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Thema: Untätige Vorgesetzte unterstützen Mobbingabteilung

  1. #1

    Standard Untätige Vorgesetzte unterstützen Mobbingabteilung

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    ich habe mich nun doch entschlossen, hier zu schreiben, weil ich schichtweg nicht mehr weiter weiß und mir auch einmal alles von der Seele schreiben möchte. In meinem Freundes – Bekanntenkreis habe ich niemanden, der das Problem versteht und ich bin es leid, immer wieder abgedroschene Sprüche hören zu müssen. „Du schaffst das schon... leg dir mal ein dickeres Fell zu... rede doch mal mit den Kollegen... ja, wenn du dir das gefallen läßt, bist du selber schuld...!
    Für Rechtschreibefehler entschuldige ich mich im voraus, da ich viel zu aufgewühlt bin, um darauf noch groß zu achten.
    Was ist mir passiert:

    Ich war lange arbeitslos und habe vor knapp drei Monaten endlich eine Stelle gefunden. Überglücklich, endich wieder etwas zu tun zu haben und nach jahrelanger „tumber Existenz“ als Arbeitslose, habe ich mich so richtig darauf gefreut, auch endlich wieder „mein Hirn benutzen zu können“.
    Am ersten Tag war auch noch alles super, ich wurde in der ganzen Firma erst einmal zum Vorstellen durch die ganzen Abteilungen geschleppt und natürlich auch gefragt, wo genau ich dann sein werde. Da fielen mir schon teilweise „komische“ Reaktionen auf. Ich tat es aber ab, dachte, du kennst die Leute nicht, die dich auch noch nicht, da geheimnisse ich erst einmal nichts rein.
    Dann ging der Arbeitsaltag in meiner Abteilung los. Wir sind zu dritt. Schon nach ein paar Tagen fiel mir auf, dass ich gar nicht richtig eingelernt werde. Man „beruhigte“ mich damit, dass vieles noch für mich am Anfang zu schwer sei. Das käme dann mit der Zeit. Es kam aber überhaupt nichts. Ich durft die Handlanger – Tätigkeiten machen. Post holen, (aber nicht bearbeiten, das sei zu kompliziert,) Ablage, Lieferscheine auf fehlende Unterschriften kontrollieren. Alles andere, wie Aufträge annehmen, diese bestätigen, Rechnungen schreiben oder auch mit Kunden Termine ausmachen wurde weiterhin regelrecht abgeblockt. Telefonate hatte ich sofort weiter zu leiten an eine der beiden. Ich bekam auch mit, dass ich regelreicht verläumdet wurde, wenn man mich einmal verlangte. Da wurde glattweg behauptet, ich sei nicht im Raum.
    Natürlich fragte ich nach, was das soll und sagte der „Kollegin“ sehr deutlich, dass sie das zu unterlassen hätte. Mit null Erfolg! Man kam mir nur wieder mit dem „Ach für den Anfang wäre das alles zu schwer... „ – Spruch und damit war das Thema für die beiden Weiber wohl erledigt. Nicht so für mich. Auch hier dachte ich, setze ich mich zur Wehr, habe auch wieder sehr deutlich gemacht, dass ich für die gleichen Tätigkeiten eingestellt worden bin wie sie und ich jetzt doch eine ordentliche Einarbeitung verlange, sonst würde ich mich an den Abteilungsleiter wenden. So gehts ja nicht! Reaktion der beiden: Hämisches blödes Grinsen.

    Also ging ich zum Abteilungsleiter. Ich war auch nicht untätig und habe, seit dem Zeitpunkt, als ich merkte, hier nur der Depp vom Dienst zu sein, mir sehr genaue Notitzen gemacht, wie sich die reizenden Damen auch sonst mir gegenüber verhalten. Nicht nur, dass man mich, wie ich schon berichtete, verläumdet. Ich werde auch andauernd übergangen. Mir werden Sachverhalte nicht mitgeteilt, die aber relevant für die Arbeit wären (wozu auch! Als besserer Postbote, braucht man ja auch nichts wissen)
    Noch dazu kommt, dass ich auch in Hinsicht auf die Arbeitszeit ausgenutzt werde. Ich bin als 75% Kraft eingestellt und wir haben Gleitzeit. Anfangs hat man mir gesagt, dass es gewisse Kernzeiten gibt, in denen zumindest eine Dame immer Abends bis zu einer bestimmten Uhrzeit da sein muss. Also dachte ich (falscher Weise) man welchselt sich vielleicht ab, damit auch jeder einmal früher gehen kann. Nee, absolut nicht. Die beiden „Kolleginnen“ gehen jeden Tag früher, während ich dann bis zum Schluss da sein muss. Kommentar, als ich mich auch hier wehren wollte: Nah, dann kommen sie doch später!
    Das alles berichtete ich dem Abteilungsleiter und konnte das durch meine Notizen belegen. Ich hätte es mir sparen können. Mir wurde nur kühl mitgeteilt, dass wir das unter uns regeln sollen. Weibisches Gezicke (WÖRTLICH) interessiert ihn nicht.
    Ich war fassungslos! Fragte den Mann auch mal, wie er sich das vorstelle! Ich sei nur auf 75% eingestellt, würde aber durch diese Situation wöchendlich fast 45 – 50 Stunden arbeiten. Wenn ich früher gehen wollte, würde mir das regelrecht verboten. Und natürlich auch diese nicht erfolgende richtige Einarbeitung. Antwort: Machen sie das mit den Damen aus.
    So eine impertinente Inkompetenz! Na schön, dachte ich. Von da bekommst du keine Hilfe, du machst es jetzt allein. Also ließ ich mir von den „Damen“ nichts mehr vorschreiben, suchte mir Hilfe von einer Kollegin, die – so wie ich erfuhr – vorher in dieser Abteilung war und kam und ging auch wann und wie ich wollte. Ließ die beiden Schreckschrauben (sorry, aber das musste gerade heraus) so richtig auflaufen.
    Ergebnis nach drei Wochen: Ich wurde zum Abteilungsleiter gerufen und erst mal richtig rund gemacht.
    Auch hier hielt ich eisern durch, sagte dem Mann mit einem mühsamen Rest an Sachlichkeit, dass ich mich jetzt an den Betriebsrat wenden werde. Keine relevante Reaktion von dem Mann. Dann machen sie das halt...
    Das war dann der Punkt, wo es mir zu viel wurde. Ich packte meine Sachen und ließ mich erst einmal krank schreiben. Leidige zwei Wochen, die ich mit Panikattacken, weinen und Erbrechen verbrachte. Wobei die letzten vier Tage bei weitem die schlimmsten waren. Ich traf die eine Kollegin, die aus meiner Abteilung in eine andere gewechselt war. Der offizielle Grund, den man in der Firma „hoch hielt“ war, dass sie in meiner Abteilung unterfordert gewesen war. „Im Vertrauen“ und außerhalb dieses Saftladens teilte sie mir nun mit, dass der wahre Grund eben dieses widerliche Verhalten der beiden anderen Frauen war.
    Hilft ja alles nichts. Ich wandte mich dann also an den Betriebsrat. Trotz meiner sehr genauen Aufzeichnungen glaubte man mir nicht! Es gäbe ja keine Zeugen...Ich war so wütend, dass ich rausgerannt bin und nur noch „recht laut“ sagte „Dann kündigen sie mich doch!“
    Danach bin ich noch zwei Wochen lang zur Arbeit gegangen. Habe, dank der nicht erfolgten Hilfe einfach „mein Ding“ durchgezogen, immer damit rechnend gekündigt zu werden. In der Richtung passiert aber nichts.
    Statt dessen ist die Situation in meiner Abteilung ein paar Mal so eskalliert, dass wir uns richtig gefetzt haben.
    Das scheint da aber niemanden zu stören. Wir haben uns regelrecht angebrüllt, das Büro des Abteilungsleiters ist unserem gegenüber und wir waren deutlich zu hören. Das ist jetzt zwei Tage her. Keine Reaktion von niemandem??????????!!!!



    Ich bitte nochmal um Entschuldigung für die länge des Textes, aber ich bin so durch den Wind und völlig verzweifelt. Ich halte es dort nicht mehr aus, habe aber bisher noch keine Aussicht auf eine andere Stelle. Kündigen kann ich nicht selbst, (Sperre durchs Amt) diese lange Arbeitslosigkeit vorher war schlimm genug. Was kann ich denn nur tun?
    Habt ihr Tipps für mich, ich bin am Ende...

    Eure
    Sulaco
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  2. #2
    Registriert seit
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    2.009

    Standard AW: Untätige Vorgesetzte unterstützen Mobbingabteilung

    Hallo Sulaco,

    mensch, du arme! Das, was du da durchmachen musst, ist leider eine absolut typische Mobbingsituation. Angestellte, die machen was sie wollen und Vorgesetzte, die von Verantwortung nichts wissen wollen. Das du bisher die Kraft gehabt hast, wie du es formulierst "einfach dein Ding" durchzuziehen, alle Achtung! Viele trauen sich das nicht. Eben auch aus Angst, ihren Arbeitsplatz wieder zu verlieren. Aber das scheint bei euch ja kein Problem zu sein.

    Das du auch Angst hast vor erneuter Arbeitslosigkeit verstehe ich sehr gut, an sonsen hätte ich gesagt, sprich mit dem Arbeitsamt. Bei Mobbing gibt es Sonderregelungen, die auch eine Kündigung von deiner Seite aus möglich machen, ohne dass du eine Sperre bekommst. Mit dem AA solltest du aber trotzdem schon "vorbeugend" sprechen. Daß das noch lange gut geht in dieser Klitsche glaube ich nicht.
    Auf der anderen Seite kannst du dich auch weiterhin krankschreiben lassen. Bis zu sechs Wochen bekommst du normale Lohnfortzahlung, ab dann übernimmt die Krankenkasse. Das Krankengeld ist zwar nicht sonderlich viel, aber du kannst, wenn es vorne und hinten nicht reicht, entweder mit Hartz IV aufstocken. Funktioniert das nicht mehr, weil das Krankengeld doch zu hoch ist, geht noch Wohngeld beantragen.
    In dieser Zeit hast du wenigstens die Gelegenheit wieder zur Ruhe zu kommen und etwas Neues zu suchen.

    Gäbe es noch eine Möglichkeit, innerhalb der Firma in eine andere Abteilung zu wechseln? Die Kollegin, die du erwähntest, scheint das ja "hinbekommen" zu haben. Sprich doch einmal die Leute in der Pause an, ob es machbar wäre, bzw. ob generell in irgendeiner Abteilung "Not am Mann" ist. Vielleicht ergibt sich dann etwas. Frage doch einmal die Kollegin, die gewechselt hat, wie es bei ihr abgelaufen ist. Vielleicht ergibt sich daraus auch etwas, dass du dann im Umgang mit deinen Vorgesetzten nutzen kannst, wenn denn irgendwo etwas frei werden würde.

    Du scheinst mir eine Kämpfernatur zu sein. Mache aber nicht den Fehler, diesen "Kampf zu lange führen zu wollen". Wenn du merkst, dass es wirklich nicht mehr geht, besser aber schon rechtzeitig vorher, geh erst einmal den Weg der Krankschreibung. Deine Gesundheit geht vor und vor allem dir bringt es am allerwenigsten, wenn du dich so kaputt machen lässt, dass du danach erst einmal "zu nichts mehr nutze" bist weil deine Psyche völlig am Boden ist.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall weiterhin viel Kraft! Um es doch einmal mit einer abgedroschenen Bemerkung zu sagen: Du schaffst das! Da bin ich mir sicher.

    LG

    Ilythia

  3. #3
    Registriert seit
    11.09.2016
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    58

    Standard AW: Untätige Vorgesetzte unterstützen Mobbingabteilung

    Hallo Sulaco!
    "Ich traf die eine Kollegin, die aus meiner Abteilung in eine andere gewechselt war. Der offizielle Grund, den man in der Firma „hoch hielt“ war, dass sie in meiner Abteilung unterfordert gewesen war. „Im Vertrauen“ und außerhalb dieses Saftladens teilte sie mir nun mit, dass der wahre Grund eben dieses widerliche Verhalten der beiden anderen Frauen war."

    Passiert oft! Jemand von "außen" kommt "neu" in eine alte "Mobbingstelle".
    Das heißt Du ersetzt dort jemand, der vorher dort gemobbt wurde und jetzt weg ist.

    Austausch der Mobbingopfer!

    "Alt" (Deine Vorgängerin!) ist gegangen! "Neu" .., (Du!) bist gekommen!

    ... und Du wirst jetzt dort, wie schon - bei deiner Vorgängerin üblich! - per MOBBING , bearbeitet!
    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Besteht da irgendeine Hoffnung, das Du es da weiter oder sogar langfristig aushältst?

    Ansonsten! Nur noch an DICH denken! Sich nur noch schützen! Krankschreibungen!
    Neue Stelle suchen!...
    Den Schaden für Dich so gering, wie möglich halten!

    Sehr gut ist, das Du dich da wehrst!

    Denke nur noch an Dich! Dein Nerven, Psyche und Gesundheit!
    Zum Arzt gehen!

    Viel GLück!
    Geändert von Wischmob (25.09.2016 um 20:24 Uhr)

  4. #4

    Standard AW: Untätige Vorgesetzte unterstützen Mobbingabteilung

    Hallo Ilythia,

    und danke für deine Tipps. Den Weg mit der Krankschreibung werde ich mit Sicherheit gehen. Ich halte es dort so nicht mehr aus. Das man Krankengeld mit Ekelhartz aufstocken kann, wusste ich so überhaupt nicht, ebenso wenig das mit dem Wohngeld. Guter Tipp! Werde morgen gleich zu meinem Arzt gehen und mich danach einmal vorsorglich erkundigen, was für mich dann in Frage käme. Denn eines ist sicher! Ich werde den Zeitpunkt dort hin zurück zu müssen, so lange wie möglich hinaus zögern und in dieser Zeit das Beste hoffen, eine neue Stelle zu bekommen.
    Ob ich innerhalb dieser Firma in eine andere Abteilung wechseln kann, ist unsicher. Einige Kollegen, die diese Giftschlangen ja auch schon lange kennen, haben zwar gesagt, ich soll doch zu ihnen in die Abteilung kommen. Aber da weiß man schon im voraus, dass das leere Worte sind, letzen Endes auch nur Mitleidsfloskeln. Im Grunde genommen, entscheiden ja auch nicht sie, sondern deren Vorgesetzte. Gut, ok, zur Not, falls sich sich doch etwas ergeben sollte, mache ich das. Bevor ich wieder arbeitslos bin. Wenn das überhaupt noch geht, nachdem ich mich so lange wie irgendwie möglich krank schreiben lasse. ( Gut möglich, dass man mich dann doch kündigt, aber das Risiko gehe ich ein, bevor ich "eingehe") Mit meiner guten Kollegin werde ich mich auch nochmal in Verbindung setzen. Vielleicht kann sie mir tatsächlich weiter helfen. Aber auf die Dauer möchte ich weg aus dieser Firma. Ich habe die Nase von dort gestrichen voll!

    Lieben Gruß
    Sulaco
    Geändert von Sulaco (25.09.2016 um 22:40 Uhr)

  5. #5

    Standard AW: Untätige Vorgesetzte unterstützen Mobbingabteilung

    Ich melde mich mal zurück...

    Inzwischen bin ich krankgeschrieben, fühle mich aber auch nicht besser deswegen. Gestern war meine Klappe auch größer als mein Verstand, als ich sagte, ich werde den Weg der Krankschreibung nehmen. Statt dessen lag ich die ganze Nacht wach, habe hin und her überlegt und mir ist aufgefallen, wie kurz ich eigentlich erst in dieser Firma bin. Gut, die Frage, ob ich es mit meinem Ehrgeiz vielleicht übertrieben hätte beim Einlernen und dadurch die Mobbinsituation herausgefordert habe, habe ich gleich wieder abgetan. Dazu war der Zeitraum dann doch wieder zu lang und die ganzen restlichen Umstände... Aber dann kam meine Angst vor neuer Arbeitslosigkeit so dermaßen hoch, dass ich mich wieder erbrochen habe. Als ich dann doch zur Arbeit wollte - habe ja noch Probezeit - bekam ich wieder eine Panikattacke. Also doch zum Arzt. Schon beim bloßen Gedanken zur Firma zu fahren, saß ich im Auto und habe wirklich so etwas wie eine Bewegungsblockade bekommen. Ich konnte den Schlüssel einfach nicht ins Zündschloss bekommen. Erst als ich mich doch wieder entschloss zur Praxis zu fahren. Da gings dann plötzlich.

    Bei meinem Arzt kam dann die nächste Peinlichkeit. Ich fing mitten im Wartezimmer an zu weinen. Nicht nur einfach stilles Tränen - fließen. Nein, so richtig. Es waren noch nicht viele Patienten da. Die, die da waren, waren rührend, haben versucht, mich zu trösten. Das machte es aber für mich noch schlimmer. Die ganze Aufmerksamkeit war mir so unangenehm. Einer der Patienten holte sogar eine Helferin und man hat mich vorgelassen.
    Mein Arzt hat mir dann erst einmal etwas zur Beruhigung gegeben. Das hat aber auch nicht verhindert, dass ich ständig weinen musste. Und selbst meinem Arzt gegenüber bekam ich Angst, die ganze Geschichte zu erzählen. Ich fühlte mich so hilflos und bloßgestellt.
    Ich möchte nicht wissen, wie sehr die anderen Patienten ihren Entschluss mich vor zu lassen, bereut haben. Ich saß gefühlte 100 Jahre im Behandlungszimmer, bis man alles aus mir heraus gekitzelt hat.
    Das Ende vom Lied... Er blieb hart, was eine Krankschreibung anging, hat mir noch etwas zur Beruhigung verschrieben und mich dann mit dem Taxi nach Hause geschickt.
    Ich sitze jetzt also daheim, immer wieder geht mir dieses peinliche Bild von heute morgen durch den Kopf. Bis vor ein paar Minuten war meine Schwester bei mir. Die ist jetzt aber mit ihrem Freund weg gefahren um mein Auto zu holen. Das allein sein tut mir überhaupt nicht gut. Ich halte nichts von Psychopharmaka, schleiche aber immer wieder um die Tabletten herum und werde mich dann doch überwinden müssen, eine zu nehmen. Mit Baldrian komme ich hier nicht weiter.

    Gruß
    Sulaco

  6. #6
    Registriert seit
    23.11.2015
    Beiträge
    1.782

    Standard AW: Untätige Vorgesetzte unterstützen Mobbingabteilung

    hallo Sulaco,
    Du tust mir echt von Herzen leid. Für die Krankschreibung hätte ich auch plädiert, schon damit Du ein wenig Abstand gewinnst und Dich erholen kannst. Von Psychopharmaka halte ich nichts. Sie veränern auf Dauer auch die Persönlichkeit und wirken lediglich gegen die Symptome und nicht gegen die Ursache. Dass man Dich kündigt wegen Krankheit geht schon rechtlich gesehen nicht. Ausnahme wäre, wenn Du in einer kleinen Firma arbeitest, die bei einem langen unbesetzten Arbeitsplatz in Schwierigkeiten kommen würde ( sehr vereinfacht ausgedrückt).
    Ich würde Dir wünschen, dass Du Glück mit der Versetzung in eine andere Abteilung hast, gehe aber eher davon aus, dass Du dich um einen neuen Arbeitsplatz umtuen solltest.
    Hast Du außer Schwester und deren Freund noch andere Dir nahestehende Menschen, die sich etwas um Dich kümmern können? Alleine in einer solchen Situation zu sein ist sicher nicht gut. Man grübelt und grübelt dann. Aber wir sind ja auch noch da, und wenn Dir danach ist, schreibe Dir hier alles von der Seele. Es ändert nichts an Deiner lage aber es hilft ein wenig.
    Dir alles Gute

    Salü

    Gerdis

  7. #7

    Standard AW: Untätige Vorgesetzte unterstützen Mobbingabteilung

    Hallo Gerdis,

    vielen Dank für deine lieben Worte. Die haben mich doch ein bisschen aufgerichtet. Das ich erst einmal nicht so leicht gekündigt werden kann, finde ich beruhigend. Nur weiß ich nicht, ob das auch für die Probezeit gilt. Aber auch ehrlich gesagt, will ich es im Moment auch nicht so genau wissen.
    Was den Rest angeht, so beschäftige ich zur Zeit meine ganze Familie. Sie sind richtig lieb zu mir (auch sonst natürlich), obwohl sie die Situation nicht völlig nachvollziehen können. Mit dem Ausdruck "Mobbing" können zum Beispiel meine Eltern überhaupt nichts anfangen, aber sie merken, dass ich zur Zeit reichlich durch den Wind bin. Meine Mutter möchte morgen vorbei kommen. Wie sie so schön sagte: Dich pack ich ins Auto und dann wird sich vergnügt!

    Es tut gut, diesen Rückhalt zu haben. Obwohl ich mir auch ein bisschen wie ein kleines Kind vorkomme und mich zugegeben auch ein wenig dafür schäme. Eine erwachsene Frau, die einen hysterischen Anfall beim Arzt bekommt und danach verhätschelt wird, wie eine Mimose. Auf der anderen Seite, denke ich dann auch nicht so viel nach. Das ist im Augenblick Gift für mich.

    Auf jeden Fall möchte ich mich bei euch bedanken, dass ihr mir zuhört und für die guten Tipps. Das hilft mir auch sehr!

    Liebe Grüße
    Sulaco

  8. #8

    Standard AW: Untätige Vorgesetzte unterstützen Mobbingabteilung

    Ich glaubs ja fast nicht! Da komme ich nach Hause, hatte einen wunderbaren Tag mit meiner Mutter, schaue auf meinen AB. Drei Nachrichten... und alle aus der Giftschlangenabteilung. Welcher Nussknacker hat denen meine Nummer gegeben! Ich hatte zwar erlaubt, mich im Notfall auch zu Hause anrufen zu können, aber die Telefonnummer haben "nur" der Abteilungsleiter und der "große Boss". Ich hatte auch damals, als man das ansprach ausdrücklich gesagt, dass meine Nummer an keine weiteren Personen weiter gegeben werden dürfte. Dem hatte man auch ganz scheinheilig zugestimmt. Die Quittung für meine Naivität bekomme ich also jetzt. Bei meiner nächsten Stelle werde ich gleich sagen, dass ich nach Büroschluss weder per Handy, noch Festnetz zu erreichen bin!

    Jedenfalls habe alle Nachrichten den gleichen Tenor. Man habe gestern und heute damit verbracht meinen (angeblichen) Fehlern hinterher zu laufen, hat auch gleich welche zusammenfantasiert (das weiß ich sicher!) und müsse jetzt auch noch anrufen, weil man dies und das nicht findet...Zwischendrin noch so eine Nettigkeit wie: "Wenn sie wieder kommen, halten sie sich gefälligst an ihr Aufgabengebiet und überschreiten ihre Kompetenzen nicht mehr. Man sieht ja, was dabei raus kommt!" Und dann noch ein Klops: Ich soll sofort ins Geschäft kommen und die fehlenden Lieferscheine rausrücken!

    Diese arroganten ....! Ich bin so sauer! Was erlauben die sich eigentlich, mich auch noch zu Hause zu terrorisieren! Wenn ich wenigstens einen dieser (erfundenen) Fehler gemacht hätte. Habe ich aber nicht! Wehe, die rufen morgen wieder an!

    Oh, ich könnte...

    Gruß

    Sulaco
    Geändert von Sulaco (27.09.2016 um 18:27 Uhr)

  9. #9
    Registriert seit
    23.11.2015
    Beiträge
    1.782

    Standard AW: Untätige Vorgesetzte unterstützen Mobbingabteilung

    Hallo Sulaco,

    geh nicht ans Telefon, ween Du die Nummer Deines Betriebes darauf siehst und geh auch nicht hin.Das kann keiner von Dir verlangen. Lösche die Nachrichten auf dem AB NICHT !!!! Aber ignoriere sie. Du hast sie einfach nicht gehört, da Du "Pflege" brauchst und z.Zt. bei Deiner Mutter wohnst ( falls Dich jemand fragt, wohlgemerkt).

    Salü

    Gerdis

  10. #10

    Standard AW: Untätige Vorgesetzte unterstützen Mobbingabteilung

    Danke für deine schnelle Antwort, Gerdis. Ignorieren werde ich eventuelle Anrufe, so morgen welche kommen sollten auf jeden Fall. Es macht mich einfach wütend, dass man mich nicht in Ruhe lässt. Was wollen die denn noch von mir? Wenigstens für den Moment haben sie ihr Ziel doch erreicht und ihr Königreich ganz für sich allein. Gut, ok, ohne "Posthiwie". Aber Bewegung ist ja bekanntlich gesung.
    Das mit dem sofort in die Firma kommen ist sowieso lächerlich. Ich bin krankgeschrieben, da "darf" ich das sowieso nicht machen. Das hat versicherungstechnische Gründe. Aber trotzdem! Diese Arroganz!
    Schade, dass man nicht wie bei meinem Handy, die Nummer beim Festnetztelefon einfach sperren kann. Dann hätte ich meine Ruhe. Aber den Hinweis mit meiner Mutter - dort wohnen, weil... finde ich gut. Ich wäre vor lauter Gefühlschaos gar nicht auf so etwas gekommen. Danke Gerdis!

    Bis dann...
    Sulaco

    (Das ich die Anrufe auf dem AB nicht löschen soll, klingt schon nach Anwalt, Gericht und Schlammschlacht. Ich hoffe doch, dass es nicht so weit kommt. Den Nerv habe ich nicht auch noch)
    Geändert von Sulaco (27.09.2016 um 19:31 Uhr)

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