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Thema: Verlagerung des Grundwasserstroms durch Baumaßnahmen, Probleme mit dem Nachbarn

  1. #1
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    Beitrag Verlagerung des Grundwasserstroms durch Baumaßnahmen, Probleme mit dem Nachbarn

    Ein Nachbar hat einen Bauantrag gestellt. Jetzt habe ich Angst, dass sich eine Verlagerung des Grundwasserstroms durch die Baumaßnahmen ergibt. Das Wasser benötige ich zum Betrieb einer "Wärmepumpe". Dazu wird das Wasser aus einer Tiefe von ca. 5 m entnommen und abgekühlt. Mit der dem Wasser entzogenen Wäre wird das Haus erwärmt.
    Für den Bertrieb ist eine gewisse Menge an Wasser notwendig. Wenn jetzt durch Baumaßnahmen, die wenige Meter entfernt stattfinden das Erdreich verdichtet wird, kann es sein dass sich der notwendige Zulauf von Wasser so verringert, dass ich meine Anlage nicht mehr betreiben kann. Die Anlage, inklusiv Entnahme des Wassers wurde von den Behörden genehmigt und gilt als sehr umweltfreundlich.

    Hat jemand Erfahrung mit dieser Problematik ?
    Geändert von Andre (25.10.2014 um 12:24 Uhr)

  2. #2
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    Frage AW: Verlagerung des Grundwasserstroms durch Baumaßnahmen,

    Weiß der Nachbar, dass du das Wasser brauchst ? Wie hoch wäre Dein Schaden, wenn das Wasser versiegt ?

  3. #3
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    Standard AW: Verlagerung des Grundwasserstroms durch Baumaßnahmen,

    Er weiß es anscheinend nicht. Der Schaden ist schwer zu kalkulieren, da sich ja eine hohe Ersparnis hinsichtlich des Ölverbrauchs ergibt. Je nach Ölpreis pro Jahr etwa 3000 bis 5000 Euro. Das Haus das mit der Wärempumpe beheizt wird ist relativ groß.
    Ausserdem müsste eine neue Heizungsanlage installiert werden.

  4. #4
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    Standard AW: Verlagerung des Grundwasserstroms durch Baumaßnahmen,

    Vielleicht hilft Dir das weiter:

    Beim Herstellen eines ausreichend tiefen Bohrloches wird in der Regel Wasser angetroffen. Der Versuch, unterirdischeWässer als Bergwasser, Schichtwasser, Sickerwasser und "eigentlichem" Grundwasser zu unterscheiden, ist nicht zielführend.Alles Wasser im Boden ist Grundwasser, allenfalls sollte man Leckwasser aus undichten Leitungen ausnehmen.Schon ein Regentropfen, der langsam und über manchen Umweg zur Tiefe sickert, ist Grundwasser und auch unter einemmächtigen Grundwasservorkommen können wasserfreie Gesteinsschichten folgen. Im Untergrund gibt es wasserstauendeund wasserleitende Schichten, letztere können Grundwasser in technisch relevanter Menge enthalten. Aberauch das Porenwasser in wasserstauenden Schichten ist Grundwasser und ein nicht dräniertes Bauwerk in einer nursehr gering wasserleitenden Schicht erfährt langfristig einen Wasserdruck. Die Druckspiegel von Grundwässern in verschiedenenSchichten können sehr verschieden sein, wenn sie im Abfluss unterschiedliche Vorfluter haben oder wennsie im Zufluss aus Oberflächenbereichen mit verschiedener Höhenlage gespeist werden.Informationen zur Qualität des Grundwassers sind insofern von bautechnischer Bedeutung, da Inhaltsstoffe des Grundwassersfür Baustoffe korrosiv sein können. Außerdem können wasserrechtliche Gesichtspunkte mit dem Ziel der Erhaltungder Qualität des natürlichen Grundwassers erheblichen Einfluss auf Baumaßnahmen nehmen.Das Grundwasser als natürliches Gut ist zu schützen, da es als Trinkwasser und Heilwasser nicht verschmutzt werdendarf und das Grundwasser einen wichtigen Puffer im Gesamtkreislauf des Wassers darstellt. Bauwerke können dasGrundwasser beeinträchtigen. Folgende Forderungen sind zu stellen, um das Grundwasser vor Bauwerken zu schützen:- Grundwasserabsenkungen sind zu minimieren.- Abflusswege und Fließgeschwindigkeit des Grundwassers sollen erhalten bleiben.- Grundwassersperrschichten zwischen verschiedenen Grundwasserstockwerken dürfen nicht zerstört werden.- Durch Baumaßnahmen darf keine unzulässige Qualitätsveränderung des Grundwassers entstehen.

    https://www.gb.bgu.tum.de/fileadmin/...22_vorlg-s.pdf

  5. #5
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    Daumen hoch AW: Verlagerung des Grundwasserstroms durch Baumaßnahmen,

    Ich denke die Fließrichtung des Grundwasserstroms spielt eine große Rolle. Wenn direkt in Fließrichtung gebaut werden soll, würde ich einen Einspruch machen. Die Behörden sind im Allgemeinen sehr aufgeschlossen wenn es um Grundwasser geht. Ausserdem ist eine Wärmepumpe die mit Wasser funktioniert echt umweltfreundlich. Ich würde auch gern sowas haben, aber bei uns würde nur "Luft" gehen und da stören mich die großen Ventilatoren.

  6. #6
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    Beitrag AW: Verlagerung des Grundwasserstroms durch Baumaßnahmen,

    Hoffentlich sieht der Nachbar das ein. Sonst wird es wohl nötig sein das vor Gericht zu klären, wobei umweltfreundliche Technologien bevorzugt werden. Das sieht nicht gut aus für den Nachbarn. Der kann sich auch nicht darauf berufen dass es es nicht wusste. Der Betrieb einer solchen umweltfreundlichen Wärmepumpe ist doch bei der Nachbarschaft bekannt.
    Wenn da ein Bagger mit 20 t ein 4m tiefes Loch gräbt, dann gehe ich schon aml davon aus, dass sich dort das Grundwasser ändern kann. Der Nachbar gräbt Dir im wahrsten Sinne des Wortes das Wasser ab.

  7. #7
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    Beitrag AW: Verlagerung des Grundwasserstroms durch Baumaßnahmen,

    Hallo Forumsmitglieder ich habe ein ähnliches Problem. Meine Wärmepumpe läuft seit 40 Jahren und wir haben jede Menge fossiler Brennstoffe gespart. Jetzt will ein Nachbar ein Haus im Bereich des Brunnens bauen. Das Wasser hat bisher immer gereicht, aber wenn in den Grundwasserstrom hinein gebaut wird, dann befürchet ich , dass das Wasser seitlich vorbei fließt. Das wäre das Aus für die Wärmepumpe.
    Geändert von Hin-Bl. (06.02.2016 um 11:54 Uhr)

  8. #8
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    Ausrufezeichen AW: Verlagerung des Grundwasserstroms durch Baumaßnahmen,

    Bin gerade online und kann Dir ein paar Tips geben, da mich das Thema schon früher persönlich interessiert hat:

    Wenn die Anlage (Wärmepumpe) genehmigt ist, dann wird der Nachbar für die in Folge seiner Baumaßnahmen entstehenden Kosten aufkommen müssen (Verursacherprinzip).


    Wenn das Wasser nach dem Bau nicht mehr ausreicht, kann das recht teuer werden.

    Informiere die genehmigende Baubehörde,
    dann geht das wahrscheinlich nicht durch, dass gebaut wird.

    Wenn Du über 40 Jahre damit das Haus erwärmt hast, dann wird es schwer zu sagen das System wäre nur ein Versuch. Das hat bei uns in der Gegend einer gemacht und den Prozess verloren. Diese Art Wärmepumpe ist relativ selten, gilt aber als ausgesprochen umweltfreundlich.

    Wenn die Anlage (Wärmepumpe) genehmigt ist, dann wird der Nachbar für entstehenden Kosten aufkommen müssen, wenn das Wasser nach dem Bau nicht mehr ausreicht.
    Für die Genehmigung ist das Wasserwirtschaftamt zuständig. Möglicherweise ist aber allein schon durch den langen Betrieb ein "Gewohnheitsrecht" entstanden.

    Das Wasser wird chemisch nicht verändert. Anders ist das bei einer Fischzucht...

    Die phsikalische Auswirkung, Absenkung der Temperatur des Wasser, ist dagegen eher ein wünschenswerter Effekt, da unsere Gewässer im Allgemeinen zu warm sind.

    Vermutlich hat sich der Nachbar nicht rechtzeitig und umfänglich informiert. Wenn ich ein Haus kaufe oder baue dann spreche ich erst mal ausführlich mit den Nachbarn...

    Geändert von Immobilie (06.02.2016 um 12:09 Uhr)

  9. #9
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    Standard AW: Verlagerung des Grundwasserstroms durch Baumaßnahmen, Probleme mit dem Nachbarn

    Rechtlich ist das klar: durch eine Baumassnahme darf kein öffentliches Gewässer, ohne entsprechende Genehmigung, verändert werden. Stellt euch einen Bach vor, der durch ein Grundstück verläuft. Der kann nicht einfach umgeleitet werden weil jemand genau da ein Haus bauen will.
    Dasselbe gilt für Grundwasserströme, Quellen etc. Das sind im allgemeinen ebenfalls "öffentliche Gewässer", auch wenn man das Grundwasser nicht unbedingt sieht.

    Wer ein Grundstück kauft informiert sich normalerweise darüber ob es "Probleme mit dem Wasser" gibt. Schließlich ist es nicht erwünscht dass die Baugrube "absäuft".
    Im Bereich von Quellen sind zudem spezielle Abdichtungen der Kellerwände notwendig.

    Speziell in Gegenden die Probleme mit Wasser haben (Todesfälle aufgrund von Überschwemmungen, erhebliche Sachschäden wegen Überflutungen, Überschwemmungsgebiete, etc.) kann erwartet werden, dass der Käufer eines Grundstücks sich diesbezüglich sachkundig macht. Manchmal ist schon aufgrund des Namens vorsicht geboten: Froschgrund, feuchte Gewanne, Goldbach, Vogelried, Grumpsmoos, etc.

  10. #10
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    Standard AW: Verlagerung des Grundwasserstroms durch Baumaßnahmen, Probleme mit dem Nachbarn

    Ich denke es sollte so eine umweltfreundliche Wärmepumpe auf jeden Fall gefördert bzw. geschützt werden. Leider wird der baugrund immer weniger und da sieht man dann schon mal über Probleme hinweg.
    Übrigens gibt es Superwärmepumpen die seit Jahrzehnten laufen:

    https://www.einfamilienhaus-augsburg...ewpage396410be

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