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Thema: Wegen Katzen ausziehen müssen?

  1. #21
    Registriert seit
    24.07.2016
    Beiträge
    6

    Standard AW: Wegen Katzen ausziehen müssen?

    Zitat Zitat von julena Beitrag anzeigen
    @Ilythia

    Wie soll ich das machen? Wie nur bloß?
    ich mache mir viele Gedanken drum! Aber es gibt nichts, was das Wesen von Katzen verändern kann, dass dazu führt, dass sie es lassen!
    Ich kann ja nicht zaubern und muss auf etwas zurückgreifen!
    Was also soll ich machen? Ich wende mich an dieses Forum, um Hilfe zu bekommen! Wenn es mir egal wäre, könnte ich einfach nichts machen.

    Ich bin bei weitem nicht die einzige, die ein solöches Problem hat. Es gibt zahlreiche Urteile dazu. Alle sagen mir, dass ich eigentlich gar nichts machen müsste und sich die Nachbarn artgerecht die Katzen vom Grundstück vertreiben müssten.
    Es gibt auch viele Mäuse und Vögel, die sich auf ihren Grundstück aufhalten und Kot hinterlassen. Daran kann doch auch keiner was machen, das ist natürliches Verhalten von Tieren.
    Meine hinterlassen keinen Kot oder Urin, das wurde mir bestätigt nur eben tote Vögel.
    Anstelle mich anzugreifen, wäre Hilfe besser
    Ich bin schon verzweifelt und suche nach eine Lösung!





    Landgericht Darmstadt, Urteil vom 17.03.1993

    "Die Grundstückseigentümer haben jedoch den Besuch zweier Katzen des Nachbarn dulden müssen. Dies habe sich aus dem Gesichtspunkt des nachbarschaftlichen Gemeinschaftsverhältnisses ergeben, welches für die Nachbarn die Pflicht zur gegenseitigen Rücksichtnahme begründet. Zu berücksichtigen sei ferner gewesen, dass die Grundstücke der Parteien in einer Wohngegend lagen, in der es üblich gewesen sei, dass Hauskatzen freien Auslauf haben. Diese Haltung entspreche dem Bedürfnis der Tiere nach einer eigenständigen und autonomen Lebensführung. Vor diesem Hintergrund sei es unzulässig gewesen, den Grundstückeigentümern ein uneingeschränktes Verbietungsrecht einzuräumen. Denn dies hätte zur Folge gehabt, dass die Katzen hätten abgeschafft werden müssen. Es sei hingegen mit dem Gebot der nachbarlichen Rücksichtnahme nicht vereinbar, die gesamte Katzenhaltung innerhalb eines Wohngebiets zu untersagen."

    Wer sich durch fremde Katzen in seinem Garten gestört fühlt, ist empfindlicher als der 'normale' Durchschnittsbürger. Das überspitzte Empfinden eines Gestörten kann aber nicht dazu führen, daß ein Katzenbesitzer seine Tiere nicht mehr artgerecht halten kann. Auslauf aber ist für viele Hauskatzen artgerecht.
    Amtsgericht Bonn, Az.: 11 C 463/84

    Jegliches Betreten eines Grundstücks durch die Nachbarskatzen kann nicht untersagt werden. Entsprechende Beeinträchtigungen sind durch die sich aus dem nachbarschaftlichen Gemeinschaftsverhältnis ergebende Duldungspflicht gedeckt. Amtsgericht Mainz (1. Instanz), Az.: 3 S 491/84
    Landgericht Mainz (2. Instanz), Az.: 8 C 501/84

    In einem dörflichen Wohngebiet ist das Halten von Katzen bei freiem Auslauf traditionell Bestandteil der Lebenswirklichkeit. Dabei entspricht es der Natur dieser Haustiere, daß sie sich nicht an
    Grundstücksgrenzen halten und Vögeln sowie anderen Kleintieren nachstellen. Zudem Hinweis auf Sozialbindung von Eigentum sowie das nachbarliche Gemeinschaftsverhältnis (Vergleichs-Hinweis
    auf Urteil Landgericht Augsburg NJW 85, 499 )
    Amtsgericht Überlingen (1. Instanz), Az.: 1 C 414/84 v. 21.02.‘85
    Landgericht Überlingen [?] (2. Instanz), Az.: 1 S 55/85 (Berufung abgelehnt)

    Die von Katzen für einen Garten ausgehenden Beeinträchtigungen sind für einen (normal und durchschnittlich empfindenden) Gartenbesitzer als geringfügig zu bezeichnen. Hinweis auf Duldungsverpflichtung des Klägers unter Bezugnahme auf das nachbarschaftliche Gemeinschaftsverhältnis.
    Amtsgericht Gemünden am Main, Az.: C 499/84 -

    Verunreinigungen durch Hunde spielen im Nachbarrecht eher eine untergeordnete Rolle.
    Interessanter ist hier die Lebensart von Katzen, die als freiheitsliebende und hygienebewusste Tiere ihre Fäkalien sorgsam in Nachbars Garten vergraben. Die hieraus resultierenden Probleme werden meist -
    wenn auch mit Abstrichen - zugunsten der Katze entschieden, die sich durch ihre Lebensweise der Kontrolle ihres Halters entzieht. (Ähnlich verhält es sich hier mit Tauben, wobei hier allerdings die Anzahl der gehaltenen Tauben ein wesentliches Entscheidungskriterium ist.)
    - Bei Verunreinigungen des Grundstücks durch Haustiere kann §.906 BGB greifen. Hier kann das
    Betreten des Grundstücks durch Katzen ebenso wie das Überfliegen durch Tauben wie eine
    Zuführung unwägbarer Stoffe begriffen werden.
    vgl. LG Oldenburg v. 28.5.1998, Az.: 4 0 981/97 , nWW 1999, 259

    Ich bin auch Katzenliebhaber, insofern begrüsse ich Urteile wie das vom LG Augsburg.

    Aber ...

    wir müssen nun mal mit Nachbarn leben und es gilt für beide Seiten tragfähige Kompromisse zu finden. Das ist schwer, wenn beide auf ihren Standpunkten sitzen bleiben.
    Ich habe jetzt nur den ersten Teil gelesen, aber wieviele Katzen sind es denn `?

  2. #22
    Registriert seit
    20.06.2015
    Beiträge
    17

    Standard AW: Wegen Katzen ausziehen müssen?

    Ich bin auf dem Dorf groß geworden. Dort liefen allerhand freilaufende Katzen kreuz und quer über die Höfe, durch die Scheunen und und und. Damals hat sich niemand aufgeregt. Heutzutage machen die Leute wirklich einen Lärm um nichts. Wir leben aber auf einer Welt, wo alle Lebewesen (egal ob Mensch oder Tier oder weiß der Geier noch) Krankheitskeime übertragen können. Aber sich hier wegen ein paar Katzen aufzuregen und so einen Aufstand zu machen? Nee, das kann ich nicht verstehen. Aber statt sich dann mit Leuten wegen seinen Haustieren weiterhin ewig zu fetzen, würde ich mich nach einer neuen Wohnung umschauen. Ich würde mich auch nicht von meinen Haustieren trennen, wenn ich welche hätte, nur weil es den Leuten in der näheren Umgebung nicht gefällt. Urteile hin oder her. Letztendlich muss man das sowieso für sich entscheiden, ob man sich Gerichtlich mit den Nachbarn um Katzen streiten will.

    Lebst du unter der Armutsgrenze? Ich will dir nichts böses. Möchte dir helfen eine gute Entscheidung und Lösung zu finden. Du könntest dann finanzielle Staatliche Unterstützung beantragen.

    Ich wünsche dir viel Erfolg, wenn du auf Wohnungssuche gehst.
    Geändert von RedDevil (24.07.2016 um 15:40 Uhr)

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