Hallo zusammen

VORAB: ICH WERDE DIESEN TEXT IN MEHRERE FOREN POSTEN WEIL ES UM VERSCHIEDENE ARTEN VON MOBBING GEHEN SOLL

Mein Name ist David und ich beschäftige mich schon länger mit dem Thema Mobbing. Ich bin ein Ergotherapeut, der in der Psychiatrie arbeitet und verfasse momentan einen Ratgeber. In diesem Thema möchte ich zum einen eure Erfahrungen hören, zum anderen möchte ich auch eigene Erfahrungen mitteilen.

Zu meinen Beweggründen: Mobbing ist ein absolut unterschätztes Thema. Ich gehe noch weiter und sage es ist ein Thema, welches, FALLS es überhaupt angesprochen wird (in Filmen, TV Serien, Zeitschriften) durch eine teilweise absolut überzogene Darstellung ins Lächerliche gezogen wird. Oft wird man nicht ernst genommen und fühlt sich noch schlechter, wenn man das Thema bei Freunden oder Bekannten anspricht. Mobbing ist EINES der Hauptthemen in meinem Buch und ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, Mobbing sachlich, seriös und vor allem authentisch darzustellen um in der breiten Masse eine Sensibilität dafür zu schaffen. Dazu habe ich einen kurzen Fragebogen entwickelt. Ihr könnt ihn in das Antwort Fenster kopieren und dann ausgefüllt hier posten oder ihn mir per Email anonym zukommen lassen. Namen werden NICHT im Buch verwendet, dazu werde ich ausgedachte Synonyme verwenden. Gerne könnt ihr euch euer Synonym sogar selbst aussuchen und es schon in den Fragebogen schreiben

Jetzt möchte ich euch eine meiner Erfahrungen mitteilen. In dieser Erfahrung bin nicht ich das Opfer, sondern nur ein Zeuge.

Ich habe mal in einem Seniorenheim gearbeitet. Besonderheit dort war, dass die beiden Besitzerinnen (Mutter und Tochter) sich dort eine Art Apartment eingerichtet hatten. Dort war es nicht sehr luxuriös, vor allem nicht wenn man bedenkt, dass die beiden eine Villa in München besaßen, mit Dienstpersonal und allem drum und dran.

Sie verbrachten den Großteil der Woche dort, meiner Meinung nach um Bewohner und Arbeitnehmer zu schikanieren. Ich war noch recht neu, ich habe mit einer Kollegin ein "beschütztes" Frühstück im Speisesaal geleitet (Für die Bewohner, die schon sehr dement waren). Natürlich war auch die Senior Chefin im Speisesaal anwesend. Als eine Bewohnerin mit Rollator Richtung Ausgang marschierte, weil sie das Frühstück beendet hatte, stand die Chefin ruckartig auf und versperrte der sehr überraschten Bewohnerin den Weg. Schnell zeigte sie mit dem Finger auf meine schmächtige Kollegin und kreischte

"SIE DA! Kommen sie her!"

Meine Kollegin erwiderte

"Entschuldigung, meinen sie mich, Frau F.?"

"Wen denn sonst? Etwas schneller wenn ich bitten darf!"

"Ja, natürlich Frau F."

In dem Moment dachte ich, die beiden wollen mich wirklich auf gut deutsch gesagt verarschen, weil ich noch neu war. Ich kannte die Chefin noch nicht.

Die Chefin zeigte mit dem Finger auf die bereits verängstigte Bewohnerin, circa drei Centimeter von ihrer Nase entfernt.

"Die da. Hat die gesoffen?!"

Sehr verunsichert entgegnete die Kollegin: "Ähm, also...nein, sie ist keine Alkoholikerin, Frau F., sie sieht doch ga...."

"Und wieso sieht die dann so aus?! Schauen sie sich mal ihr Gesicht und die Lumpen an! Bringen sie sie SOFORT auf ihr zimmer, duschen sie und ziehen ihr was ANSTÄNDIGES an!"

"Natürlich Frau F., das würde ich gerne tun aber wir machen grade Beschützten Frühstück, bei der Anzahl an Bewohnern darf ich meinen Kollegen nicht allein lassen, er wird auch grade eingearbeitet...."

"Das ist mir vollkommen egal, gehen sie sofort!" Nun schaut sie rüber zu den dementen Bewohnern "Und sie seien sie bitte fair, laufen sie nicht weg, damit ihre Therapeutin keinen Ärger bekommt!"

Zitternd ging meine Kollegin mit der weinenden (und geistig völlig klaren) Bewohnerin aus dem Speisesaal. Ich war perplex und konnte die Situation noch nicht erfassen, ich wollte einfach nicht glauben, dass das grade wirklich passiert ist.



Fragebogen zum Thema Mobbing

Alle Angaben sind freiwillig.


Name (Gegebenfalls fiktiv): Geschlecht:


Alter: Beruf:


Zum ersten mal mit Mobbing in berührung gekommen bin ich..... (Auf der Arbeit, Schule etc...):




Diese erste Situation würde ich wie folgt beschreiben:




Seit dem ertrage ich regelmäßiges Mobbing (Ja/Nein, wie oft die Woche, wie lange schon):






Ich würde behaupten, meine Gesundheit (Physisch/Psychisch) hat sich durch das Mobbing wie folgt verändert: (Eventuell ärztliche Diagnose falls vorhanden, ansonsten Beschwerden beschreiben)






Das Mobbing schränkt mich wie folgt in meinem Alltag ein (Angst, zur Schule/Arbeit zu gehen etc):








Wegen dem Mobbing habe ich schon einmal daran gedacht, mich umzubringen:
(Evtl. häufigkeit, gab es wirklich einen Versuch?)






Im folgenden Abschnitt beschreibe ich meine SCHLIMMSTE ERFAHRUNG mitMobbing:












Was ich noch allgemein über Mobbingsagen möchte:












Meine Email Adresse: Jim.ratgeber@gmail.com