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Thema: Zeitarbeiter = Persona non gratis ?

  1. #1
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    Standard Zeitarbeiter = Persona non gratis ?

    Ich habe gehört, das sich die Situation für die Zeitarbeiter in einigen Branchen verbessert haben. Tarife wurden gestaffelt und man kann nach einigen Monaten in einer Firma schon auf 11 euro oder mehr pro Stunde kommen. Gleichzeitig werden genau aus diesem Grund die Verträge immer kürzer, nach zwei drei Monaten befristeter Verträge ist für viele schon wieder Schluss. Das heisst der Druck für den einzelnen erhöht sich, in kurzer Zeit Topleistungen zu bringen, damit ein Vertrag dann vielleicht doch in die Verlängerung geht.

  2. #2
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    Standard AW: Zeitarbeiter = Persona non gratis ?

    Das kommt ganz auf das Unternehmen an, in welchem du eingesetzt wirst. In dem Großkonzern, in dem ich seit über 4 Jahren fast durchgehend beschäftigt war, ist es leider so. Mit jedem neuen Einsatz muss ich wieder auf der niedrigsten Gehaltsstufe anfangen. Das ist aber nicht überall so. Deshalb möchte mich meine Leasingfirma ab dem nächsten Einsatz in einem anderen Großkonzern unterbringen. Dort würde ich nur mit dem ersten Einsatz ganz unten anfangen und könnte später auch nach Abteilungs- und Standortwechseln weiterhin das höchstmögliche Gehalt bekommen.

  3. #3
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    Standard AW: Zeitarbeiter = Persona non gratis ?

    Die sieben noch brutaler aus, wenn man allerdings wirklich was drauf hat und zeigt, das man will, was man tut, dann kann man nach ca. 1 Jahr auch auf 15 Euro die Stunde kommen. (Metallbranche nrw)

  4. #4
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    Standard AW: Zeitarbeiter = Persona non gratis ?

    Mir hatte mal nach sieben Monaten Arbeitslosigkeit ein Vermittler gesagt, ich müsse jetzt jeden Job annehmen und wollte mich zu einer Zeitarbeitsfirma schicken. Ich habe ihn freundlich darauf hingewiesen, dass das so nicht stimmt. Ich müsse jede zumutbare Arbeit annehmen und für mich sei das nicht der Fall. Nach Androhung einer Klage wegen Zwangsarbeit und moderner Sklaverei hat mir nie wieder jemand eine Zeitarbeitsfirma aufgeschwatzt. Ehrlich Leute, ich verstehe nicht, nach allem, was über Zeitarbeitsfirmen bekannt ist, dass sich überhaupt noch Leute darauf einlassen. Für mich käme es schon aus dem Grund nicht in Frage, weil man innerhalb einer Region ständig versetzt werden kann, egal in welcher Branche und die Arbeitszeiten ebenfalls ständig wechseln. Ich brauche Stabilität und kann diese Flexibilität von Ort und Zeit gar nicht ab. Außerdem sehe ich echt nicht ein, dass ich noch "Schmarotzer" mit durchfüttere von meinem hart erarbeiteten Geld. Und wer immer noch glaubt, er könne durch Überzeugung, Fleiß und Einsatzbereitschaft in eine Firma gelangen, dem muss ich leider sagen, dass sich das längst geändert hat. Die meisten Firmen, die mit Zeitarbeitsfirmen zusammenarbeiten, zahlen lieber an diese mehr Geld und haben weniger Stress. Paßt ihnen eine Person nicht, wird sie an die Zeitarbeitsfirma zurückgeschickt und ein anderer übernimmt die Stelle. Ist ein Arbeitnehmer zu lange krank, bezahlt das die Firma ebenfalls nicht und die Zeitarbeitsfirma kündigt diesem recht schnell. Alles in allem habe ich nie verstanden, warum es Zeitarbeitsfirmen gibt, aber solange es Arbeitnehmer gibt, die sich von diesen ausnutzen lassen, wird es sie geben. Es stimmt, dass man vor 20 Jahren von vielen Firmen übernommen wurde, aber da gab es das auch nicht, dass manche 10 oder gar mehr Jahre in solch einer dubiosen Firma hängen bleiben und nie wirklich gutes Geld verdienen. Sorry, wenn ich jemandem zu Nahe getreten bin, aber das ist meine ganz persönliche Meinung. Ich habe auch mal kurzzeitig für eine private Arbeitsvermittlung gearbeitet. Das was diese Leute den ganzen Tag an sinnlosen Recherchen machen, kann ich selbst erledigen. Sie durchsuchen nämlich auch nur die Internetseiten und wenn man sagt, das Geld ist mir einfach zu wenig, dem kommen sie noch frech. Es geht ihnen nämlich nicht darum, Menschen in Arbeit mit guten Verdienstmöglichkeiten zu bringen. Es geht ihnen um die Kohle des Vermittlungsgutscheines. Und wenn die Frist abgelaufen ist, fliegt der Arbeitnehmer raus und die private Arbeitsvermittlung schickt den nächsten. Es ist ein abgekatertes Spiel zwischen denen. Schade nur, dass dafür Steuergelder verschwendet werden.
    Geändert von Lady Mobb (16.10.2014 um 22:01 Uhr)

  5. #5
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    Standard AW: Zeitarbeiter = Persona non gratis ?

    Den einzigen Vorteil einer Zeitarbeitsfirma hat ein Unternehmen. Die können dadurch bequem irgendwelche verbindlichen Verträge umgehen, nutzen die daraus resultierende "Flexibilität" schamlos aus.

  6. #6
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    Standard AW: Zeitarbeiter = Persona non gratis ?

    Zitat Zitat von Penny_Lane Beitrag anzeigen
    Deshalb möchte mich meine Leasingfirma ab dem nächsten Einsatz in einem anderen Großkonzern unterbringen. Dort würde ich nur mit dem ersten Einsatz ganz unten anfangen und könnte später auch nach Abteilungs- und Standortwechseln weiterhin das höchstmögliche Gehalt bekommen.
    Mittlerweile ist das eingetreten, was ich im Oktober angekündigt hatte. Seit November arbeite ich in einem anderen Großkonzern. Ich hab´ mich sehr gefreut, endlich mal wieder einen Einsatz mit nicht ganz so weitem Anfahrtsweg zu haben... eine knappe Stunde Fahrzeit pro Richtung (mit den Öffentlichen). Leider wurde mir beim Vorstellungsgespräch nicht gesagt, dass der ganze Bereich an einen anderen Standort zieht und sich meine Fahrzeit dann auf 90 Minuten pro Richtung erhöht. Das habe ich erst an meinem zweiten Arbeitstag per Zufall erfahren. Erst hieß es, der Umzug findet wahrscheinlich zum 1. April statt. Mein Vertrag läuft Ende März aus, wird aber vermutlich um 1-2 Monate verlängert, bis eine neue Sekretärin da ist. Leider wurde der Umzug inzwischen auf Ende nächster Woche vorgezogen. Ich habe bereits im November meine Zeitarbeitsfirma kontaktiert und sie gebeten, für mich ab Anfang Februar einen anderen Einsatz zu suchen. Aber das sehen die gar nicht ein, die haben keinen Nerv, ständig neue Einsätze für die Mitarbeiter zu finden. Außerdem muss ich als Neuling in der Firma den ganzen Umzug koordinieren. Dabei habe ich eh schon genug Stress an der Backe. Die Arbeit ist zwar sehr interessant und die meiste Leute echt angenehm, ich werde nicht gemobbt. Aber es nervt mich gewaltig, dass ich mit einem 35-Stunden-Vertrag jede Woche 45-50 Stunden im Eiltempo arbeiten und demnächst auch noch jeden Tag 3 Stunden in den Öffentlichen sitzen muss. Ich bin jetzt schon total k.o. nach Feierabend.

    Mein Chef wollte mich übrigens fest übernehmen, aber das habe ich abgelehnt. Erstens ist es sehr unsicher, dass ich in der Nähe des neuen Standorts eine Wohnung bekomme und zweitens bin ich nicht der Typ Mensch, der unter der Woche jeden Tag diese Hektik braucht. Natürlich gehören auch stressige Phasen zum Berufsleben, und ich lehne Überstunden nicht grundsätzlich ab. Aber es macht mich kaputt, fast täglich 2-3 Stunden länger bleiben zu müssen und immer diese Hetze in Kauf zu nehmen. Dazu kommt noch, dass ich nach dem Umzug nicht mehr wie bisher mit einer anderen Sekretärin im Büro sitze, sondern einen Platz im Großraumbüro bekomme und die Kollegen neben mir viele Telefonkonferenzen machen.

    Ich habe u. a. deshalb auf ein Studium verzichtet und mich für eine kaufmännische Ausbildung entschieden, weil es mir nicht wichtig war, sehr viel Geld zu verdienen und ich lieber etwas mehr Freizeit haben wollte. Jetzt verdiene ich zwar nicht viel Geld, muss aber genauso viel oder teilweise noch mehr arbeiten als manche Leute bei uns, die ein technisches oder betriebswirtschaftliches Studium abgeschlossen haben. Das ist echt heftig.
    Geändert von Penny_Lane (25.01.2015 um 14:50 Uhr)

  7. #7
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    Standard AW: Zeitarbeiter = Persona non gratis ?

    Das musst Du allein entscheiden. Ich wollte viel Geld verdienen, bekomm es auch. Hab 200 stunden im Arbeitsvertrag stehen und mach auch täglich mind eine Stunde länger. Danach komm ich heim trink nen Kaffee mit meinem Mann, zieh mich um und arbeite bis mind. um Acht bei uns auf dem Hof. Ich brauch das. Ich steh um fünf auf und geh nach zehn ins Bett.

  8. #8
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    Standard AW: Zeitarbeiter = Persona non gratis ?

    Ich habe beschlossen, dass ich nach 6,5 Jahren Zeitarbeit verstärkt Bewerbungen schreiben und mich um eine Festanstellung bemühen werde. Obwohl mein Gehalt v. a. im letzten Jahr richtig gut war, spricht so einiges gegen die Zeitarbeit:

    1.) Als Zeitarbeiter kann man jederzeit von einer Sekunde auf die andere den Einsatz verlieren. Diesen Fall habe ich jetzt gerade. Ich hatte einen Vertrag über 6 Monate und wurde nach 2 Monaten vom Kunden abgemeldet, womit ich absolut nicht gerechnet hatte. Dabei wurden mir schon alle Urlaubs- und Gleittage, die ich beantragt hatte, vom Vorgesetzten genehmigt und ich habe schon für Mai einen Urlaub gebucht. Das ist jetzt richtig blöd, dass ich für neue Kunden nicht mehr ganz flexibel bin.

    2.) Man muss fast alles annehmen, was die Zeitarbeitsfirma vorschlägt. So kam es, dass ich schon Einsätze hatte, zu denen ich fast 2 Stunden in eine Richtung fahren musste. Das ist ganz schön anstrengend, wenn der Job auch noch zeitaufwändig ist.

    3.) Man wird von internen Mitarbeitern der Einsatzfirma nicht immer auf Augenhöhe behandelt. Ich habe das schon mehrmals erlebt, dass in einer Firma alle Kollegen miteinander per Du waren und bei mir aber einige auf das Sie bestanden haben, nur weil ich extern war. Es kommt vor, dass interne Mitarbeiter gemeinsam in die Kantine zum Mittagessen gehen und Externe ausgeschlossen werden. In manchen Firmen dürfen externe Leute nicht an firmeninternen Events wie Weihnachtsfeier oder Sommerfest teilnehmen. Man muss auch damit rechnen, dass sich interne Mitarbeiter in der gleichen Funktion im Vergleich zu externen Mitarbeiter als etwas Besseres fühlen und von den Externen Unterordnung erwarten. Ich als Sekretärin hatte schon Kolleginnen im Sekretariat, die sich mir gegenüber nicht wie Kolleginnen, sondern wie Chefinnen aufgeführt haben. Als Zeitarbeiter/in ist man stark vom Wohlwollen der internen Leute abhängig und hat manchmal weniger zu melden als ein Azubi.

  9. #9
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    Standard AW: Zeitarbeiter = Persona non gratis ?

    Hi!

    Ja, da kann ich auch ein Lied von singen! Ursprünglich waren Zeitarbeiter ja als Notrettung bei Personalnotstand gedacht und geachtet. Das lies aber ziemlich schnell nach als die Stammbelegschaft dann Zeitarbeiter als Konkurenz auf den eigenen Arbeitsplatz erlebten. Diese "Kultur" hat sich leider bis heute erhalten.
    Deine Entscheidung nach was Festen zu suchen halte ich für extrem richtig und auch nötig. Viel Glück dabei!

    Grüßlinge!

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