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Thema: Familiediskriminierung!!!

  1. #1
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    Ausrufezeichen Familiediskriminierung!!!

    Hallo zusammen,
    ich und meine Frau wollten 2013 nachdem wir 12 Jahre in Deutschland lebten, die deutsche Staatsangehörigkeit beantragen. Das haben wir auch gemacht wobei wir leider an einem unglaublich ausläderfeindlichen Beamten zugestoßen sind. Bei der Antragstellung hat er bemerkt, dass unser neugeborener Sohn (19.06.2013) schon die deutsche Staatsangehörigkeit automatisch bekommen hat. Das hat ihm nicht gefallen! Er hat gemeint, dass ein Fehler passiert ist und wir den Ausweis von unser Sohn wieder abgeben müssen. -
    So hat es angefangen!
    Danach dürfen wir alle gemeinsam ein Antrag stellen. Wir haben sofort ein Anwalt gesucht und beauftragt. Der Anwalt hat das sofort überprüft und meinte, dass unser Sohn ein deutschen Ausweiß zusteht und dass der Ausweiß rechtmäßig erteilt worden ist.
    Danach hatten wir wieder ein persönliches Gespräch mit dem Beamten und zum Schlüss hieß es: "Wenn wir den Ausweiß nicht abgeben, bekommen wir nur Kopfschmerzen" er meinte auch "Den Ausweiß werdet ihr früher oder später abgeben, wenn ich das sage"
    Nachdem er diesen Fall ans Gericht geschickt hat, kam die Gerichtsentscheidung auch sehr schnell - "rechtmäßig erworben"
    Der Beamte hat aber weiter nach Mängel bzw. nach etwas gesucht, womit er uns Schwierigkeiten bereiten kann. Das hat er jetzt auch gefunden..
    Bei der Antrag gibt es die Frage, ob man schon Straftaten in Deutschland begangen hat. Darauf haben wir mit "ENTFÄLLT" geantwortet.
    2009 habe ich meine Frau auf ein Parkplatz ohne Führerschein fahren lassen. Wir wurden von vorbeifahrende Polizisten angesprochen. Personalien wurden aufgeschrieben und nach 1 Monat kam schon die Strafe - 15 Tagessetze x 30€ für mich und 15 Tagessetze x 20€ für meine Frau. Damals hat jemand mir erzählt, dass auf Privatgelände wir überhaupt nicht bestraft werden dürfen. Wir haben aber zu wenig Erfahrung und Geld gehabt um ein Anwalt auszusuchen und haben die Strafrechnung einfach bezahlt. "ENTFÄLLT" haben wir bei der Antrag auf Einbürgerung, weil wir keine Dokumente mehr von diesen Fall hatten und glaubten der Fall wäre schon verjährt. Sofort nachdem der Beamte das bemerkt hat, hat er meinen Anwalt geraten den Antrag auf Einbürgerung zurückzunehmen. - Das habe ich sofort gemacht.
    Er hat nach wie vor auch bei mein Anwalt angedeutet, dass es sich nur um den Pass unseres Kindes dreht und wir den einfach abgeben müssen um uns weitere "Kopfschmerzen" zu ersparen. Wir sagten, nein!
    Er hat jetzt komischer Weise nur mich angezeigt.
    Jetzt wird mir ein "Erschleichen einer Einbürgerung gem. §42 StAG" vorgeworfen. Das Gericht hat eine Strafe von 80 Tagessetze x 50€ festgesetzt. Ich habe 14 Tage Zeit auf Einspruch.
    WIR BRAUCHEN HILFE ? KÖNNEN SIE UNS HELFEN?
    Bitte an stefano-v@gmx.de schreiben.

    mfg Stefanov

  2. #2
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    Standard AW: Familiediskriminierung!!!

    Hallo Stefanov,

    ich fürchte, da kann euch wirklich nur ein Anwalt helfen. Ich drücke euch die Daumen, dass ihr einen guten findet.

    Grüße

    Crissi

  3. #3
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    Standard AW: Familiediskriminierung!!!

    Hallo Stefanov,

    so ganz verstehe ich Deine Geschichte nicht. Mal abgesehen von dem Beamten, der anscheinend äußerst pingelig ist, sieht es doch so aus, dass es in Bezug auf das " Erschleichen einer Einbürgerung" ein Gerichtsverfahren gegeben hat ? Mit welcher Begründung wurdest Du denn verurteilt und was sagt Dein Anwalt dazu?Hat dieser Anwalt Dir auch geraten, den Antrag auf Einbürgerung zurück zu nehmen wegen des " Schwarzfahrens" auf dem Parkplatz? Komischer Anwalt.An Deiner Stelle würde ich einen anderen Anwalt suchen, der spezialisiert auf Ausländerrecht ist.Lass Dich bei dem neuen Anwalt zunächst mal beraten.
    Dein jetziger Anwalt sollte Antrag auf Verlängerung der Einspruchsfrist stellen, so bleibt Dir mehr Zeit für die Suche nach einem anderen Anwalt.
    Ich wünsche Dir viel Glück !!!!!

    LG Krautjunker

  4. #4
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    Standard AW: Familiediskriminierung!!!

    Hallo Stefanov,

    da ist ja einiges zusammengekommen.
    Wegen dem Beamten hättest Du eine Dienstaufsichtsbeschwerde machen können. Davon ab, man kann auch Zeugen zu Behördenterminen mitnehmen, wenn man nicht Muttersprachler ist, dann ist ein Dolmetscher ein Zeuge, um den sich das Amt nicht rumwinden kann.

    ABER - Ich schließe mich voll und ganz Crissi und Krautjunker an, Du brauchst einen Anwalt, der sich mit dem gebiet auskennt und alles wasserdicht formuliert.
    Was ich jetzt nicht genau sagen kann, ob zur Wahrung der Frist ein einfaches Schreiben genügt und ein weiteres mit detaillierter Argumentation nachgereicht werden kann. Das müßtest Du, falls Du in der Urlaubszeit so schnell niemanden findest über eine Anwaltshotline herausfinden.

    Ein paar Punkte, die mir mit meinem juristischen Kenntnissen einfallen:

    Bei der Antrag gibt es die Frage, ob man schon Straftaten in Deutschland begangen hat. Darauf haben wir mit "ENTFÄLLT" geantwortet.
    2009 habe ich meine Frau auf ein Parkplatz ohne Führerschein fahren lassen. Wir wurden von vorbeifahrende Polizisten angesprochen. Personalien wurden aufgeschrieben und nach 1 Monat kam schon die Strafe - 15 Tagessetze x 30€ für mich und 15 Tagessetze x 20€ für meine Frau. Damals hat jemand mir erzählt, dass auf Privatgelände wir überhaupt nicht bestraft werden dürfen. Wir haben aber zu wenig Erfahrung und Geld gehabt um ein Anwalt auszusuchen und haben die Strafrechnung einfach bezahlt. "ENTFÄLLT" haben wir bei der Antrag auf Einbürgerung, weil wir keine Dokumente mehr von diesen Fall hatten und glaubten der Fall wäre schon verjährt.
    Das Privatgrundstück darf nicht öffentlich für den Verkehr zugänglich sein. Also geeignet für Fahrübungen wäre ein großer privater, abgesperrter Hof, der Eigentümer muß außerdem das üben erlaubt haben.
    SUPERMARKTPARKPLÄTZE sind zwar Privatgrund, kannst Dich aber drauf verlassen, daß da irgendwo ein Schild hängt, daß die Straßenverkehrsordnung auch dort gilt.
    Leider echt dumm, die Sache!
    Normalerweise ist man ja erst ab einem Strafmaß von 90 Tagessätzen vorbestraft, aber ich vermute, daß bei Einbürgerungsanträgen auch andere Einträge aus dem Bundeszentralregister eine Rolle spielen...

    Menno, wieso habt ihr denn nicht erst mal recherchiert, bevor ihr die Formulare ausgefüllt habt? Des hätte nichts gekostet außer Zeit und wenigstens die größten Fettnäpfe hättet ihr auslassen können.

    "ENTFÄLLT" haben wir bei der Antrag auf Einbürgerung, weil wir keine Dokumente mehr von diesen Fall hatten und glaubten der Fall wäre schon verjährt.
    Das war blauäugig. Aus dem BZG werden Einträge frühestens nach 5 Jahren gelöscht (manchmal wird das auch gern "vergessen"), ob Du Unterlagen hast oder nicht, ist dabei doch egal. Die Behörde hat Unterlagen. - Sorry, ich will Dich jetzt nicht noch blöd anreden, aber bei so einer wichtigen Sache sucht man doch besser Hilfe beim Ausfüllen der Anträge.

    Ich drück Dir die Daumen, daß Du einen Anwalt findest, der das hinbekommt, am besten Du wendest Dich an eine einschlägige Organisation für Migranten.

    Liebe Grüße
    Maggy
    Geändert von Maggy2014 (14.08.2015 um 12:59 Uhr)

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