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Thema: der MDK nervt meine Mutter und mich

  1. #1
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    Beitrag der MDK nervt meine Mutter und mich

    die Prüfung und Einordnung der Pflegestufe ist völlig willkürlich. Wer nicht gleich einen Anwalt nimmt, wie die meisten Altenheime, ist schon auf der Verliererseite !

  2. #2
    Anna62 ist offline besonders erfahrenes Mitglied des Mobbingforums
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    Standard AW: der MDK nervt meine Mutter und mich

    Die Alten- und Pflegeheime beauftragen keine Anwälte bezüglich einer Überpüfung der Pflegestufe. Warum auch, ein Anwalt kann nichts ohne Fakten und Tatsachen ausrichten und nur die entscheiden. Außerdem kann nur der Pflegling einen Anwalt beauftragen, er ist Antragsteller und nicht das Heim. Eine Pflegefachkraft in einer stationären Einrichtung oder eines ambulanten Pflegedienstes bereitet sich entsprechend vor und kann einschätzen, ob ein Überprüfungsantrag Erfolg haben wird oder nicht.

    Als Familienangehörige kann man sich auch entsprechend vorbereiten. Wer die entsprechenden Pflegeminuten nachweisen kann, bekommt auch das, was dem Pflegebedürftigen zusteht.

    Leider ist es so, dass eine Person schon sehr gebrechlich und hilfsbedürftig sein muss, um Pflegegeld zugesprochen zu bekommen. Oftmals wird die Pflegesituation seitens der Familie nicht richtig eingeschätzt und die Wut ist groß, wenn ein Antrag abgelehnt wird. Wer mit der Begutachtung des MDK nicht einverstanden ist, kann Widerspruch einlegen. Ob nun zum Überprüfungstermin oder im Widerspruchsverfahren ist es oberstes Gebot, dem Gutachter alles haarklein aufzuzeigen - die Minuten sind glaubhaft nachzuweisen.

    LG
    Anna

  3. #3
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    Standard AW: der MDK nervt meine Mutter und mich

    Die Pflegeheim setzten ihre Ansprüche oft genug per Anwalt / Gerichtsentscheid durch. Der MDK hat sich da schon einige "blutige Nasen" geholt und ist jetzt geneigt die Aussagen zum Pflegeaufwand in einem Heim schneller zu akzeptieren.

  4. #4
    Anna62 ist offline besonders erfahrenes Mitglied des Mobbingforums
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    Standard AW: der MDK nervt meine Mutter und mich

    Anspruch auf Leistungen aus der Pflegekasse hat immer nur der Versicherte selbst und nicht das Heim. Beantragen und ggfs. klagen kann immer nur der Versicherte (der Bewohner) oder sein gesetzlicher Vertreter (Betreuer).

    In den meisten Heimverträgen findet man jedoch eine Klausel bezüglich der Mitwirkungspflichtung des Bewohners oder seines Betreuers, den tatsächlichen jeweiligen Pflegeaufwand feststellen zu lassen. Das Heim muss die Gründe für einen etwaigen Mehraufwand dem Bewohner/Betreuer schriftlich darlegen. Aufgrund der Mitwirkungspflicht hat der Bewohner/Betreuer dann bei der Pflegekasse einen Höherstufungsantrag zu stellen. Sofern das unterlassen wird, kann das Heim den Mehraufwand vom Bewohner fordern.

    Falls der MDK der Höherstufung jedoch nicht zustimmt, kann das Heim von dem Bewohner/Betreuer nicht verlangen, ggfs. Klage beim Sozialgericht einzureichen. Auch für das Heim ist letztendlich das Gutachten des MDK maßgebend.

    Bedenken sollte man auch, sofern der Bewohner seitens des MDK höher eingestuft wird, dass sich der Eigenanteil des Heimbewohners oder ggfs. seiner Angehörigen auch erhöht. Dann wäre eine Klage glatt ein Eigentor.

    LG
    Anna

  5. #5
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    Standard AW: der MDK nervt meine Mutter und mich

    das ganze Pflegesystem ist bewusst verwirrend angelegt, aber so langsam sehe ich klarer. Meiner Meinung nach setzen Altenheime ihre Ansprüche ganz generell schneller per Anwalt und Gericht durch als Pflegepersonen. Ob jetzt der Antragsteller selbst oder dessen Vertreter klagt, das spielt keine Rolle. Oder wenn geklagt wird, weil das Heim darauf dringt ...

    Aber, es kann auch Verwechslungen geben in den Beiträgen mit den ganzen Rumgeklage. Siehe auch diesen Bericht bei dem es um die Benotung durch den MDK geht:

    Sieben Essener Pflegeeinrichtungen haben jetzt gegen die Veröffentlichung ihrer Prüfungsberichte geklagt. Sie argumentieren, dass die Benotung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen nicht der Realität entspreche.

    Neun Monate nach Start des „Pflege-TÜVs“ wehren sich die ersten Essener Altenheime gegen die Veröffentlichung der Schulnoten, die sie von Prüfern des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) erhalten haben. Bislang sieben Essener Einrichtungen haben beim Duisburger Sozialgericht „einstweiligen Rechtsschutz“ erwirkt, um zu verhindern, dass ihre Noten öffentlich werden. Andere Einrichtungen „behalten sich eine Klage vor“, heißt es.

    Essener Pflegeheime klagen gegen Prüfungsberichte | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:

    http://www.derwesten.de/staedte/essen/essener-pflegeheime-klagen-gegen-pruefungsberichte-id345..53.html#plx2057452431



    Karlchen, früher KarlH..

  6. #6
    Anna62 ist offline besonders erfahrenes Mitglied des Mobbingforums
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    Standard AW: der MDK nervt meine Mutter und mich

    Ansprüche stellen bzw. einklagen kann immer nur die versicherte Person selbst oder sein gesetztlicher Vertreter (Personenversicherung = z.B. eine Pflege- und Krankenversicherung) oder bei Sachversicherungen (z.b. Gebäudeversicherungen, Hausratsversicherungen usw.) der Versicherungsnehmer, d.h. diejenige Person, die in der Versicherungspolice als anspruchsberechtige Person eingetragen ist. Somit hat ein Pflegeheim keine Klagemöglichkeit gegenüber der Pflegekasse. da keine Anspruchsrechte bestehen. Wäre auch fatal, wenn es anders wäre. So bunt ist die Welt nun auch noch nicht, dass Dritte in meinem Namen Ansprüche aus meinen Versicherungen geltend machen können.

    Zivilrechtlich kann das Heim gegen den Bewohner vorgehen, wenn dieser oder sein Betreuer bei einer Verschlechterung/Mehraufwand gegen die Mitwirkungspflicht verstößt und bei der Pflegekasse weder eine Höhergruppierung beantragt noch die vom Heim geforderten Mehrkosten bezahlt. In dem Falle kann seitens des Heims ein Mahnbescheid/Vollstreckungsbescheid gegen den Bewohner beantragt werden und das Heim kann Pfändungen vornehmen lassen. Das heißt aber nicht, sofern der MDK eine beantragte Höhergruppierung ablehnt, dass das Heim den Bewohner oder seinen Betreuer zu einer Klage gegen die Pflegekasse zwingen bzw. Mehrkosten vom Bewohner verlangen kann. Im Klartext heißt das: Das Pflegeheim muss das Gutachten des MDK respektieren und akzeptieren und darf dem Bewohner keine zusätzlichen Kosten in Rechnung stellen bzw. zu einer Klage nötigen. Für den Bewohner/seine Angehörigen ist eine Höherpruppierung von Nachteil, weil dann der zu zahlende Eigenanteil an den Pflegekosten auch steigt. Also sollte man sich zu nichts verleiten lassen, was man nicht zwingend tun muss. Ich führe doch keinen Prozess um mehr zahlen zu "dürfen".

    Falls Pflegeheime gegen eine Veröffentlichung der Transparentberichte, die der MDK bei der jährlichen Heimüberprüfung erstellt, klagen, ist das eine ganz andere Schiene und hat mit den Heimbewohnern nichts zu tun. Schlechte MDK-Noten sind für Pflegeheime nicht so werbewirksam. Ich finde es aber richtig und wichtig, dass "chaotische Zustände" öffentlich gemacht werden. Bei schweren Mängeln werden ja auch Heime geschlossen bzw. dürfen keine neuen Bewohner mehr aufnehmen und es finden engmaschige Überprüfungen seitens des MDK/der Heimaufsicht statt.

    Ich glaube auch, dass da leicht etwas durcheinander gebracht wird. Viele Betroffene hatte in ihrem Leben vorher weder mit Pflege bzw. mit Rechtssachen zu tun. Um ggfs. Klarheit und Transparenz zu schaffen, schreiben wir doch hier.

  7. #7
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    Standard AW: der MDK nervt meine Mutter und mich

    Hallo Anna, es gibt aber auch das Gerücht, dass der MDK das Punktesystem als eine Retourkutsche für die vielen Verfahren die von Heimen gegen den MDK angestengt wurden, eingeführt hat. Jetzt klagen die Heime auch gegen dieses umstrittene Punktesystem. Kennst Du eine Statistik aus der ersichtlich ist, wieviele Einsprüche / Klagen von privat untergebrachten Personen bzw. Heimbewohnern gemacht wurden ?

  8. #8
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    Standard AW: der MDK nervt meine Mutter und mich

    das ist eine interessante Theorie "immobilie", aber hast Du Beweise ?

  9. #9
    Anna62 ist offline besonders erfahrenes Mitglied des Mobbingforums
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    Standard AW: der MDK nervt meine Mutter und mich

    Klagen von Heimen gegen eine Begutachtung/Benotung des MDK sind mir im Einzelnen so nicht bekannt. Ursprünglich sollten diese "Noten" mal für mehr Transparenz hinsichtlich der Qualität der Pflege in dem jeweiligen Heim sorgen. Mittlerweile sehe ich diese Begutachtungen seitens des MDK eher dahingehend, dass verhindert wird, dass sich die "Chaoszustände" nicht ungehemmt ausbreiten können. Wenn zuviel abgeschöpft wird, kann eben nicht ausreichend Pflegepersonal eingestellt werden. Da liegt der Hund begraben.

    LG
    Anna

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