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Thema: Verzweifelt an der neuen Arbeitsstelle!

  1. #1
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    Standard Verzweifelt an der neuen Arbeitsstelle!

    Hallo an alle!

    ich bin bereits 51 Jahre alt, trotzdem leide ich mein Leben lang an geringem Selbstwertgefühl und bin hochsensibel, so dass das Leben mir so gut wie nie Spaß macht. Nicht desto trotz, zog ich ganz alleine zwei Kinder groß und bin selbst stolz auf sie, denn beide haben studiert und da glaube ich, nichts falsch gemacht zu haben. Nachdem meine Kinder vor zwei Jahren aus dem Haus waren, fühlte ich mich sehr leer und einsam. Am Arbeitsplatz lernte ich eine junge Frau kennen, die ein Jahr älter als meine ältere Tochter ist und mich mit ihrem Charme und Zuneigung sozusagen gerettet hat. Seitdem wurden wir unzertrennlich. Sie verriet mir so nebenbei, an einer Borderliner-Persönlichkeitsstörung zu leiden. Ich dachte mir nichts dabei bis es nach und nach zum Vorschein kam. Kontaktabbrüche ohne Grund, Schulzuweisungen, Löschen der Kontaktdaten...Ich ertrug und verzieh alles und es fing wieder von vorne an...Die Kontaktabbrüche wurden immer länger, dann kamen Beleidigungen und Beschimpfungen. Da ich labil bin, konnte ich ihr keine Grenzen setzen und auch mich nicht von ihr lösen, ich wurde von ihr abhängig!
    Ich denke, ich leide unter einer abhängigen Persönlichkeitsstörung, denn zu diesem Zeitpunkt machte ich eine Therapie, die mir leider nichts nutzte. Ich habe gelernt, dass ich mich selbst lieben muss und nie die Bestätigung von außen verlangen soll, sondern nur aus mir selbst...Genau da liegt mein Problem...Ich kann es nicht!

    Ihre Gemeinheiten wurden immer fieser...die weiße Seite wurde immer weniger und die schwarze immer öfter! Wir haben zusammen gearbeitet, dann bekam sie eine Vollzeitstelle, die sie gar nicht brauchte und wurde versetzt...Ich brauchte die Stelle so sehr, kämpfte darum, bis ich es bekam...seit ein paar Wochen habe ich sie und da fängt das Problem an...

    Vor 7 Monaten verschwand sie ohne ein Wort aus meinem Leben...löschte und ignorierte mich...ohne Grund ...meine Welt brach zusammen...ich suchte mir überall Hilfe, konnte nachts nicht schlafen, nichts essen, ich hatte nur einen Gedanken SIE! ich weiß, es ist völlig krank aber ich kann mich bis heute von diesem Trauma nicht erholen! Zwischendurch quälte sie mich noch mit Beleidigungen, ich sei nichts, niemand wolle mit mir zu tun haben, keine Freunde...usw...Alles meine wunden Stellen! Ich besuchte sie zwei Mal an der Arbeit, wollte wissen was los sei...Nur Kälte und Abweisung!

    Jetzt bekam ich die Vollzeitstelle und siehe da, wir sind in einem Team! Ich drehe durch, denn sie quält mich seelisch, macht extra Späße mit den Männern, erzählt extra laut, was sie so abends machen wird, genießt richtig, wenn ich leide und ich? Ich konzentriere mich nur auf sie...und leide...
    Ich weiß nicht mehr weiter...Ich möchte nicht die Vorgesetzten damit belasten, ich schäme mich...denn so lange habe ich um die Vollzeitstelle gekämpft, jetzt habe ich sie und dann so was!
    Ich habe Angst, das mich meine Nerven eines Tages in Stich lassen und die Situation eskaliert! Davor habe ich große Angst...

    Was soll ich tun?
    Ich sehe angeblich so gut aus, könnte eine tolle Beziehung führen, mit einem Menschen, der mich liebt und wertschätzt und ich entscheide mich immer für etwas, was mir weh tut...Was ist mit mir los? Wie kann ich sie ignorieren und Stärke zeigen? Bitte hilft mir, dafür vielen Dank im Voraus.

  2. #2
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    Standard AW: Verzweifelt an der neuen Arbeitsstelle!

    hallo Xeniaxy,
    zunächst mal meine Bewunderung für das Großziehen zweier Kinder und das ganz alleine.Gratulation auch, dass die Kinder studiert haben.Das zeigt soch, dass Du eine ansich starke Persönlickeit besitzt, die den Kindern als Vorbild und Motivation gedient hat.Kurz, Du kannst stolz auf Dich sein!!!!!
    Nun zu Deinem Problem. Deine Freundin hat Dir selber gesagt, dass sie an einer borderline Persönlichkeitsstörung leidet. Sieh ihre Kränkungen und ihr Verhalten unter diesem Gesichtspunkt und versuche,Dir alles nicht so zu Herzen zu nehmen.Sie ist in diesen Phasen nicht die Frau, die Du kennen und schätzen gelernt hast. Sicher fällt es schwer zu verstehen, dass ihr Verhalten eben krankheitsbedingt ist. Wie kommst Du denn mit Deinen übrigen Kollegen aus?

    Ich würde Dir raten Dich einem Verein anzuschließen, in dem Du Menschen triffst, die Deine Interessen oder auch Hobby teilen. Dass es ungut ist sich von einem Menschen abhängig zu machen weißt Du selber. Aus dieser Abhängigkeit kommst Du aber nur, wenn keine "Auswahl" von anderen Leuten zur Verfügung steht, mit denen Du Freundschaften schliessen und Anerkennung finden kannst.
    Einen weiteren Thetapieversuch würde ich auch nicht ausschließen, auch wenn der erste Versuch Dir nichts gebracht hat. Den richtigen Therapeuthe zu finden ist eine Glücksache, und man sollte nicht nach der ersten schlechten Erfahrung aufgebenDeine Abhängigkeit grenzt schon an Hörigkeit, und da hilft eigentlich nur professionelle Hilfe Vielleicht kann Dir dein Hausarzt jemanden empfehlen.Nebenbei, ein langer Spaziergang ( nicht im Schneckentempo) beruhigt die Nerven auch und klärt die Gedanken.
    Und wenn Du dann wieder einen richtigen Durchhänger hast dann sprich Dich hier aus. Das ändert zwar die Situation nicht, aber es erleichtert.

    Halte uns auf dem Laufenden, ja?!

    LG

    Krautjunker

  3. #3
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    Standard AW: Verzweifelt an der neuen Arbeitsstelle!

    Hallo Krautjunker,

    vielen Dank für deine Antwort. Ja, ich weiß, dass ich eine weitere Therapie brauche. Wenn es nicht so schwer wäre, einen Termin zu bekommen. Die Wartezeiten sind bis sechs Monate. Da sie mit allen zurecht kommt, sich gut verstellen kann und keiner weiß und verstehen kann, dass sie anderes sein kann, tut ganz besonders weh...Borderliner quälen bekanntlich nur die Person, die ihnen nahe steht...Deshalb fühle ich mich ständig schuldig, obwohl ich alles für sie getan habe. Ich gebe mir die Schuld, schlecht zu sein und zerbreche daran. Es ist so schwer zu glauben, dass es wirklich die Krankheit ist, ob es ein wirklich fieser menschlicher Charakter dahinter steckt.
    Ich werde mich bemühen, einen anderen Therapeuten zu finden, einen Hausarzttermin habe ich schon. Nur wie kann ich diese zwei Stunden morgens mit ihr durchstehen?

    LG
    Xenia

  4. #4
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    Pfeil AW: Verzweifelt an der neuen Arbeitsstelle!

    Also sorry, aber für mich ist das eine durchgeknallte Sadistin. Ich würde den Kontakt vollständig abbrechen, denn das wird immer nur eine Quälerei für Dich. Ich will Dich nicht von einer Therapie abhalten, aber du musst schon mal sowas wie Diziplin entwickeln. Ausserdem, die Dame ist so alt wie Deine Tochter, auch nicht gerade eine gute Voraussetzung für eine Partnerschaft.
    Ich würde das Thema auch nicht gerade als typisches Mobbing am Arbeitsplatz sehen, sondern eher als Partnerproblem.
    Geändert von Boston legal (01.03.2016 um 20:42 Uhr)

  5. #5
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    Standard AW: Verzweifelt an der neuen Arbeitsstelle!

    Danke Boston, ja daran habe ich schon gedacht...auch dass es woanders besser gepasst hätte...

  6. #6
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    Daumen hoch AW: Verzweifelt an der neuen Arbeitsstelle!

    Xeniaxy, Du hast die richtige Einstellung gefunden: verschiedene Meinungen zulassen, Informationen sammeln und dann möglichst objektiv das Optimum finden ! Ggf. auch professionelle Hilfe annehmen.

    Der Beitrag ist jetzt richtig eingeordnet, der Admin braucht immer ein bis zwei Tage...
    Trotzdem ein für das Mobbingforum

  7. #7
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    Standard AW: Verzweifelt an der neuen Arbeitsstelle!

    hallo....um ein Erstgespräch in der psychosomatischen Abteilung zu bekommen, muss man 3 Monate warten...und dann sicher weiter...egal, es bleibt mir nichts anderes übrig...Ich war beim Personalleiter mit der Bitte, mich in eine andere Abteilung zu versetzen...ohne etwas zu erzählen...Jetzt quälen mich Gewissensbisse, dass ich denen so viele Probleme mache...aber meine seelische Gesundheit ist mir wichiger...Ich möchte mit dieser Person so wenig wie möglich Kontakt, denn das halte ich seelisch nicht aus! Andererseits bin ich mit mir so unzufrieden, dass ich nicht schaffe, sie zu ignorieren...schließlich bin ich dort um zu arbeiten...

  8. #8
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    Standard AW: Verzweifelt an der neuen Arbeitsstelle!

    Guten Morgen....
    letzte Woche ist die Situation wirklich eskaliert...Mir geht es so schlecht, leide unter Depressionen, jeden Morgen heule ich beim Spind...Ihr bester Freund, ein 30-jähriger zeigt mir ganz deutlich, dass er mich nicht mag...Er spielt den Chef...das mache ich falsch...das soll ich machen...kommandiert mich rum...Lästert über jeden und auch über mich...ganz offensichtlich...Jetzt hat er mich als alte Schachtel beleidigt, was angeblich Spaß sein sollte...Ich bin jetzt krank geschrieben...fertig mit der WElt...denn ich denke, sie hetzt ihn gegen mich auf...im Hintergrund.
    Ich gehe da nicht mehr hin...Es ist ein ganz schreckliches Team, unfreundlich und mit Sprüchen ganz unter der Gürtellinie. Ich bin sehr lange in Psychotherapie gegen Depressionen und mein Therapeut will mich sofort in eine psychosomatischer Klinik schicken. Ich möchte auch versetzt werden. Einen Schwerbehindertenausweis werde ich auch beantragen...An wen soll ich mich morgen wenden? Wie soll ich vorgehen? Heute etliche Bewerbungen verschickt...aber mit 51ein neuer Job? Jetzt habe ich Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren... Der Kollege ist sofort zum Teamleiter gelaufen, um mich anzuschwärzen weil ich ihm eine paar Sachen im Nachhinein geschrieben habe. Mein Tochter haben die auch beleidigt, als angeblich hässlich! Ich habe noch nie so was erlebt, an keiner Arbeitsstelle...Ist das schon Mobbing? Sie ignoriert mich auch total...das macht mich so fertig. Mein Therapeut meinte, ich dürfte eigentlich nie in ihr Team rein! Bitte um eure Hilfe.

  9. #9
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    Standard AW: Verzweifelt an der neuen Arbeitsstelle!

    Hallo Xenia,

    falls du morgen wieder zur Arbeit musst, lass es einfach. Schicke deinem Teamleiter eine Email, dass es dir noch nicht besser geht und du nochmals zum Arzt musst. Dann sparst du dir schon, mit denen reden zu müssen.
    Ewig davon laufen, geht zwar auch nicht, aber ich denke, jeder vernünftige Arzt schreibt dich auch länger krank, damit du auch wieder etwas Kraft tanken kannst. Dann solltest du einmal ein Gespräch mit deinem Teamleiter unter vier Augen suchen und ihm die Situation aus deiner Sicht erklären. Wenn der nur etwas Menschenverstand hat, begreift er schon, was Sache ist.
    Die "Idee" mit dem Behindertenausweis ist auf jeden Fall nicht schlecht. Das macht dich schwerer kündbar. Kommt halt noch darauf an, wieviel Prozent du bekommst.
    Auf jeden Fall ist das eine absolut miese Art, wie du bei deiner Arbeitsstelle behandelt wirst. Versuche es wenigstens weiter mit den Bewerbungen. Vielleicht hast du ja doch Glück. Auf die Dauer ist die Arbeitsstelle, die du jetzt hast, nichts für dich.
    Du hast jedenfalls mein ganzes Mitgefühl. Ob die "Gute" unter Borderline leidet oder nicht, dass sie jetzt anfängt, die Leute gegen dich aufzuhetzen, hast du nicht verdient. Und die Leute haben sojemanden wie dich auch nicht verdient, wenn sie noch nicht einmal in der Lage sind, sich ihre eigene Meinung zu bilden und so blind jemanden hinter her rennen, der anderen nur schaden möchte.

    Ich drücke dir jedenfalls ganz fest die Daumen! Und halte uns hier mal auf dem Laufenden...

    LG

    Ilythia

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