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Thema: Unerträglicher Alltag in meiner Wohnung

  1. #1
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    Ausrufezeichen Unerträglicher Alltag in meiner Wohnung

    Hallo


    Ich hab mich hier grade angemeldet, weil ich völlig verzweifelt bin und mir keiner helfen kann oder will. Ich könnte dringend ein paar Tips gebrauchen! Ich hab mich zwar schon im Internet informiert, aber ehrlich gesagt komm ich zu keiner Lösung.


    Ich schilder erstmal das Problem.
    Ich lebe zusammen mit meiner Mutter seit zehn Jahren in einer Wohnung in einem 17-stöckigen Hochhaus. Ebenfalls seit zehn Jahren wohnt über uns eine Familie mit zwei jugendlichen Kindern. Das Haus ist nicht hellhörig und wir hatten hier immer unsere Ruhe.
    Bis vor einem Jahr...ich weiß nicht was passiert ist, aber von einem auf den andren Tag hörten wir plötzlich extrem lautes Stampfen und unglaublich lautes Knallen, als würde jemand Möbel umwerfen. Das bringt unsere Wohnung derart zum Erschüttern, dass Getränke in Gläsern schwappen und Bücher in Regalen umfallen. Das fängt morgens gegen acht Uhr an und hört nie vor 22 Uhr auf. Im Normalfall geht es bis in die Nacht. An Sonn- und Feiertagen ist es besonders schlimm. Da werden scheinbar noch Möbel durch die Wohnung gezogen. Ich weiß nicht ob sie einen neuen Boden verlegt haben, oder was sonst passiert sein könnte. Und seit einigen Wochen geht auch noch ein stetiges, unheimliches Knacken und Krachen durch die Decke und die Wände. Also kann ich auch nachts wenn die Familie ruhig ist nicht mehr schlafen.


    Ich hab versucht mit der Familie zu sprechen, wurde aber nur verspottet, beleidigt und mit dem Versprechen, dass "ab jetzt alles noch viel schlimmer wird" weg geschickt. Das Versprechen hat die Familie gehalten!


    Ich hab mit der Polizei geredet, mit dem Ordnungsamt, der Hausverwaltung und meinem Vermieter, aber jeder hat mich abblitzen lassen. Alle wollen Beweise, die ich nicht bringen kann, da ich die Erschütterungen nicht aufnehmen kann.
    Wir sind schon auf der Suche nach einer neuen Wohnung, aber das ist leider nicht so einfach. Und ich halte das hier nicht mehr aus!!! Ich kann nicht mehr schlafen, kaum mehr essen, wenn es besonders schlimm ist bekomme ich einen klopfenden Tinitus der erst nach mehreren Stunden wieder verschwindet. Ohrstöpsel sind leider auch keine Lösung, da sich damit die Erschütterungen nicht unterdrücken lassen.


    Bitte, hat irgendjemand Tips für mich? Weiß jemand wie ich es in dieser Wohnung noch aushalten kann bis ich was Neues gefunden hab? Und könnte mir ein Anwalt in dem Fall überhaupt helfen? Ich weiß einfach nicht weiter!!!
    Geändert von Poochy1987 (14.05.2016 um 09:04 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Unerträglicher Alltag in meiner Wohnung

    Hallo,

    warum habt ihr nicht länst schon einmal Freunde und Bekannte zu euch eingeladen. Die bekommen das dann sicher auch mit und ihr habt Zeugen. Dann kannst du z. B. auch nochmal einen Brief an den Vermieter oder die Hausverwaltung schreiben (Natürlich musst du dann die Zeugen nennen) Reagieren HV und Vermieter dann immer noch nicht, kannst du zum Anwalt gehen.

    LG

    Iythia

  3. #3
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    Standard AW: Unerträglicher Alltag in meiner Wohnung

    Hallo,
    habe einen Terrornachbarn. Wir haben Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um ein friedliches Miteinander zu erreichen. Es war alles sinnlos. Weder Zeugen noch Beweise haben etwas gebracht, auch keine diesbezüglichen Anzeigen. Ich will Dir aber nicht den Mut nehmen. Das muss nicht überall so sein. Das hoffe und wünsche ich für Dich. Ich lebe in einem Bundesland, dass nicht gerade berühmt ist für gute Taten. Mein Motto ist jetzt, hilf Dir selbst, es wird Dich keiner unterstützen mit einer Einschränkung, hier im Forum habe ich Zuspruch, Ratschläge und damit insoweit Hilfe erhalten, dass bis jetzt noch nichts Schlimmes passiert ist und alle noch leben. Ist wirklich so. Es wurde und wird sehr viel Aufbauarbeit geleistet. Hier im Forum bist Du auf jeden Fall gut aufgehoben. Anwaltliche Hilfe nehmen wir beratungsmäßig, damit wir trotzdem die rechtliche Seite beachten können.

    Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute und das aus ganzem Herzen. Nachfühlen kann ich Deine Situation mit jeder Faser meines Körpers.

    LG

    Chris
    Geändert von Chris25 (14.05.2016 um 09:55 Uhr)

  4. #4
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    Standard AW: Unerträglicher Alltag in meiner Wohnung

    Danke erstmal für die Antworten!
    Ich hab schon ein paar Leute in die Wohnung geholt, aber leider weiß ich nicht im Voraus wann es wirklich schlimm wird. Und wer das nur einmal hört hält es für "erträglich". An einem Sonntag quält sich dann auch keiner gerne aus dem Bett um zu mir raus zu fahren und sich das anzuhören.

    Heute hab ich einen Brief von meiner Vermieter erhalten, der von mir den Vornamen und die Telefonnummer meines Nachbarn will um reagieren zu können. Nur kann ich ihm weder das eine noch das andere besorgen, da ich während meines letzten "Gesprächs" mit diesem Nachbarn schon nach meinem Pfefferspray greifen musste, weil ich dachte die Situation eskaliert gleich. Ich hab noch das große Glück es mit einem Mann zu tun zu haben der sich ernsthaft fragt wie ich als Frau es überhaupt wagen kann ihn auch nur anzusprechen!
    Ich werde meinen Vermieter nochmal anschreiben, aber es stimmt schon...es interessiert keinen und keiner will sich die Mühe machen zu helfen, selbst der nicht der in einer guten Position ist.

    Danke für deine Antwort Chris, es tut echt gut, dass es jemanden gibt der das Problem kennt und mich nicht für bescheuert erklärt.

    LG
    Jenny

  5. #5
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    Standard AW: Unerträglicher Alltag in meiner Wohnung

    Liebe Jenny,

    uns ging es ganz genauso. Was heißt ging, geht ist richtig. Der Terror nimmt kein Ende. Ich habe aufgerüstet. Das Pfefferspray musste ich schon anwenden, werde wieder welches kaufen, stärkeres. Kannst ja mal die neueste Aktion seitens des Nachbarn anschauen. Versuche, Dich nicht allzusehr zu ärgern, ich weiß, wie flach das klingt und kaum umzusetzen ist. Ich bin durch diesen Terror wirklich krank geworden. Alle diesbezüglichen Anzeigen wurden abgeschmettert. Aber man wartet ja immer auf eine Entscheidung und hofft jedes Mal, dass sich etwas tut. Es sind wirklich massive Beleidigungen und Verunglimpfungen in der Öffentlichkeit. Vielleicht tröstet Dich das etwas. Du bist nicht allein! Dass Dein Vermieter die Telefonnummer und den Namen Deines Nachbarn will, verstehe ich nicht, hat denn der einen anderen Vermieter als Du? Ansonsten müsste er ja schon wissen, wer wo wohnt mit Namen und Erreichbarkeit. Bleib stark liebe Jenny und schreibe wieder. Vielleicht kann ich Dir bissel Mut machen. Eigeninitiative ist immer gefragt. Fällt Dir da nichts ein, um aktiv zu werden?

    LG

    Chris
    Geändert von Chris25 (14.05.2016 um 15:10 Uhr)

  6. #6
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    Standard AW: Unerträglicher Alltag in meiner Wohnung

    Wow, ich versteh wirklich nicht wie du das aushalten kannst...kannst du denn nicht umziehen? Dass du Pfefferspray benutzen musstest tut mir leid. Die Situation muss schrecklich gewesen sein. Ekelhaft, dass Menschen einen so weit bringen können und daran auch noch Freude zu haben scheinen. Wie geht das bei dir weiter? Wenn du schon alles versucht hast und bisher nichts geholfen hat....

    Gestern war ein schlimmer Tag. Ich hatte von 7:30 Uhr bis nach Mitternacht genau sechs Minuten Ruhe vor meinen Nachbarn. Da bin ich einfach spazieren gegangen. Aber ich war stinksauer, weil sie es geschafft haben mich mitten in der Nacht aus meiner eigenen Wohnung zu vertreiben!

    Leider haben wir keinen gemeinsamen Vermieter. In diesem Haus gibt es kaum mehr Mieter. Die meisten sind Eigentümer. Und ich befürchte meine Horrornachbarn sind es auch.
    Meine Zwillingsschwester ruft am Dienstag für mich beim Mieterverein an. Ich hab es zwar schon versucht, aber ich bin kein so gehässiges, großmäuliges Miststück wie meine großartige Schwester. Vielleicht erreicht sie etwas.

  7. #7
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    Standard AW: Unerträglicher Alltag in meiner Wohnung

    Hallo liebe Jenny,

    natürlich wären wir schon längst umgezogen, wenn es nur eine Mietwohnung wäre. So ist es aber ererbter Grundbesitz meines Mannes. Vor allem ist er hier geboren und das ist sein "zu Hause". Ein Verkauf ist also wirklich keine Option. Weißt Du, ich werde mich doch nicht hier rausmobben lassen. Die Zeiten sind vorbei. Nachgedacht habe ich über alles mögliche und auch entsprechende Schlüsse gezogen. Einer davon ist, dieser Kreatur keine Chance zu geben, immer weiterzumachen. Bei dem, was Dir zugemutet wird, hätte ich wohl schon krasser reagiert. Immerhin, ist es bei uns nicht ganztägig und pünktlich um 22:00 Uhr war immer in der letzten Zeit Ruhe. Ich bin gerade dabei, Unterlagen für den Rechtsanwaltstermin zusammenzustellen. Habe auch in der Vergangenheit gekramt und in meinem vorjährigen Kalender nachgelesen, was da so im Mai los war. Das war schon heftig, er hat jeden Tag bei uns beim kleinsten Geräusch an die Küchenwand gedonnert, und das auch bis nach Mitternacht. Die Polizei haben wir nicht geholt. Mittlerweile ist mir schleierhaft, warum wir das nicht getan haben. Immer wieder dachten wir, irgendwann setzt bei dem vielleicht doch der Verstand ein. Aber wo nichts ist, kann man das nicht erwarten. So könnte ich in den vorhergehenden Jahren recherchieren und würde immer wieder etwas finden. Ich will damit sagen, dass nun endgültig der Zug abgefahren ist. Eine Toleranzgrenze von meiner Seite aus ist bereits überschritten. Wir müssen jetzt mal sehen, was rechtlich möglich ist. So kann es jedenfalls nicht bleiben bzw. weitergehen.

    Ich hoffe, dass Du wenigstens erträgliche Feiertage hast. Lass Dich nicht ärgern und halte vor allem nicht so lange still wie ich. Es kann dann schnell ein Funken zum Feuer werden. Versuche einfach aus unserer Beklopptheit zu lernen. Möchte nicht, dass es Dir mal so dreckig geht wie mir. Schön, dass Du eine Schwester hast, die sich mit sorgt und kümmert. Aber um Mitternacht würde ich mich nicht aus meiner Wohnung vertreiben lassen. Es reicht schon, dass ich zu diesem Zeitpunkt nicht schlafen kann, weil mich die Umstände innerlich so aufputschen. Mir helfen ja nicht mal mehr Schlaftabletten. Aber das ist nicht das Thema, lass es einfach nicht zu, dass es Dir irgendwann mal genauso geht. Alles Gute für Dich.

    LG

    Chris
    Geändert von Chris25 (15.05.2016 um 13:30 Uhr)

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