoffentlich haben wenigsten diese Menschen die Chance, eine 40 bzw. 45jährige notwendige Berufsbiografie zu erlangen.

    Eine Entscheidung mit deren Konsequenzen Du leben musst. Bist Du dazu bereit gibt es hierfür keinerlei Einwand.
    Es zu ändern würde bedeuten den Aufstand zu proben. Alleine geht das in die Hose. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Gemeinschaft macht stark. In einer Partei organisiert die Veränderung zu bewirken wird dies an den magischen 5 % scheitern.
    Dazu gibt es zu wenige Opfer die willens und bereit wären sich auch politisch zu engagieren und zu exponieren. Alle wollen stets, dass sich alles ändert. Aber ja nicht für sie.
    Erst wenn die Betroffenen zwischen Stühlen und Bänken hinunter fallen wachen sie plötzlich auf. Vorher hat auch sie das nicht die Bohne interessiert. Da war man Teil des Systems das man nun verurteilt
    .

    Vielen Mobbingopfern, wie auch mir wird die Erfüllung der Arbeitsleistung eines Staatsbürgers auf gemeinste Weise verwehrt.

    Wer verwehrt Dir was? Dass Du arbeiten kannst oder das tun zu können was Deinem persönlichen Gusto entspricht? Das ist ein gewisss kleiner, aber sehr feiner Unterschied.
    Du hast hoch gepokert gegen die Macht der Mächtigen und hast verloren. Verlieren ist immer schmerzhaft. Kommt aber leider eben vor.

    Daher wäre es klug gewesen sich früher und vorher darüber Gedanken zu machen was passiert und mit was ich meine Brötchen verdiene, wenn das absolute Worst Case Szenario tatsächlich Wirklichkeit wird.

    Diesen Plan B sehe ich bei Dir nicht einmal im Ansatz. Was ich sehe ist Verbitterung und Zorn, dass der Gegner zugeschlagen hat mit allem was er hatte. Und: Auch noch gewonnen hat.

    Hättest Du diese Macht in Händen gehalten, was hättest Du getan und würdest Du mit jemandem tun der Dir mit Macht am Zeug flicken will?

    Was würdest Du denn heute mit jenen tun die Dich abserviert haben? Wärst Du besser wie sie wenn Du die Macht dazu hättest?

    Man kann nur hoffen, dass das System genügend (Speck)Reserven auf den Rippen hat, um sich eine solche Resourcenverschwendung leisten zu können. Lassen wir uns mal überraschen, wie die Zukunft wird.

    Was für ein Speck? Über 2 Billionen € Schulden sind eine Last, die niemand mehr abtragen kann. Mit größer 80% des Bruttoinlandsproduktes in der Kreide zu stehen ist eigentlich eine Bankrotterklärung der Staatsführung.
    Das Eingeständnis mit Steuergeldern nicht umgehen zu können. Und wenn das alles noch nicht genug wäre, bei bereits leeren Kassen die Zocker-Banken noch zu stopfen und Steuergeld-Garantien abzugeben,
    statt denen mal so richtig den Schuh in die richtige Körperstelle zu geben.
    Jenen die im Rausch der unersättlichen Gier des Betrugs und der Selbstbereicherung Unsummen und hunderttausende Existenzen der Inverstoren und Hausbesitzer vernichtet haben.

    Ich hoffe inständig, dass diesem System die Mittel schnellstmöglich ausgehen. Dann spätestens ist nämlich Zahltag. Dann werden noch viel mehr Menschen erleben was es heisst von heute auf Morgen mittellos zu sein.
    Dann erst werden sie sich zu einer kritischen Masse formen und vereinen. welche die Mächtigen über die Macht der Strasse erneut herausfordern werden.

    Alles dazwischen ist nur eine große aber äusserst schlechte, aber bis anhin immerhin top inszenierte Show.
    Gruss Martin
    Geändert von Herbert 44 (17.12.2013 um 17:13 Uhr) Grund: Koorekturen

  9. #39
    Registriert seit
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    2.008

    Standard AW: Wo ist mein Anteil als Gemobbter?

    .....

    Doppelt braucht's den Beitrag nicht. Daher gelöscht
    Geändert von Herbert 44 (17.12.2013 um 17:07 Uhr)

  10. #40
    Registriert seit
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    82

    Standard AW: Mobbingopfer, wo ist mein Anteil als Gemobbter?

    Hallo Psychobabbel,

    diesmal bedanke ich mich für Deine umfangreichen Ausführungen ausdrücklich.

    Um hier nicht zu lange Themen zu erstellen möchte ich zu einer Deiner Erwiderungen eine Antwort geben.

    Dein Zitat:

    "Ich habe Dir vor geraumer Zeit ein persönliches unverbindliches Angebot gemacht sich über eine mögliche Zukunft mal zu unterhalten. Ich habe nicht einmal eine Antwort bekommen. Nicht einmal ein schlichtes Ja oder Nein.
    Das war offensichtlich schon zuviel der Forderung sich nur einen Deut weit selbst zu bewegen. Nicht einmal dafür war ich Dir Zeit und Mühe wert."

    Wenn das bei Dir so angekommen ist, dann tut es mir leid. Da musst Du etwas sehr persönlich nehmen, wenn ich diese Deine Zeilen so lese. Es war nie meine Absicht bei Dir solche Empfindungen auszulösen. Aber habe bitte dafür Verständnis, dass man nach einer insgesamt ununterbrochenen 26jährigen Beschäftigungszeit nach einem solchen Ende erst das Geschehene verarbeiten muss, damit man sich, wenn man derzeit auch nicht genau weiß, wo die Reise hingehen wird, wieder konstruktiv orientieren kann.

    Ich werde sicherlich keine überstürzte Entscheidungen treffen, das steht fest. Auch dafür bitte ich um Verständnis. Schade, wenn ich bei Dir damit quasi als satter und undankbarer "Abzocker" wahrgenommen werde.

    Nun möchte ich aber zum Ende kommen und nochmals für Deine Bemühungen, die Du mit Deinen Antworten hattest, danken.

    Gruß

    wehrteuch

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