Medizinischer Dienst, MDK, Pflegestufe, Alzheimer, Parkinson, Demenz,

Die Überprüfung der Pflegebedürftigkeit bei Alzheimer und Parkinson durch den medizinischen Dienst erfordert von den Betroffen bzw. den Angehörigen viel Geduld. Anstatt den Angehörigen Unterstützung zu gewähren, zögert der medizinische Dienst Begutachtungen bzw. Ergebnismitteilungen hinaus.

Bei der Bewertung der Pflegbedürftigkeit wird häufig ein grosser Unterschied zwischen der reinen Pflege und der Beaufsichtigung der Pflege gemacht.

Demente Menschen können sich oft noch selbst waschen, auf die Toilette gehen, ja sogar Kochen. Aber, sie können dies nur unter Aufsicht tun!

Man hat also die Wahl, die betroffene Person in eine weitgehende körperliche Abhängigkeit zu bringen, indem eine Pflegeperson diese Arbeiten übernimmt, oder die betroffene Person macht möglichst viel selbst, aber unter der notwendigen Aufsicht.

Der MDK nimmt nun den Standpunkt ein, dass die Kosten für eine körperliche Pflege übernommen werden, dass aber die Beaufsichtigung nicht als Leistung zu werten ist, die von der Pflegekasse übernommen wird.

In der Weiterführung dieser perversen Logik, bekommt als der entmündigte und körperlich abhängig gemachte Patient Geld, der Patient der rein körperlich selbstständig agiert, geht dagegen leer aus.

Dies ist ein Misstand und eine Diskriminierung aller an Alzheimer und Parkinson erkrankten Menschen.