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Thema: Suche nach Hilfe

  1. #1
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    Standard Suche nach Hilfe

    Es ist 3 Uhr früh und ich bin gerade schreiend aufgestanden. Durch Google habe ich anschließend dieses Forum gefunden. Ich bin nun fast 25 und es ist mitlerweile 10 jahre her das ich diese mobbing Tortur durchmachen musste. Damals hatte es niemand ernst genommen und die Lehrer die es verhindern hätten sollen erzählten meinen Eltern das dies normal sei. Ich kann diesem Scheiß nicht entkommen. Ich habe Probleme im Leben zurecht zu kommen und lebe noch immer bei meinen Eltern und nun zieht auch noch jemand der mich früher gequält hat in meine Nachbarschaft. Ich habe nun vermehrt Albträume und habe teilweise Angst schlafen zu gehen. Tagsüber traue ich mich nicht mal mehr aus dem Haus aus Angst diesem Arschloch übern Weg zu laufen. Und bis ich Nachts einschlafe sitz ich einfach herum und denke darüber nach in die Nachbarschaft zu gehen und diesem Arsch das Haus in brand zu stecken wärend er schläft. Ich sollte eigentlich auf einer Uni studieren doch trau mich aus Angst jemanden zu begegnen der mich früher gequält hat nicht mal mehr aus dem Haus. Diese ständige Gedankengemisch habe ich sowas von satt, ständig fühle ich mich als hätte ich mein Leben versaut und ständig wechselt sich Angst mit Wut. Mir ist bewusst das dies eine deutsche Seite ist, doch habe ich die Erfahrung gemacht das in Österreich, wo ich lebe, niemand mein Leiden ernst zu nehmen scheint. Darum bitte ich euch hier um Hilfe.
    Geändert von joseph.l (13.05.2015 um 02:28 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Suche nach Hilfe

    Hallo Joseph!

    Das mit den Mobbern aus der Kindheit ist so ´ne Sache. Ich selbst war dem Mobbing meines Grundschullehrers ausgeliefert. Er hat das ganze Dorf gegen mich aufgehetzt. "Den dürft Ihr ruhig hauen solange der mit links schreibt!" oder " ...., aus Dir wird nie was!" Seine Verbalattacken stecken mir noch heute in den Knochen. Seinerzeit bin ich dann ins Internat gekommen. Inzwischen bin ich erwachsen (zwölfundvierzig ) Heute bin ich in der Lage zwischen dummen Geschwätz und Realität zu unterscheiden. Er ist ein ganz armseeliges Würstchen über den das ganze Dorf lacht. Sollte Er irgendwann mal sterben ( er ist fast 100) wird so manch einer eine rote Krawatte zur Beerdigung anziehen. Das mit der Brandstiftung ist doch hoffentlich nur ein Gefühl welches Du nicht Realität werden lässt. Doch es ist auch ein Alarmsignal dafür das Du Dein Trauma nicht verarbeitet hast. Versuche mit einem Traumspezialisten darüber zu sprechen und die alten Geschichten aufzuarbeiten. Meiner Erfahrung nach machen auch die Mobber aus der Kindheit einen Erwachen-werden-prozess durch. Sie können ganz andere Interessen haben als Dich zu quälen. Wie wichtig nimmst Du Dich? Ihr müsst ja nicht dicke Freunde werden aber eine gesunde Distanz werdet ihr doch waren können trotz nachbarschaftlicher Nähe. Geh jedenfalls den richtigen Weg, mach keinen Scheiß und lass die alten Geschichten Geschichte sein! Mache Deine Traumaarbeit.

    Dir einen lieben Gruß!
    Geändert von Alteisenfahrer (13.05.2015 um 07:10 Uhr)

  3. #3
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    Standard AW: Suche nach Hilfe

    Hallo Joseph,

    wenn Du studieren willst, kannst Du nicht an eine Uni aussuchen, die weiter entfernt von Deinem Heimatort liegt? Dann könntest Du in einem neuen Umfeld ohne Altlasten neue Erfahrungen machen.
    Und, da Du ja psychisch ganz schön angeschlagen bist, was hältst Du von Psychotherapie? Evtl. brauchst Du jemanden, der Dir zuhört und hilft, das Erlebte aufzuarbeiten.

    Rache laß lieber sein, das sind solche Leute nicht wert, daß Du Dir die Finger schnutzig machst.

    Liebe Grüße
    Maggy

  4. #4
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    Standard AW: Suche nach Hilfe

    Ich möchte echt nicht in Therapie gehen. Meine Lage ist auch so schon schlimm genug, da muss ich mich nicht noch zusätzlich zu einer noch erbärmlicheren Witzfigur machen. Ausserdem glaube ich nicht in meine Nähe Hilfe bekommen zu können. Niemand hat mich ernst genommen und alle die verpflichtet waren mir zu helfen haben es schlimmer gemacht.

  5. #5
    Titania ist offline besonders erfahrenes Mitglied des Mobbingforums
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    Standard AW: Suche nach Hilfe

    Zitat Zitat von joseph.l Beitrag anzeigen
    Ich möchte echt nicht in Therapie gehen. Meine Lage ist auch so schon schlimm genug, da muss ich mich nicht noch zusätzlich zu einer noch erbärmlicheren Witzfigur machen. Ausserdem glaube ich nicht in meine Nähe Hilfe bekommen zu können. Niemand hat mich ernst genommen und alle die verpflichtet waren mir zu helfen haben es schlimmer gemacht.
    Wenn du keine professionelle Hilfe annehmen willst, ist doch die Lösung ganz einfach:
    Du lässt deine Angst Angst sein, gehst ganz normal zur Uni und ignorierst diesen Typen.
    Dein Gedankengemisch stellst du einfach ab und auch dein Verlierer-Gefühl.

    Klingt doch eigentlich ganz einfach, oder? Wo ist also dein Problem? Fremde Hilfe brauchst du da eigentlich wirklich nicht.

  6. #6
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    Standard AW: Suche nach Hilfe

    Meine Lage ist auch so schon schlimm genug, da muss ich mich nicht noch zusätzlich zu einer noch erbärmlicheren Witzfigur machen.
    Wieso glaubst Du, daß das passieren würde? Ein guter Therapeut hat normalerweise viel Empathie.
    Ich habe Therapie als sehr hilfreich erlebt, deswegen hab ich den Vorschlag gemacht. - (Falls Du doch noch Infos dazu haben willst, kannst Du Dich gern an mich wenden).

    Liebe Grüße
    Maggy

  7. #7
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    Standard AW: Suche nach Hilfe

    Das mit der Verweigerung würde ich mir nochmal überlegen. Ich habe recherchiert und Dir per PM Kontakte geschickt. Kannst ja mal ein "Unverbindliches Gespräch" führen. Das geht auch wie in diesem Forum anonym. Oft ist es ja die Diskrepanz zwischen wollen und können die uns in Schwierigkeiten bringt. Du hast Post.

    Grüßlinge!

  8. #8
    Titania ist offline besonders erfahrenes Mitglied des Mobbingforums
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    Standard AW: Suche nach Hilfe

    Mal ohne Sarkasmus weiter.

    und lebe noch immer bei meinen Eltern
    Das ist nichts Negatives. Du bist ERST 25, studierst noch und da ist es etwas völlig Normales, wenn du noch bei deinen Eltern wohnst. Es ist ja auch eine Geldfrage.
    auch noch jemand der mich früher gequält hat in meine Nachbarschaft
    Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass er sich mit ganz großer Sicherheit nicht mehr an früher erinnert und auch kein Interesse hat, dich zu mobben.

    Sieh mal, ihr wart damals Kinder. Heute seid ihr beide erwachsen. Ich bin mir sicher, dass er seine Aktionen von früher heute als kindisch ansehen oder sogar darüber lachen würde. Damals zählte die "kindliche Grausamkeit", Gruppendynamik und Anerkennung. Das alles zählt für ihn als Erwachsener nicht mehr.

    Hier gab es mal einen Thread, in dem eine junge Frau mit ihrem Mobber sogar gesprochen hat und plötzlich feststellte, dass das alles kalter Kaffee ist. Vielleicht solltest du ihn mal ansprechen. Vielleicht würdet ihr sogar feststellen, dass ihr euch ganz gut versteht.

    Ich empfehle dir auch, da du keine Therapie machen willst, dich mal mehr mit dem Thema Angst zu beschäftigen. Google mal dazu, es gibt mittlerweile sehr gute Informationen dazu im Netz. Ratschläge dazu möchte ich dir hier nicht geben, da es bei mir zwar auch Zeiten gab, in denen so etwas ein ganz großes Thema bei mir war, aber ich keine Lust hab, dass diese Informationen hier verrissen werden. Du kriegst so etwas auch tatsächlich ohne Therapie hin, aber es braucht Zeit und wirkliches Interesse.

  9. #9
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    Standard AW: Suche nach Hilfe

    Oft ist es ja die Diskrepanz zwischen wollen und können die uns in Schwierigkeiten bringt.
    Ich denke auch, daß das nicht so leicht ist, wenn ein Problem schon so viel Raum einnimmt.

    Liebe Grüße

  10. #10
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    Standard AW: Suche nach Hilfe

    Das was mir hier über Jahre hinweg wiederfahren ist geht weit über "kindliche Grausamkeit" hinaus. Ich war in einer Volkschule die von einem katholisch streng gläubigen Direktor verwaltet wurde. Unter diesen Umständen war auch ein katholischer Pfarrer der Religionlehrer an dieser Schule. Die beiden müssen krank gewesen sein, denn die haben es wirklich genossen Kinder leiden zu sehen. Der Pfarrer hat geprügelt und gehetzt. Der Direktor hat die Schüler dazu angestiftet mich zu quälen und nach jeder Prügeleinlage in sein Büro vorgeladen. Fast Wöchentlich musste ich mir dort seine Triaden anhören...
    "Du hast keine Freunde", "Du wirst verpügelt weil aus dir nichts wird", "Warum bist du überhaupt hier", "Deine Eltern wären ohne dich viel besser dran", "Geh Straßen putzen" Immer und immer wieder. Und immer hat her das getan um mich schluchzen und heulen zu sehen. Fast jede einzelne Woche über einen Zeitraum von 4 Jahren. Und ich weiß das er es genossen hat, obwohl mir immer alle sagen dass das nicht so war. Ich kann mich noch genau an sein Grinsen erinnern und wie seine Augen aufläuchten, jedesmal wenn ich in Tränen zusammengebrochen bin. Er wollte das sehen und das war der einzige grund warum er mich immer wieder vorgeladen hat. Und dann hat er mich gezwungen auf Knien zu betteln das er nicht meine Eltern anruft und ihnen sagt das ich "schlimm" war. Und meistens hat er diese dann trotzdem angerufen, worauf ich dann zu Hause auch wieder die prügel bekam. Und dann musste ich wieder in die Schule und wenn es meinen Mitschülern langweilig wurde mich zu quälen stiftete er sie wieder dazu an. "Der komische bringt wieder nichts zusammen", "Jemand muss dem Deppen mal beibringen sich zu benehmen". Und die ganzen anderen haben mitgespielt und zwar über Jahre hinweg. Da waren keine Grenzen und kein garnichts. Die haben mich gezwungen Fliegen, Käfer, Papier und anderes zu essen. Mich fast täglich verprügelt, meine Sachen ruiniert und alles mögliche über Jahre hinweg. Und dann im Gymnasium haben die als anstifter agiert und die neuen Schüler dazu angestiftet mich zu quälen. Den inhalt des Klassenmistkübels fressen, die Tafel abschlecken und anderes. Und ich verstehen nicht warum mir auch damals niemand geholfen hat. Mit 14 habe ich mich beschwert, jedoch hatte diese nur zu Folge das einer der Lehrer in die Klasse kam und den Schülern erzählte das ich jeden Tag zu Hause häule, woraufhin ich mehr gequält wurde.
    Diesen "die waren nur Kinder" Quatsch glaube ich dir nicht! Die Kindheit ist prägend wie nichts anderes für den Charakter. Wir lernen in der Kindheit durch Erfahrung was wir lieben und was wir hassen. Willst du mir allen Ernstes sagen das jemand der seine Kindheit verbringt andere Menschen aus Spaß zu quälen aufwächst und als Erwachsener kein sadistischer Haufen Scheiße wird?! Nie und nimmer! Erklär mir bitte wie eine Person die es als Kind witzig findet jemanden zu zwingen sich Bleistifte in den Arsch zu schieben afwächst und normal sein soll!? Mit 23 habe ich noch über soziale Netwerke abwertende und belästigende Nachrichten erhalten. "Irgendwann endest du als Penner auf der Straße, wie wir es schon vor jahren gesagt haben". Und die par mal denen ich diesen wiederlichen Gestalten persönlich übern Weg gelaufen bin waren deren Bemerkungen dies selben die sie auch mit 9 oder 10 jahren gemacht habe.
    Und ich bin nun hier gefangen. Ich bin auf keinen Sozialen Netzwerken, gehen nicht mehr aus, habe keine Freunde und trau mich nicht mal mehr aus dem scheiß Haus. Ich weiß genau das die mich auch jetzt noch als ein Stück Dreck sehen und so behandeln. Wenn ich dann auch noch täglich zu einer Terapie watscheln muss mach ich mich ja nur zu einer noch größeren Witzfigur und Zielscheibe. Welchen Sinn soll das denn bitte haben.
    Zusätzlich wiedert mich hier alles an. Jahre lang wurde ich hier gequält, von Kindern und Erwachsen. Ich kann mich noch genau an einen tag erinnern als mich der Vater eines dieser Quälgeister vor der Kirche an den Ohren zog und Ohrfeigte "Ah der Nichtsnutz, gut das du dem zeigst wo es lang geht". Es ist fast so als wäre dieses wiederliche Verhalten hie akzeptiert. Als wäre es die Norm das jede Generation einen Trottel hat der gequält und drangsaliert werden muss. Und ich will mich unter keinen Umständen noch mehr zum Trottel machen. Ich will das alles hier eigentlich nicht mehr, doch habe ich keinen Weg diesem Mist irgendwie zu entkommen. Ich weiß nur das ich mich nie gewehrt habe.

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