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Thema: Post-Mobbing - Wo lässt sich praktische Hilfe finden?

  1. #1
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    Standard Post-Mobbing - Wo lässt sich praktische Hilfe finden?

    Hallo,

    ich bin nicht mehr an diesem Arbeitsplatz, aber das jahrelange Mobbing hab mich total verändert und verunsichert. Entweder sieht man es mir nicht an, oder es ist jedem egal. Der Arbeitsmedizinische Dienst hat festgestellt, dass ich Vollzeit arbeiten kann, Ärzte halten sich raus (wolllen weder Formulare ausfüllen, noch sich mit Krankenkasse oder Jobcenter auseinandersetzen), einer schickt mich zum anderen oder fordert mich dazu auf, "mich durchzumogeln". Jetzt will auch noch der Therapeut die Therapie nicht verlängern, weil er sagt, er kann mir nicht mehr helfen, die Situation ist nun mal mies, und da könne er auch nichts tun. Ich komme mir total allein gelassen vor, habe schon ganz viel probiert, bin offen und "friedlich" (= also niemand, der aus der Haut fährt und die ganze Welt verantwortlich macht). Aber ich brauche Hilfe, ich kann nicht mehr!!! Gibt es noch Ansprechpartner, auf die ich vielleicht noch gar nicht gekommen bin? Sowas wie Organisationen, Vereine oder..? Hat noch jemand die Erfahrung gemacht, von Ärzten im Stich gelassen worden zu sein? Habt Ihr auch noch starke Nachwirkungen, obwohl Ihr nicht mehr an diesem Arbeitsplatz seid? Je mehr Zeit vergeht, um so weniger weiß ich, wie ich meine Probleme verständlich machen soll, zumal ja das "Urteil" von Ärzten/AMD meinem persönlichen Empfinden entgegen steht.

    Bin dankbar für jeden Hinweis.

  2. #2
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    Standard AW: Post-Mobbing - Wo lässt sich praktische Hilfe finden?

    alles Unsinn, ein Therapeut schickt einen nicht einfach ins Verderben. Der gibt einem immer Adressen mit, wenn er nicht weiterkommt.

  3. #3
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    Standard AW: Post-Mobbing - Wo lässt sich praktische Hilfe finden?

    Zitat Zitat von wolfi Beitrag anzeigen
    alles Unsinn, ein Therapeut schickt einen nicht einfach ins Verderben. Der gibt einem immer Adressen mit, wenn er nicht weiterkommt.
    Na, Du musst es ja wissen! Was soll diese Bewertung über etwas, was Du gar nicht beurteilen kannst, weil Du nicht dabei warst?! Ich hab es erlebt - und zwar genau so, wie ich es geschrieben habe. Leider. Der Therapeut hat längst die Therapie beendet und keinen anderen benannt, an den ich mich wenden könnte. Wahrscheinlich bin ich bei ihm in der Kategorie der "17 - 22% Untherapierbaren" gelandet. Er konnte sich auch nicht recht eingestehen, dass er nicht weiter weiß, es musste also an mir liegen. Und da kann dann auch kein anderer weiterhelfen... (meinte er).
    Geändert von Weltuntergang (11.10.2014 um 13:48 Uhr)

  4. #4
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    Standard AW: Post-Mobbing - Wo lässt sich praktische Hilfe finden?

    Ich wurde auch mal zu einem Amtsarzt geschickt, der mir sagte, er nehme mich für ein halbes Jahr ganz raus. Als ich ihm sagte, dass ich das nicht möchte, erklärte er, ich könne ca. 20 Std. die Woche arbeiten gehen. Im Gutachten hatte er von Vollzeit mit mittelschwerer körperlicher Belastung geschrieben. Wahrscheinlich war er sauer, weil er mich nicht nochmal einladen durfte, um Geld zu verdienen. Ich fühlte mich wie vor den Kopf gestoßen. Mittelschwere körperliche Arbeiten kann ich schonmal gar nicht machen, weil ich lungenkrank bin. Ich finde es ohnehin sehr anmaßend, nach einem viertelstündigen Gespräch ein Gutachten ohne Sichtung der Akten bzw. Befragung der behandelnden Ärzte vorzunehmen. Das mit dem Durchmogeln ist auch komisch, denn wie soll man das machen? Du kannst gegen das Gutachten Widerspruch einlegen. Informiere Dich bitte, wie lange es nach der Zusendung möglich ist.

  5. #5
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    Standard AW: Post-Mobbing - Wo lässt sich praktische Hilfe finden?

    Zitat Zitat von Weltuntergang Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich bin nicht mehr an diesem Arbeitsplatz, aber das jahrelange Mobbing hab mich total verändert und verunsichert. Entweder sieht man es mir nicht an, oder es ist jedem egal. Der Arbeitsmedizinische Dienst hat festgestellt, dass ich Vollzeit arbeiten kann, Ärzte halten sich raus (wolllen weder Formulare ausfüllen, noch sich mit Krankenkasse oder Jobcenter auseinandersetzen), einer schickt mich zum anderen oder fordert mich dazu auf, "mich durchzumogeln". Jetzt will auch noch der Therapeut die Therapie nicht verlängern, weil er sagt, er kann mir nicht mehr helfen, die Situation ist nun mal mies, und da könne er auch nichts tun.
    dann ist er unfähig. Das geben Therapeuten leider selten zu, mach dir also nichts draus.

    Ich komme mir total allein gelassen vor, habe schon ganz viel probiert, bin offen und "friedlich" (= also niemand, der aus der Haut fährt und die ganze Welt verantwortlich macht).
    Ja, genau, diese Leute werden zuerst gemobbt. Ich bin genauso. Die Leute halten Friedlichkeit als Anzeichen von Schwäche.

    Aber ich brauche Hilfe, ich kann nicht mehr!!! Gibt es noch Ansprechpartner, auf die ich vielleicht noch gar nicht gekommen bin? Sowas wie Organisationen, Vereine oder..?
    Jede Stadt halt sozialpsychiatrische Dienste.
    Des weiteren würde ich dir dringend raten, dir einen anderen Therapeuten zu suchen. Aber keinen Labertaschen-Verhaltenstherapeut, das bringt überhaupt nichts.
    Sowas dauert lange. Sag ich aus eigener Erfahrung. Habe ein Jahr gebraucht, um einen einigermaßen guten Traumatherapeuten zu finden, musste dabei bei der Krankenkasse Kosten extra beantragen, weil der Therapeut nicht kostenerstattungsfähig für "normal sterbliche Kassenpatienten", war. Als Kassenpatient kriegt man nur Schrott an Therapeuten. Wenn man ernsthaft Hilfe braucht, und einen braucht, der wirklich hilft, dann muss man lange suchen und Glück haben. Und Geduld. Genau das, was man nicht zur Verfügung hat, wenn man ernsthaft Hilfe braucht.
    Deshalb mein Tipp an die sozialpsychiatrischen Dienste deiner Heimatstadt. Es gibt überall auch nur bloße "Gesprächsangebote". Die helfen dir zwar langfristig nicht weiter, du brauchst kompetente Hilfe, aber kurzfristig helfen sie mal über ein Tief hinweg.
    Außerdem hast du das Recht auf eine psychologische Notfallsprechstunde bei jedem niedergelassenen Psychologen oder in einem Krankenhaus mit entsprechender Stelle. Eine Stunde pro Quartal, ist zwar nicht viel, hilft aber.

    Hat noch jemand die Erfahrung gemacht, von Ärzten im Stich gelassen worden zu sein?
    Ja, ich. Wurde vom damaligen Hausarzt mitten im Rentenantrag hängen gelassen fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Das war gar nicht lustig.

    Habt Ihr auch noch starke Nachwirkungen, obwohl Ihr nicht mehr an diesem Arbeitsplatz seid? Je mehr Zeit vergeht, um so weniger weiß ich, wie ich meine Probleme verständlich machen soll, zumal ja das "Urteil" von Ärzten/AMD meinem persönlichen Empfinden entgegen steht.
    AMD? Also bei so einen popeligen Amtsarzt vom sogenannten "Jobcenter" war ich auch mal. Kannst du knicken.
    Hast du einen guten, vertrauenswürdigen Hausarzt? Ohne den geht gar nichts. Lass dich erst mal dauerhaft krankschreiben. Als ich damals von dem einen Hausarzt hängen gelassen wurde, hatte ich das Glück, zu einer Ärztin zurück kehren zu können, bei der ich zwei Jahre zuvor in Behandlung gewesen war. Die hat mir dann mit dem Rentenantrag sehr geholfen. Und auch mit allem anderen. Also ohne guten Hausarzt geht nichts.

    gruß Jeanette

  6. #6
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    Standard AW: Post-Mobbing - Wo lässt sich praktische Hilfe finden?

    Ich finde es ohnehin sehr anmaßend, nach einem viertelstündigen Gespräch ein Gutachten ohne Sichtung der Akten bzw. Befragung der behandelnden Ärzte vorzunehmen. Das mit dem Durchmogeln ist auch komisch, denn wie soll man das machen? Du kannst gegen das Gutachten Widerspruch einlegen. Informiere Dich bitte, wie lange es nach der Zusendung möglich ist.
    Meist einen Monat, einfach formal, Begründung folgt.
    Diese ad-hoc-Begutachtungen sind typisch für Amtsärzte. Muss man sich nichts draus machen, auch wenn es blöd ist. Das mit dem Durchmogeln ist die Krönung, derjenige hat auch keinerlei psychologisches Feingefühl, wie soll man das denn machen mit dem "durchmogeln", wenn man schon krank ist?

    gruß Jeanette

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