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Thema: neuere Urteile zu Mobbing

  1. #1
    Anna62 ist offline besonders erfahrenes Mitglied des Mobbingforums
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    Idee neuere Urteile zu Mobbing

    Mobbing/Gerichtsurteile - Hat jetzt nicht unmittelbar mit der "Einleitung zum Thema Mobbing" zu tun.

    Sind Ihnen Gerichtsurteile jüngeren Datums in Sachen Mobbing bekannt?

    Im WWW habe ich nur Asbach-Uralt-Urteile gefunden. Ich habe mich aber ausschließlich auf Arbeitsgerichtsurteile (Mobbing am Arbeitsplatz) konzentriert.

    Es wäre vielleicht wissenswert, wohin die Rechtssprechung so tendiert, ob die Kläger Erfolg hatten oder nicht und auch was die Beweismittelanerkennung (z.B. Mobbingtagebuch) angeht.

    Schönes Wochenende
    Anna

  2. #2
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    Standard AW: Einleitung zum Thema Mobbing - Mobbing allgemein

    @ Maggy

    da hast Du leider Recht. Grundsätzlich ist jeder Arbeitgeber verpflichtet, bei Mobbing einzugreifen, aber da beißt sich die Katze in den Schwanz. Mobbing ist in der Tat schwer zu beweisen, und die Rechtssprechung in Deutschland bei Mobbingopfern ist ziemlich kompliziert und stellt hohe Ansprüche an das Opfer in Bezug auf Beweise und Zeugen. Oftmals ist das Opfer garnicht in der Lage, einen Rechtsstreit noch durchzustehen, da die Nerven blank liegen und der Anspruch auf Entschädigung, der durchaus gegeben ist und auch teilweise gewährt wird, das Opfer nciht unbeding aufrichtet.
    Wer allerdings das hier schon oft angesprochene Mobbingtagebuch führt, hat bei Gericht reelle Chancen. Allerdings muß es sich dann um fortgesetzte und gehäufte "Angiffe" gegen das Opfer handeln. 5-6 pro Jahr werden da nicht als Mobbing angesehen. Datum, Uhrzeit, evtl. anwesende Personen sind wichtige Punkte eines Mobbingtagebuches.
    Der Trend in der Rechtssprechung geht dahin, dass eine außergerichtliche Einigung erzielt wird, wobei diese Einigung zunehmend positiv für das Mobbingopfer ausgeht. Vielleicht liegt es daran, dass keine zeitnahen Urteile zu finden sind.
    Als " erste Hilfe" ist diese Forum hier sicher ein Anlaufstelle, wie Maggy ja sinngemäß schreibt.Auch Mobbingopfer und Personen die hier einfach helfen möchten - wie Thorsten anführt- bringen den Opfern schon eine gewisse Erleichterung und Unterstützung

  3. #3
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    Standard AW: Einleitung zum Thema Mobbing - Mobbing allgemein

    @ Krautjunker

    Wer allerdings das hier schon oft angesprochene Mobbingtagebuch führt, hat bei Gericht reelle Chancen. Allerdings muß es sich dann um fortgesetzte und gehäufte "Angiffe" gegen das Opfer handeln. 5-6 pro Jahr werden da nicht als Mobbing angesehen. Datum, Uhrzeit, evtl. anwesende Personen sind wichtige Punkte eines Mobbingtagebuches.
    Der Trend in der Rechtssprechung geht dahin, dass eine außergerichtliche Einigung erzielt wird, wobei diese Einigung zunehmend positiv für das Mobbingopfer ausgeht. Vielleicht liegt es daran, dass keine zeitnahen Urteile zu finden sind.
    Das sehe ich auch so, bei Mobbing am Arbeitsplatz hat man inzwischen bessere Chancen auf eine Entschädigung. Bei anderen Mobbingsituationen, wie Mobbing in der Nachbarschaft verteilt sich das Problem auf viele Einzelpunkte, wie Beleidigung, Verleumdung, Ruhestörung, Sachbeschädigung etc. daß man kaum mit Erfolg gegen den Mobber vorgehen kann.

    Lieben Gruß
    Maggy

  4. #4
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    Standard AW: Einleitung zum Thema Mobbing - Mobbing allgemein

    Gegen Mobbing vorzugehen und zu gewinnen, ist und bleibt leider weiterhin eine reine Glückssache. Es ist zwar schön zu wissen, dass immer mehr Fälle zu Gunsten des Opfers entschieden werden. Trotzdem hat das Opfer immer noch die Hauptarbeit dabei zu leisten, muß Beweise erbringen etc etc... Dennoch zieht man als Mobbingopfer am Ende oftmals den Kürzeren. Wenn das Mobbing selbst nicht schon genügend Nerven kostet, diese ständige Beweise - Sammlerei tut noch sein Übriges. Entschädigung hin oder her. Aber am Ende hat man als Opfer doch noch die Rennerei zu Psychologen / Psychatern um irgendwie wieder in die Spur zu kommen. Oder rappelt sich allein wieder hoch. Trotzdem gibt es Einschränkungen, mit denen man noch zusätzlich fertig werden muss, wie eine verminderte oder nicht mehr vorhandene Belastbarkeit im Job oder auch privat.
    Was Maggy sagt, ihr hat es geholfen zu sehen, dass es auch andere gibt, denen ähnliches passiert, dass stimmt auch. Man ist nicht allein und das Mitgefühl von "Gleichgesinnten" tut auch gut - und hilft auch.
    Aber von unsozial zu sprechen, wenn man sich dann nicht sofort "auf die Socken macht" und anderen hilft, ist eine sehr engstirnige Sichtweise. Ich stimme auch Everything zu. Es können auch nur die helfen, die für sich selbst einen Weg gefunden haben, damit fertig zu werden. Was aber nicht heißt, dass diese Leute mitunter schon gleich wieder topfit sind.
    Geändert von Ilythia (31.07.2015 um 17:03 Uhr)

  5. #5
    Anna62 ist offline besonders erfahrenes Mitglied des Mobbingforums
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    Standard AW: Einleitung zum Thema Mobbing - Mobbing allgemein

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass vor deutschen Gerichten in Sachen Mobbing in jüngster Zeit keine Urteile ergangen sind. Auf einer Website kann aber doch nur auf belegbare Fakten Bezug genommen werden. Das sind eben Urteile mit AZ usw.

    Ich finde im WWW kein Portal, wo man sachbezogen nach Urteilen suchen kann. So was muss es aber geben. RA orientieren sich bei Klageerhebung auch an bereits ergangenen Urteilen.

    Vielleicht weiß das jemand, der im juristischen Bereich arbeitet oder kennt jemanden, der weiterhelfen könnte.

    Viele Grüße - ganz besonders an dat Karlchen - grins

    Anna

  6. #6
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    Standard AW: Einleitung zum Thema Mobbing - Mobbing allgemein

    hallo Anna,
    geh mal auf die Seite von anwalt.de. Dort findest Du unter dem Thema mobbing > Arbeitsrecht Beispielfälle und Urteile.

    LG

    Cinderella

  7. #7
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    Standard AW: neuere Urteile zu Mobbing

    Simmt, danke für den Tipp mit der Seite. Da gibt es auch einige ganz gute Tipps: anwalt.de/rechtstipps/was-tun-bei-mobbing-durch-den-arbeitgeber-oder-kollegen_001082.html

  8. #8
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    Standard AW: neuere Urteile zu Mobbing

    Mobbing vor Gericht ist immer etwas heikel. Sicher gibt es Urteile wonach ein Mobbing-Täter abgestraft wurde aber die sind um es mal gelinde zu sagen sehr rar im Vergleich dazu wie viele Mobbing am Hals haben. Die Beweiskraft liegt alleine beim Mobbing Opfer dass heist ihr müsst stichhaltige Sachen vorbringen denn ein " Mobbing " Gesetz gibt es nicht. Sprich...woraus sich Mobbing bestätigt anhand von z.B. Straftaten des/der Mobber bis hin zur Seelischen Grausamkeit. Anwalt de ist sicherlich eine gute Seite aber man sollte sie mit " Vorsicht " in diesem Thema benutzen. Fragt ihr nach Hilfe bei Mobbing und bekommt eine Antwort so prüft genau nach ob dieser auch visiert in Sachen Mobbing ist. Besucht dessen Homepage und schaut worin seine Spezialisierungen liegen. Ich machte auch diesen Fehler vom " Zu labern lassen"! Ich nahm einen Anwalt. Er warf mit schon anzuhörenden Gesetzen um sich und war insgesamt gut anzuhören. Ich lies ihn dann agieren und """ BUM """ ein Schuss ging mehr oder weniger nach hinten. Mobber stritten alles ab, Mobbing Initiator litt plötzlich an " Amnesie" und es wurde auf der berühmten schiene weiter gefahren nach dem Motto: Er bildet sich das alles ein / bezieht alles auf sich selber." Fazit: Ein Schuss in den Ofen! Ich brach natürlich alles ab da ich schon wusste wo das hin führen würde. Sogar eine Anzeige die ich gegen jemand gestartet habe habe ich abgebrochen obwohl diese erfolgreich gewesen wäre.
    Wie gesagt....einen Anwalt über diese Seite suchen ist ok aber achtet lieber darauf das dieser auch " weis was er tut ". Es gibt viele Anwälte im Netz die sich mit Mobbing wirklich auskennen. Sie wissen meist was man tun kann und was wichtig ist...klären auch über eventuelle Folgen auf was passieren kann wenn etwas nicht funktionieren sollte. Jetzt habe ich einen Anwalt der in Sachen Mobbing visiert ist und begleitet mich schon sehr lange in meiner Sache. Selbst die momentane " Situation " schätze er schon 2017 richtig ein und was sich daraus wahrscheinlich ergeben könnte oder Betroffene agieren könnten. Es gibt sie doch noch...die Anwälte die wirklich helfen, Tipps geben und sich kümmern. Darum nehmt nicht den erst besten der sich " Richtig " anhört zu eurem Anwalt. Informiert euch zuerst ob dieser Referenzen hat und wo tatsächlich sein Tätigkeitsfeld liegt. Achtet auch darauf ob der Anwalt euch eventuell fragt ob ihr " In Behandlung eines Arztes " seid. Keine Angst er will nur feststellen ob er z.B. jemanden vor sich hat der schon länger Probleme hat oder ob ihr durch das Mobbing krank wurdet u.s.w. denn auch das ist mit unter beeinflussend in der Weiterbearbeitung und in der Entscheidung oder Empfehlung seines weiterem Handelns. Denn letzt endlich kann ein Mobber eine " Art wie ihr eben seid" ausnutzen die vorher noch ok und nicht bemängelt wurde und auf der nun plötzlich herum geritten wird, um euch zu schikanieren u.s.w. Und so kann er auch die Situation euch betreffend besser einschätzen. Mobbing gestaltet sich auf vielerlei Gegebenheiten, Gründen, Vorgeschichten und Handeln und wenn ein RA nur mit den Wörtern " Da können wir etwas tun" oder " Mobbing " oder " Fürsorgepflicht" um sich wirft so ist es schon bedenklich finde ich warum er nicht versucht die eigentliche Situation zu erfassen.
    Insgesamt sollte man schon nach einem RA Ausschau halten der auch weis was er tut denn es gibt etliche RA die einem nur mal so neben bei mit nehmen weil das auch Geld bringt.

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