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Thema: Der ganz normale Wahnsinn

  1. #1
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    Standard Der ganz normale Wahnsinn

    Wir sind vor knapp 2 Jahren in die OG-Wohnung eines Zweifamilienhauses gezogen. Beide Wohnungen in diesem Haus sind vermietet. Der Grund für diesen Umzug war durchaus nachvollziehbarer Eigenbedarf unserer früheren Vermieter, mit denen wir ziemlich lange ebenfalls in einem Zweifamilienhaus gewohnt haben. Beide Häuser sind etwa gleich alt und gut gepflegt, aber nie umfassend modernisiert worden. Nach kurzer Zeit mussten wir feststellen, dass das Haus, in dem wir jetzt wohnen, extrem hellhörig ist, trotz separater Eingänge (kein gemeinsames Treppenhaus). Es entspricht aber ziemlich sicher den zur Bauzeit gültigen Schallschutz-Mindeststandards.

    In unserer alten Wohnung haben wir von unseren Nachbarn/Vermietern kaum etwas gehört, obwohl sie Kinder haben und 2 Hunde. Unsere neuen Nachbarn haben auch Kinder, und die hört man hier natürlich ziemlich oft. Dass kann manchmal nerven, aber es ist nicht das eigentliche Problem. Das ist nämlich das Verhalten ihrer Eltern, insbesondere im Sommerhalbjahr. Wenn das Wetter halbwegs brauchbar ist, dann sitzen die nahezu jeden Tag (auch bei Regen) vom späten Nachmittag bis zum späten Abend auf ihrer Terrasse unter unserem Balkon und telefonieren stundenlang oder palavern, gern auch mit 2 bis 3 Besucherinnen und/oder Besuchern. Dabei sind sie durchgängig zu hören, und mindestens die Hälfte dessen, was sie von sich geben, ist auch zu verstehen. Insbesondere wenn Gäste dabei sind, wird es mit der Zeit immer lauter, und es gibt alle paar Minuten gemeinsames Gelächter, das dann die Zimmerlautstärke in unserer Wohnung deutlich übertrifft (bei geschlossenen Fenstern versteht sich). Man kommt also z.B. nach 17 Uhr von der Arbeit, öffnet die Wohnungstür, geht ins Wohnzimmer, und die Nachbarn sind (akustisch) schon drin. Und da bleiben sie auch. Man kann ohne sie nicht essen. Man kann ohne sie keine Nachrichten schauen oder hören. Man kann sich ohne sie nicht unterhalten. Sie sind immer dabei. Geht man selbst mal für ein paar Minuten auf den Balkon, ändert sich an der Gesprächslautstärke nichts. Und natürlich ist meistens auch um 22 Uhr noch nicht Schluss. Dabei ist es ihnen dann häufig auch völlig egal, was ihre Kinder um diese Zeit noch veranstalten. Zudem kommen sie ganz offensichtlich mit ihrem Platz nicht aus und nutzen sämtlich Gemeinschaftsflächen eher so, als seien es in erster Linie ihre und wir dort nur geduldet.

    Wir haben dreimal erfolglos versucht, das Problem direkt mit den Nachbarn zu klären, und das zunächst nie in einer direkten Problemsituation (also z.B. genervt um 23 Uhr). Danach haben wir uns (nach mehr als einem Jahr) damit an den Vermieter gewandt. Seitdem versuchen unsere Nachbarn alles, um uns wieder aus diesem Haus zu vertreiben. Dabei nutzen sie 2 Umstände gnadenlos aus. Zum einen wohnt der Vermieter nicht im Ort, man kann ihn also kaum als Zeugen in die eigene Wohnung einladen, schon gar nicht spontan. Und nach 22 Uhr mal die Polizei zu rufen, macht auch keinen Sinn. Für die ist so etwas, wenn sie denn überhaupt kommen, lediglich eine Momentaufnahme einer Situation, die natürlich überall mal vorkommen kann. Zum anderen wissen unsere Nachbarn ganz genau, dass sie als Familie mit Kindern kaum angreifbar sind, wenn sie sich hinter ihren Kindern verschanzen. Wer ihr Verhalten kritisiert, wird als in Wirklichkeit kinderfeindlich vorgeführt. Er macht das doch nur, weil er nicht direkt gegen die Kinder vorgehen kann. Und vor diesem Hintergrund fahren unsere Nachbarn seit der Einschaltung des Vermieters einen "jetzt erst recht"-Kurs.

    Dass wir ihr Palaver ständig hören können/müssen, ist unseren Nachbarn durchaus bewusst. Sie haben ja baugleiche Fenster in ihrer Wohnung. Wenn also jemand von ihnen mal kurzzeitig ins Haus geht, wird er die anderen draußen auch hören. Aber selbst das nutzen sie mittlerweile aus. Da werden wir dann im Gespräch, das sie führen, als Korinthenkacker bezeichnet, oder um 22 Uhr wird betont, dass man auch nachts um 1 Uhr noch laut draußen lachen würde, wenn es etwas zu lachen gäbe. Den Kindern wird erklärt, dass es böse Menschen gibt die wollen, dass man nach ihren Vorstellungen lebt. Noch nach 22 Uhr wird auch schon mal für ein paar Minuten im Haus die Bohrmaschine angeworfen oder es wird gehämmert, wohl wissend, dass wir kaum eine Chance haben, dafür einen Zeugen zu bekommen.

    Wer es nie selbst erlebt hat, kann es sich nicht vorstellen. Lärm ist nicht gleichzusetzen mit Lautstärke. Lautstärke ist nur eine Eigenschaft von Geräuschen. Besonders störend sind Geräusche, die deutlich zu vernehmen sind und einen hohen Informationsgehalt haben, wie z.B. Sprache. Sie drängen sich quasi auf. Die ständige Zwangsteilhabe am Leben der Anderen, verbunden mit den ganzen Sticheleien, setzt einem mit der Zeit nervlich extrem zu. Irgendwann steht man selbst dann unter Dauerstress, wenn es ausnahmsweise mal ruhig ist, weil es jederzeit wieder losgehen kann. Dazu kommt die Ohnmacht, eigentlich nichts dagegen tun zu können.

  2. #2
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    Standard AW: Der ganz normale Wahnsinn

    Hallo Nachbar,

    oh je! Das klingt ähnlich, wie das, was ich durchmache. Bei uns im Haus wohnt auch eine äußerst laute Familie. Tägliches Getrampel, laute Unterhaltungen, die ich leider Wort für Wort mitbekomme. Und wenn das nicht reicht, zwei "Bengel", die zu jeder Uhrzeit ihre Musik laut aufdrehen müssen. Und ständig blöde Sprüche von den beiden, in Form von "Wenn´s der da zu laut wird kann sie ja was sagen!"
    Ich weiß nicht, wie oft ich schon was gesagt habe, aber von kapieren, geschweige denn Rücksicht keine Spur. Wenn ich könnte, würde ich ausziehen, ist aber finanziell nicht drin.
    Ich denke, das letztere ist in so einem Fall die beste Lösung. Diese Art Menschen verstehen gar nicht, bzw. es ist ihnen egal, dass andere unter ihrem Lärm leiden. Inklusive, dass andere gezwungen sind, ihr Privatleben buchstäblich nach deren "Ruhephasen" ausrichten zu müssen. Da wird halt nachts um 23.00 Uhr noch gehämmert, oder Musik gehört. Stört ja sonst keinen...
    Mit Vernunft kommt man da nicht weiter. Ob es sich lohnt, einen Rechtsanwalt einzuschalten, weiß ich nicht. Ich denke, dann ändert sich nichts, außer, dass sich die Situation noch verschärft.
    Ich bin jedenfalls zur laut lärmenden Gegenwehr über gegangen. Schmeiße meine Anlage inzwischen auch zu unmöglichen Zeiten laut an. Wenn ich - dank Hellhörigkeit - mitbekomme, dass sich jemand hinlegen möchte, weil ja so ein anstrengender Tag, trample ich durch die Wohnung. Buchstäblich auf ihren Köpfen herum. Klappere mit Töpfen. Eben alles, was nervigen Lärm verursacht.
    Das ist zwar auch nichts anderes, wie ein "kindischer" Kleinkrieg, aber so langsam - wenn auch sehr seeehr langsam - zeigt es Wirkung. Jedenfalls häufen sich die "Zwischenfälle", in denen zumindest den Jungs laute Musik verboten wird.
    Vielleicht ist es wirklich so, dass man solchen Charakteren erst von "ihrer eigenen Medizin zu fressen geben muss", damit sie kapieren, dass ihnen das Haus nicht allein gehört.

    Grüße

    Crissi

  3. #3
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    Standard AW: Der ganz normale Wahnsinn

    Hallo Nachbar,

    Du hast mein volles Mitgefühl. -
    Bis zu der Stelle mit dem auswärts wohnenden Vermieter habe ich ernsthaft gegrübelt, ob Du vielleicht unser Nachmieter unserer vorletzten Wohnung bist.

    Wer es nie selbst erlebt hat, kann es sich nicht vorstellen. Lärm ist nicht gleichzusetzen mit Lautstärke. Lautstärke ist nur eine Eigenschaft von Geräuschen. Besonders störend sind Geräusche, die deutlich zu vernehmen sind und einen hohen Informationsgehalt haben, wie z.B. Sprache. Sie drängen sich quasi auf. Die ständige Zwangsteilhabe am Leben der Anderen, verbunden mit den ganzen Sticheleien, setzt einem mit der Zeit nervlich extrem zu. Irgendwann steht man selbst dann unter Dauerstress, wenn es ausnahmsweise mal ruhig ist, weil es jederzeit wieder losgehen kann. Dazu kommt die Ohnmacht, eigentlich nichts dagegen tun zu können.
    Volle Zustimmung, besser kann man es nicht ausdrücken. Kapiert leider kaum jemand, der nicht selber betroffen ist.

    Crissi hat es ja schon auf den Punkt gebracht. - Mein erster Tipp wäre ebenfalls Umzug, da ist die Chance, sich wieder zu erholen und nicht langfristig aufgenervt zu werden am größten. - Allerdings ist da auch etwas Vorsicht geboten, einige Wohnungen werden nämlich genau wegen solcher Nachbarn in regelmäßigen Abständen immer wieder frei. Ich kenne da einige Beispiele.

    Gegenlärmen bringt u.U. etwas, je nachdem ob bei den Nachbarn jemand etwas ruhebdeürftiger ist.

    Juristisch könntest Du so vorgehen, daß Du Lärmprotokoll führst, über den Mieterverein oder einen eigenen Anwalt damit den Vermieter aufforderst, für Abhilfe zu sorgen, was in wenigen Fällen klappt, dann ginge die Sache vor Gericht. Eine langwierige Prozedur, die Zeit Geld und Nerven kostet, ohne Zeugen kann die Gegenseite alles leugnen... Währenddessen wohnt man mit dieser Partei weiter unter einem Dach.

    Die geänderte Rechtssprechung zu Kinderlärm, ja, die Gerichte sind entlastet und ruhebedürftige Menschen können schauen, wie sie sich gegen Leute, die ihre Kinder gerne nicht erziehen noch wehren.
    Was man inzwischen alles an Lärm von Nachbarn dulden muß, kommt mir schon vor wie Diskriminierung ruhebdürftiger Menschen.
    Ich bin mit meinem Freund jedenfalls in den letzten Jahren 3 mal umgezogen, 2 mal wegen Lärmbelästigung, die man so gut Kindern unterschieben kann, und das letzte Mal wegen Mobbing durch Nachbarinnen.
    Jetzt haben wir endlich mal halbwegs unsere Ruhe, in einer größeren Wohnanlage. Hellhörig sind die Wohnungen hier auch, aber der Hausgemeinschaft ist Ruhe wichtig, da gibt´s gleich Saures von allen Seiten, wenn jemand neu einzieht und sich nicht anpaßt .

    Das wäre noch ein Ansatzpunkt, der aber in einem 2-Familienhaus nicht funktioniert - Wenn eine Hausgemeinschaft sich so weit einig ist, daß man zusammenhält und eine lärmende Partei den Hausfrieden stört, dann hat man Chancen, sie wieder loszuwerden.

    Wenn nicht ausgesprochen triftige Gründe gegen einen Umzug sprechen, würde ich mich an Deiner Stelle dafür entscheiden. - Wenn es euch nichts ausmacht, mit dem Vermieter in einem 2-Familienhaus zu wohnen, dann dürfte es nicht zu schwer sein, etwas passendes zu finden. Ruhige ältere Vermieter, die ruhige Mieter suchen, sind nicht so selten. -

    @ Crissi - Freut mich, daß Du den Quälgeistern a bissel beikommst. - Ist zwar traurig, daß man solche Methoden anwenden muß, aber wenn´s hilft ... Immerhin hast Du es ja freundlich versucht.

    Liebe Grüße Euch
    Maggy
    Geändert von Maggy2014 (19.08.2015 um 10:20 Uhr) Grund: Wortsalat sortiert

  4. #4
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    Standard AW: Der ganz normale Wahnsinn

    Manche sind einfach rücksichtslos und pflegelhaft. Dummdreist läßt sich auch noch hinzufügen. Es gibt zwar Leute, die von vorn herein schon lauter sind, aber dass, was Nachbar und ich da erleben müssen, ist weit übertrieben. In einer Hausgemeinschaft nimmt man (normaler Weise) aufeinander Rücksicht, egal, wie "locker" es sonst zugeht. Mir persönlich ist es ja egal, wenn jemand nachts um Uhr noch duscht, das würde ich noch nicht einmal als Lärm bezeichnen. Aber für alles andere gibt es ja auch nicht umsonst Gesetze, an die man sich auch halten sollte. Ganz zu schweigen, dass es so etwas wie Anstand gibt.

    Gegenlärmen ist zwar schön und gut. Andererseits habe ich bei weitem besseres zu tun, als meinen Feierabend damit zu verbringen laute Musik zu machen oder sogar mit Oropax fern zu sehen, weil mir sonst vom eigenen Krach die Ohren schmerzen. Ebenso an den Wochenenden. Da ist ausschlafen nur in den seltensten Fällen möglich.
    Solche Menschen sind eine Quälerei für jeden. Wer kann, sollte weg ziehen. Das schont die Nerven und wo anders kann man es sich auch schön machen.

    Grüße

    Crissi

  5. #5
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    Standard AW: Der ganz normale Wahnsinn

    auch mein Rat UMZIEHEN, so wie schon Maggy und Crissi geschrieben haben. Selbst wenn ihr eine Armee von Zeugen hättet und vor Gericht die Gewinner seid, wie soll das dann später in einem 2 Familienhaus mit dem Zusammenleben noch klappen?? Gegenlärm ist zumindest auch einen Versuch wert.
    Aber wie sagt das Sprichwort: Es kann der Beste nicht in Frieden leben wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.
    Also doch lieber nichts wie weg da.

    Ich wünsche Euch gute Nerven...vielleicht wird es ja im Winter ruhiger, wenn die nicht mehr draußen sitzen können

    LG
    Krautjunker

  6. #6
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    Standard AW: Der ganz normale Wahnsinn

    Hi,

    kann ich sehr gut nachvollziehen.
    Lärm ist ja wie ein körperlicher Angriff, und das in den eigenen 4 Wänden, der letzten Rückzugsmöglichkeit!
    Manche Leute sind einfach zu simpel gestrickt, um derartige Verletzungen auch nur annähernd zu begreifen, Diskussion und Appell an den gesunden Menschenverstand sind meist nur Zeitvergeudung.
    Ich hab auch einige schlechte Erfahrung gemacht, der erste wurde dann deshalb zwangsgeräumt (nach ca. 9 Mon.)! Glücklicherweise hatte ich immer die Hausverwaltung auf meiner Seite. Einige Hausbewohner habens auch bestätigt, andere waren zu feige. Den Lärm hörte man schließlich bis auf die Straße!
    Also, mein Rat:
    Lärmzeiten (ggf. Art des Lärms) immer schriftlich festhalten und dem Vermieter mit der Aufforderung zur Einhaltung des Mietvertrages regelmäßig zukommen lassen. Fristen setzen und Mietminderung androhen.
    Ganz wichtig auch: Zeugen. Ohne Verbündete wird’s noch schwerer.
    Und notfalls Anzeige (Ordnungsamt, Polizei ist nicht zuständig).
    Auch die Polizei mal abends/nachts zu rufen, kann langfristig durchaus sinnvoll sein.

    Alles Gute und viel Erfolg!

    moonraker

  7. #7
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    Standard AW: Der ganz normale Wahnsinn

    <style type="text/css">p { margin-bottom: 0.25cm; line-height: 120%; }</style> Hallo Crissi,

    bei den unzähligen Gedanken, die ich mir in den vergangenen 2 Jahren gemacht habe, war (legaler) Gegenlärm auch schon dabei. Vermutlich ist das sogar das einzige Mittel mit einer gewissen Chance auf Erfolg. Eigentlich sollte man raus gehen, wenn die Nachbarn draußen sind, statt die Fenster zu schließen (was ohnehin nichts bringt), man sollte draußen solange wie möglich verweilen, und man sollte dabei (zumindest bis zur Zimmerlautstärke) genau so laut reden, wie die Nachbarn. Es kann auf Dauer nicht funktionieren, wenn 2 Gruppen im Abstand von 3 bis 5 Metern in Zimmerlautstärke unabhängige Gespräche führen, ohne dass beide sich davon gestört fühlen. Was dann folgen könnte, ist allerdings unklar. Wenn man das konsequent lange genug durchhalten könnte, dann müssten die Nachbarn ja zu der Erkenntnis kommen, dass es für sie nie wieder so wird, wie es war, dass sie nie wieder ungestört Krach machen könnten. Ich habe nicht die geringste Ahnung, wie jemand dann damit umgehen würde. Um diese Art von "Gegenlärm" überhaupt machen zu können, bedarf es aber einer Mentalität, die wir nicht haben. Wir können akustisch gar nicht derart auf dem Präsentierteller leben.

  8. #8
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    Standard AW: Der ganz normale Wahnsinn

    <style type="text/css">p { margin-bottom: 0.25cm; line-height: 120%; }</style> Hallo Maggy,

    mit dem (erneuten) Umziehen ist das so eine Sache. Zunächst sträubt man sich schon gegen den Gedanken daran. Die Wohnung ist eigentlich schön. Das Wohngebiet ist völlig in Ordnung. Weglaufen, die Welt denen überlassen, die anderen das Leben schwer machen? Dann tappen die nächsten wieder in die Falle. Irgendwann realisiert man dann, dass es für einen selbst vielleicht keine andere Lösung gibt. Wir schauen schon lange auch immer wieder nach einer anderen Wohnung, aber je länger wir unsere Situation erleben (müssen) desto größer wird auch die Angst, vom Regen in die Traufe zu kommen.

  9. #9
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    Standard AW: Der ganz normale Wahnsinn

    Hallo Krautjunker,

    im Winter wird es wohl (etwas) ruhiger, obwohl die Nachbarn durchaus auch in Pullovern oder Winterjacken noch draußen sitzen und palavern, wenn sie dabei nicht auch noch klitschnass werden. Schlechtes Wetter ist für uns schon lange gutes Wetter.

    Der Weg zum Gericht ist vermutlich auch kein guter. Er ist langsam, er kostet Geld, und er ist auch nicht besonders aussichtsreich, weil für "chronischen" Nachbarschaftslärm einfach das Problembewußtsein fehlt. Im Zweifelsfall ist dann Lärm doch nur Lautstärke.

    In ein oder zwei Sätzen hatte ich erwähnt, dass unsere Nachbarn auch bezüglich der Nutzung von Gemeinschaftsflächen nicht gerade rücksichtsvoll vorgehen. Weil der Lärm das größte Problem ist, habe ich das nicht weiter ausgeführt. Auf dem Garagen- und Stellplatzgelände, das zum Haus gehört, haben sie uns z.B. sehr oft zugeparkt, weil sie ihre Garage nicht zum Parken nutzen, sondern als Lagerraum, Grillhütte, usw., ihr Auto allerdings trotzdem nicht an der Straße parken wollten. Das hat der Vermieter mittlerweile abgestellt (keine Ahnung, wie es ihm, nach mehr als einem Jahr) gelungen ist. Zu diesem Thema gibt es ein denkwürdiges Urtei:

    http://www.justiz.bayern.de/gericht/...iv/2010/02726/

    Wenn man zum Thema Lärm ein solches Urteil bekommen würde, dann müsste man selbst garantiert nicht ausziehen, wenn man sein Recht auf Rücksichtnahme durchsetzen könnte.

    LG
    der Nachbar

  10. #10
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    Standard AW: Der ganz normale Wahnsinn

    Hallo Nachbar,

    also, als ich deinen Threat gelesen habe kam mir nur ein Gedanke. Nichts wie weg da! Lieber ein Schrecken mit Ende als ...

    Mit solchen Leuten kommt man nicht klar. Die sind viel zu sehr von sich eingenommen, halten das, was sie tun generell für ihr gutes Recht. Da wird dann so eine "ruhebedürftige Schlafmütze" höchstens noch belächelt und zum Spottobjekt. Begriffe, wie Privatsphäre sind ihnen egal, ihr Lebensstil ist der einzig wahre. Wurscht, wenn andere darunter zu leiden haben.

    Und, mir hat sich auch noch eine andere Frage gestellt. Ist eure Wohnung tatsächlich so schön, wie du sagst? Wohl fühlt ihr euch da jedenfalls nicht. Ist es das tatsächlich alles wert, wegen ein paar gut aufgeteilten Räumen?
    Die gibt es anderswo auch. Und man kann sich ja auch vorab ein bisschen schlau machen beim potentiellen Vermieter, wer sonst noch in dem Haus wohnt. Wie das "Klima" dort ist. Und ganz ehrlich, was interessiert es euch, ob eure Nachmieter mit den Leuten klar kommen. Das ist doch nicht mehr eure Sache, wenn ihr denn weg seid.
    Tut euch das nicht länger an. Es sind eure Nerven...

    Gruß

    Thorsten

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