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Thema: Burnout, Stress, Mobbing machen krank

  1. #1
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    Beitrag Burnout, Stress, Mobbing machen krank

    Zur Diagnose und Behandlung ist die Konsultation eines Arztes nötig !

    Burnout kann zu den unterschiedlichesten Erkrankungen führen.


    Die folgenden Texte sind keine Anleitung zur Selbstbehandlung

    und informieren nur über ein Segment der vielfältigen Erkrankungen durch burnout !



    Stress und burnout
    können zu verschiedenen körperlichen Symptomen führen


    Beispiele:

    Klassische Symptome einer Unterfunktion der Nebennieren (Morbus Addison) sind:

    - allgemeines Schwächegefühl bis hin zum Burnout-Syndrom
    - rasche Ermüdbarkeit
    - Gewichtsverlust
    - Anorexie (Appetitlosigkeit)
    - Erbrechen
    - Salzhunger (Verlangen nach salzigen Nahrungsmitteln)
    - Schwindel
    - niedrigen Blutdruck mit Kollapsneigung
    - bräunliche Verfärbung der Haut, auch an Handflächen und Fußsohlen
    - starke bräunliche Verfärbung von Narben
    - bräunliche oder bläuliche Verfärbung der Lippen
    - Bauchschmerzen
    - Verstopfung oder Durchfall
    - bei Frauen eventuell Verlust der Schambehaarung
    - Verlust der Libido
    - Spontanhypoglykämien (Unterzuckerungen)

    Adrenal Fatigue

    Es gibt jedoch auch eine Nicht-Addison-Form der Nebennieren-Unterfunktion, die heutzutage bei den meisten, klassisch ausgebildeten Medizinern kaum bekannt ist, eine sog. milde oder subklinische Form.

    Es handelt sich um Nebennierenschwäche als Übersetzung des englischen Namens „Adrenal Fatigue“, auch, um diese Form von der sonst üblichen Bezeichnung „Nebenniereninsuffizienz“ zu unterscheiden.
    Im Cortisol Tagesprofil finden wir im Speichel deutlich erniedrigte Cortisiolwerte und im gefrorenen Plasma niedrige ACTH Werte.
    Die Nebennierenschwäche kommt durch eine Ermüdung/Erschöpfung der Nebennieren aufgrund ihrer länger andauernden Überlastung zustande. Jegliche Art von Stress kann zu solch einer Überlastung der Nebennieren führen: körperlicher, seelischer oder krankheitsbedingter Stress.
    Zeichen und Symptome der Nebennierenschwäche:
    - Neigung zu Gewichtszunahme mit Schwierigkeiten, wieder abzunehmen, speziell um die Taille herum
    - Erhöhte Anfälligkeit für Grippe und andere Krankheiten der Atemwege und der Tendenz, das diese länger als normal anhalten
    - Neigung zum Zittern, wenn man unter Druck gerät
    - verminderte Libido
    - Verwirrtheit nach dem Aufstehen aus einer liegenden Position
    - verminderte Merkfähigkeit
    - Energieloch am Morgen und am Nachmittag gegen 15 - 17.00 Uhr
    - Plötzliche, kurze Besserung der Beschwerden nach einer Mahlzeit
    - häufige Müdigkeit zwischen 21. und 22.00 Uhr, man hält jedoch weiter durch
    - man benötigt Kaffee oder andere anregende Mittel, um am Morgen „in die Gänge“ zu kommen
    - Sucht nach salzigen, fettreichen und eiweißreichen Lebensmitteln, wie z.B. Fleisch und Käse
    - verstärkte PMS-Symptome bei Frauen; die Periode ist zunächst stark, lässt dann am 4. Tag fast ganz nach und kehrt wieder am 5. oder 6. Tag
    - Schmerzen im oberen Rücken- oder Nackenbereich ohne erkennbare Ursachen
    - Besseres Befinden, wenn der Stress nachlässt, wie in einem Urlaub
    - Schwierigkeiten, morgens Aufzustehen
    - Verwirrtheit

    Weitere Anzeichen und Symptome sind:
    - leichte Depression
    - Lebensmittelallergien und Asthma
    - vermehrte Anstrengungen, den Anforderungen des Tages gerecht zu werden
    - Verminderte Fähigkeit, mit Stress umzugehen
    - trockene und dünne Haut
    - Hypoglykämie (Unterzuckerung)
    - niedrige Körpertemperatur
    - Nervosität
    - Herzklopfen
    - unerklärbarer Haarausfall
    - Abwechselnd Durchfall und Verstopfung
    - Verdauungsstörungen

    Wenn Sie viele dieser Anzeichen und Symptome aufweisen, ist es Zeit, an eine Nebennierenschwäche als mögliche Ursache dafür zu denken, sofern andere organische Ursachen ausgeschlossen wurden. Keines der Symptome und Anzeichen für sich allein führt zur Diagnose der Nebennierenschwäche. Wenn man sie zusammen betrachtet, ergeben diese Symptome ein bestimmtes Syndrom oder Bild - das eines Menschen unter Stress. Diese Symptome sind das Endergebnis von akutem, schwerem oder chronischem, exzessivem Stress und der Unfähigkeit des Körpers, solchen Stress herunterzufahren.
    Stress, einst ein Sammelbegriff, der von Ärzten als Erklärung für unspezifische Symptome benutzt wurde, die durch konventionelle Bluttests nicht zu erklären waren, ist für den Körper allerdings überhaupt kein Mysterium. (Quelle: Dr. Lam, USA) Wie gelangt man zu einer verlässlichen Diagnose?
    Bei Verdacht auf Morbus Addison (die voll ausgeprägte Unterfunktion) werden die Blutspiegel von Natrium, Kalium, Cortisol und ACTH bestimmt. Bei den primären Formen sind Cortisol und Natrium deutlich vermindert, Kalium ist erhöht. Hier liegt die Störung in der Nebenniere selbst, deshalb ist das ACTH erhöht. Bei den sekundären Formen ist sowohl Cortisol (im Speichel, NICHT unbedingt im Blut!) wie auch ACTH erniedrigt.Bei der normalen kassenärztlichen Blutuntersuchung wird aber routinemässig auf keinen Fall auf dieses Krankheitsbild hin untersucht.

    In den westlichen Ländern kommt chronischer Stress sehr häufig vor. Die häufigsten Gründe für Stress sind beruflicher Druck, Tod eines geliebten Menschen, Umzüge, Arbeitsplatzwechsel, Krankheit und Eheprobleme. Die Nebennierenschwäche tritt auf, wenn das Aufkommen von Stress die Kapazitäten des Körpers übersteigt, den Stress auszugleichen und sich zu erholen.

    Stressfaktoren, die zu Nebennierenschwäche führen können:
    - Ärger
    - chronische Müdigkeit
    - chronische Infektionen (Epstein Barr Virus)
    - chronische Schmerzen
    - Depression
    - exzessiver Sport
    - Angst und Schuldgefühle
    - Glutenunverträglichkeit
    - niedriger Blutzucker
    - Mal-Absorption
    - Verdauungsstörungen
    - Vergiftungen
    - schwerer oder chronischer Stress
    - Operationen
    - spätes Aufbleiben
    - Schlafentzug
    - hoher Zuckerkonsum
    - hoher Koffein-Konsum aus Kaffee und Tee

    Einer der am häufigsten übersehenen Gründe für Nebennierenschwäche ist eine chronische oder schwere Infektion, die eine Entzündungsreaktion hervorruft. Solch eine Infektion kann subklinisch, ohne erkennbare Symptome auftreten.

    Behandlung:
    Eine Therapie mit Cortison liegt nahe, bringt aber manchmal keine spürbar guten Erfolge. Warum? Weil den übergeordneten Schaltkreisen, der Hirnanhangdrüse signalisiert würde, das genügend Cortisol im Umlauf ist und somit würden noch weniger Impulse an die Nebenniere gesendet.
    Wir haben aber glücklicherweise eine ganze Reihe von Substanzen mit stimulativer Nebennieren-Wirkung (Adaptogene) zur Verfügung, um die körpereigene Cortisol Produktion anzuregen, sowie das Vitamin-B 5.

    Genauso wichtig wie die Therapie mit Heilmitteln ist aber auch eine Änderung der Lebensführung:

    Es wird empfohlen, sehr früh schlafen zu gehen nach dem Motto: der Schlaf vor Mitternacht zählt doppelt

    Der zweite wichtige Tipps ist die Beendigung der morgendlichen Duschprozedur mit einer Minute eiskaltem Abduschen. Man kennt das aus der Werbung in Zusammenhang mit der Stimulation der Abwehrkräfte und in der Tat: das eiskalte Duschen stimuliert die Nebennieren positiv zur Ausschüttung und Produktion von angenehmen Hormonen.

    Sofern kein Bluthochdruck vorliegt, kann und muss reichlich gesalzen werden, eine deftige Brühe (ohne Geschmacksverstärker Glutamat) zum Frühstück oder vormittags hilft und stärkt.
    Außerdem sollte kräftig und eiweißreich gegessen werden.

    Ausblick:

    Die vollständige Wiederherstellung und Kräftigung kann durchaus ein oder zwei Jahre benötigen, vorausgesetzt man lebt vernünftig und verbraucht seine Lebenskräfte nicht vorzeitig.

    Zusammenhang mit Schilddrüse: Thyroxin erhöht den Glukocorticoidbedarf
    Die Wirkung des Schilddrüsenhormons (z.B. am Gelenk) kann nicht losgelöst von anderen Hormonsystemen betrachtet werden. Insbesondere Cortisol interagiert auf komplexe Weise mit L-Thyroxin bzw. dessen Metabolit T3. Patienten mit einem Cortisolmangel (Nebennierenrindeninsuffizienz) weisen oft osteoartikuläre Beschwerden auf, die denen von Patienten mit Schilddrüsenfunktionsstörungen ähneln (Halimi et al., 1986). Es ist bekannt, dass sich die Symptome eines Cortisonmangels oft erst nach Implementierung einer Thyroxin-Substitution entwickeln. Daher muß bei Patienten mit einer Hypophyseninsuffizienz zuerst Cortison und dann Thyroxin substituiert werden. Thyroxin erhöht den Cortisol-Bedarf, entsprechend finden wir bei Patienten mit einer Nebennierenrindeninsuffizienz häufig die Konstellation einer subklinischen Hypothyreose, die als Adaptation des Organismus an die Bedingungen des Cortisolmangels interpretiert werden muss.
    Links:
    - www.adrenal-fatigue.de/
    - www.allergien-behandeln.de/alternative-Medizin/Adrenal-Fatigue.html

  2. #2
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    Beitrag AW: Burnout, Stress, Mobbing machen krank

    Zur Diagnose und Behandlung ist die Konsultation eines Arztes nötig !

    Burnout kann zu den unterschiedlichesten Erkrankungen führen.


    Die folgenden Texte sind keine Anleitung zur Selbstbehandlung

    und informieren nur über ein Segment der vielfältigen Erkrankungen durch burnout !

    ____________________________________________

    Zusatzinfos zu Nebennierenrinden-Insuffizienz

    Bei einer Unterfunktion (Insuffizienz) der Nebennierenrinde fehlen dem Körper wichtige Hormone, vor allem Kortisol.




    Der Kortisol-Spiegel ist im Tagesverlauf unterschiedlich hoch. Morgens ist er am höchsten, im Laufe des Tages fällt er ab. Besonders viel Kortisol braucht der Körper in Stress-Situationen.
    Ursachen der NNR-Insuffizienz

    Produziert die Nebennierenrinde (NNR) zu wenig Hormone, kann die Ursache entweder in der Nebenniere selbst liegen – dann sprechen Ärzte von einer primären NNR-Insuffizienz. Liegt die Ursache außerhalb der NNR, handelt es sich um eine sekundäre NNR-Insuffizienz.
    Primäre NNR-Insuffizienz: Vergleichsweise häufig ist eine erbliche Störung der Kortisolbildung – das sogenannte Adrenogenitale Syndrom (AGS). Eine weitere mögliche Ursache sind Autoimmunprozesse. Das Immunsystem richtet sich dabei gegen das Gewebe der NNR und zerstört es. Infolgedessen kann die NNR weniger Hormone (Kortisol, Aldosteron und DHEA) bilden. Diese Erkrankung heißt Addison-Krankheit (Morbus Addison). Die NNR kann aber auch durch Einblutungen zugrunde gehen, durch Tumorabsiedelungen oder bestimmte Infektionskrankheiten (wie Tuberkulose).
    Sekundäre NNR-Insuffizienz: Hier fehlt das Signal für die Kortisol-Ausschüttung aus den Steuerungsdrüsen im Gehirn. Das kann durch eine Fehlfunktion von Hypothalamus und Hypophyse bedingt sein. Häufige Ursache sind (meist gutartige) Tumoren. Auch eine Langzeittherapie mit hohen Dosen an Kortikosteroiden ("Kortison") unterdrückt die Ausschüttung der Steuerungshormone ACTH und CRH. Eine solche Behandlung kommt zum Beispiel bei rheumatischen Erkrankungen zum Einsatz. Stoppt der Patient die Kortison-Therapie schlagartig, kann sich der Körper nicht schnell genug umstellen. So kommt es zum Kortisol-Mangel. Man spricht dann von einer tertiären NNR-Insuffizienz. Deshalb wird der Arzt eine solche Kortsion-Therapie in der Regel nicht abrupt absetzen, sondern "ausschleichen", also nach und nach die Dosis reduzieren. Sekundäre und tertiäre NNR-Insuffizienz sind deutlich häufiger als die primären Formen.


    Welche Symptome macht die NNR-Insuffizienz?

    Fehlen dem Körper NNR-Hormone, kommt es zu Störungen im Wasser- und Salzhaushalt: Salz (Natrium) und Wasser gehen verloren, es kommt zum Flüssigkeitsmangel, der Blutdruck fällt ab. Auch der Zuckerstoffwechsel ist gestört. Der Körper kann zudem schlechter auf Belastungen reagieren. Oft sind die Beschwerden zunächst aber vieldeutig und lassen nicht gleich an eine NNR-Insuffizienz denken. Mögliche Symptome sind zum Beispiel:

    • zunehmende Schwäche, Ermüdbarkeit mit Leistungsabfall


    • Appetitlosigkeit mit Gewichtsabnahme


    • Erbrechen und Durchfälle


    • zunehmende Pigmentierung der Haut auch ohne Sonneneinstrahlung (bei primärer NNR-Unterfunktion)

    Mögliche Symptome bei Kindern und Jugendlichen:

    • Nachlassen schulischer Leistungen


    • Verzögerte Pubertätsentwicklung


    • Wachstumsverzögerung.

    Bei einer primären NNR-Insuffizienz (Morbus Addison) treten Symptome erst auf, wenn über 90 Prozent der NNR zerstört sind.


    Gefährlich: die Addison-Krise

    Bei Patienten mit einer Nebennierenunterfunktion kann eine akute Nebennieren-Krise (Addison-Krise) auftreten.
    Dazu kommt es, wenn der Körper plötzlich viel mehr Kortisol braucht als im Blut vorhanden ist. Auslöser können Stress-Situationen sein – etwa fieberhafte Infekte, Magen-Darm-Infektionen, Operationen oder anhaltende schwere psychische Belastungen. Der Körper ist nicht mehr ausreichend in der Lage, auf die körperliche Stress-Situation mit einer vermehrten Freisetzung der dringend benötigten Stresshormone zu reagieren.
    Ein solcher Kortisolmangel tritt manchmal schlagartig in Erscheinung. Mögliche Anzeichen der Addison-Krise sind:

    • Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Bauchschmerzen


    • Fieber, Verwirrtheit


    • starker Flüssigkeitsverlust mit Blutdruckabfall (schneller Puls, "Herzjagen")

    Ohne rasche Therapie droht ein Volumenmangel bis hin zum gefährlichen Kreislauf-Schock.
    Nicht selten tritt eine NNR-Insuffizienz erstmalig in Form einer solchen Addison-Krise in Erscheinung. Etwa die Hälfte der betroffenen Patienten erleidet solche Krisen im Verlauf ihrer bereits bekannten Erkrankung.
    Wie stellt der Arzt die Diagnose?

    Zur Diagnose einer NNR-Insuffizienz führt der Arzt einen sogenannten Stimulationstest durch. Er verabreicht eine hohe Konzentration des Hormons ACTH über die Vene. Dieses Hormon stimuliert die NNR. Anschließend bestimmt er die Kortisolkonzentration im Blut. Bei gesunder NNR-Funktion kommt es zu einem deutlichen Anstieg des Kortisolwertes.
    Vor allem für die Unterscheidung zwischen primärer und sekundärer NNR-Insuffizienz ist die Höhe des ACTH-Spiegels im Blut wegweisend:

    • Ist der ACTH-Wert niedrig, deutet dies auf ein Problem im Bereich von Hypothalamus oder Hypophyse im Gehirn hin. Sie produzieren zu wenig Hormon.


    • Ist der ACTH-Wert erhöht, deutet dies auf ein örtliches Problem im Bereich der Nebenniere hin. In dieser Situation versucht die "Hormonsteuerzentrale" Hirnanhangsdrüse die Nebennierenrinde vergeblich zu aktivieren, die Hormonproduktion wieder aufzunehmen. Zusätzlich bestimmt man die weiteren NNR-Hormone Aldosteron und DHEAS (Dehydroepiandrosteron-Sulfat).

    Zum Nachweis einer autoimmunbedingten primären NNR-Insuffizienz sucht der Arzt im Blut nach Antikörpern gegen das NNR-Gewebe.
    Bei sekundärer NNR-Insuffizienz mit Mangel an ACTH folgt in der Regel eine Kernspintomografie (MRT) des Gehirns, um Hypothalamus und Hypophyse zu beurteilen.
    Wie sieht die Behandlung aus?

    Eine NNR-Insuffizienz ist nicht heilbar, aber gut behandelbar. Patienten erhalten die fehlenden Hormone in Form von Medikamenten (Hormonersatztherapie, Substitutionsbehandlung).
    Welche Stoffe in welchen Mengen notwendig sind, hängt von dem genauen Krankheitsbild ab. Ist die NNR komplett zerstört, ist ein Ersatz von Glukokortikoiden (Kortisol) und Mineralokortikoiden (Aldosteron) nötig. Bei einer sekundären NNR-Insuffizienz reichen meistens geringere Kortisoldosen als bei einer primären NNR-Insuffizienz.
    Um die individuell passende Medikamenten-Dosis zu finden und eine Über- oder Unterversorgung zu vermeiden, sind regelmäßige Verlaufskontrollen bei einem Spezialisten unabdingbar.
    Als Glukokortikoid verwendet man meist Hydrokortison, das chemisch dem natürlichen Kortisol entspricht, als Mineralokortikoid Fludrokortison.
    Hydrokortison als Medikament – drohen Nebenwirkungen?

    Ziel der Therapie bei NNR-Insuffizienz ist es, ausschließlich den Mangel auszugleichen und die Hormonwerte wieder auf ein normales Niveau anzuheben.
    Anders bei einer sogenannten Pharmakotherapie mit Kortison, beispielsweise bei Asthma oder rheumatischen Erkrankungen: Hier werden andere Kortisonpräparate, oft in deutlich höheren Dosierungen eingesetzt, um bestimmte therauptische Effekte im Körper zu erzielen. Gerade bei längerer Therapiedauer müssen dann die Vorteile gegenüber möglichen Nachteilen sorgfältig abgewogen werden.
    Patienten mit NNR-Insuffzienz müssen also bei richtiger Einstellung der Therapie keine Angst vor Kortsion-typischen Nebenwirkungen haben, wie sie bei der beschriebenen höher dosierten Pharmakotherapie beobachtet werden können.
    Wichtig: Notfallset für Stress-Situationen

    Außerordentlich wichtig ist eine Erhöhung der Hydrokortisondosis in Stress-Situationen (zum Beispiel bei Operationen oder Infekten). Das ermöglicht dem Körper den Umgang mit diesem Stress und vermeidet das Auftreten von Nebennierenkrisen (siehe oben).
    Im Falle von Erbrechen und Durchfall oder einer Addison-Krise müssen die Betroffenen das Hydrokortison möglichst schnell über die Vene erhalten. Patienten mit chronischer NNR-Insuffizienz und deren Angehörige sollten lernen, sich selbst beziehungsweise dem Betroffenen Hydrokortison über den Muskelzu verabreichen. So lässt sich im Notfall die Zeit bis zur professionellen ärztlichen Behandlung überbrücken.
    Wichtig für Patienten: unbedingt einen Notfallausweis und ein Notfallset mitführen (zum Beispiel Hydrokortison-Ampullen für die Injektion oder Kortison-Zäpfchen).


    Der Kortisol-Spiegel ist im Tagesverlauf unterschiedlich hoch. Morgens ist er am höchsten, im Laufe des Tages fällt er ab. Besonders viel Kortisol braucht der Körper in Stress-Situationen.
    Ursachen der NNR-Insuffizienz

    Produziert die Nebennierenrinde (NNR) zu wenig Hormone, kann die Ursache entweder in der Nebenniere selbst liegen – dann sprechen Ärzte von einer primären NNR-Insuffizienz. Liegt die Ursache außerhalb der NNR, handelt es sich um eine sekundäre NNR-Insuffizienz.
    Primäre NNR-Insuffizienz: Vergleichsweise häufig ist eine erbliche Störung der Kortisolbildung – das sogenannte Adrenogenitale Syndrom (AGS). Eine weitere mögliche Ursache sind Autoimmunprozesse. Das Immunsystem richtet sich dabei gegen das Gewebe der NNR und zerstört es. Infolgedessen kann die NNR weniger Hormone (Kortisol, Aldosteron und DHEA) bilden. Diese Erkrankung heißt Addison-Krankheit (Morbus Addison). Die NNR kann aber auch durch Einblutungen zugrunde gehen, durch Tumorabsiedelungen oder bestimmte Infektionskrankheiten (wie Tuberkulose).
    Sekundäre NNR-Insuffizienz: Hier fehlt das Signal für die Kortisol-Ausschüttung aus den Steuerungsdrüsen im Gehirn. Das kann durch eine Fehlfunktion von Hypothalamus und Hypophyse bedingt sein. Häufige Ursache sind (meist gutartige) Tumoren. Auch eine Langzeittherapie mit hohen Dosen an Kortikosteroiden ("Kortison") unterdrückt die Ausschüttung der Steuerungshormone ACTH und CRH. Eine solche Behandlung kommt zum Beispiel bei rheumatischen Erkrankungen zum Einsatz. Stoppt der Patient die Kortison-Therapie schlagartig, kann sich der Körper nicht schnell genug umstellen. So kommt es zum Kortisol-Mangel. Man spricht dann von einer tertiären NNR-Insuffizienz. Deshalb wird der Arzt eine solche Kortsion-Therapie in der Regel nicht abrupt absetzen, sondern "ausschleichen", also nach und nach die Dosis reduzieren. Sekundäre und tertiäre NNR-Insuffizienz sind deutlich häufiger als die primären Formen.


    Quelle:
    http://www.apotheken-umschau.de/Morbus-Addison

  3. #3
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    Beitrag AW: Burnout, Stress, Mobbing machen krank

    Die beiden Beiträge informieren über verschiedene Symptome im Zusammenhang mit burnout

    Die Texte sind relativ einfach und somit auch für Laien verständlich bzw. zumindest lesbar. Die Links sind für Diejenigen interessant die das Thema vertiefen wollen, führen aber nicht auf eine meiner Webseiten, Buchwerbung oder Ähnliches. Die übernommen Texte sind entsprechend gekennkennzeichnet und verlinkt.

  4. #4
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    Pfeil AW: Burnout, Stress, Mobbing machen krank

    Also ich kann mit dieser Info sehr wohl etwas anfangen, denn gerade milde Formen von Cortisolmangel werden oft nicht wahr genommen, führen aber zu sehr massiven Beschwerden bei Operationen, Stress und burnout.

    Stephen ich finde Deine Beiträge sind völlig ok, mach weiter so. Wer unter burnout leidet wird Dir dankbar sein.

  5. #5

    Pfeil AW: Burnout, Stress, Mobbing machen krank

    Ich beschäftige mich mit den Auswirkungen des Cortisons, das ich gegen Asthma verschrieben bekomme. Da liest man wirklich alles von Wundermedizin bis Teufelszeug. Ich habe ein Kombispray, das ich bei Bedarf auch einsetze. wenn ich Deine Artikel richtig verstanden habe, dann reduziert Stress / burnout das Cortison und löst damit Asthma aus. Liege ich da richtig ?

  6. #6
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    Beitrag AW: Burnout, Stress, Mobbing machen krank

    Solange der "Beipackzettel" dabei ist , ist das ok : Zur Diagnose und Behandlung ist die Konsultation eines Arztes nötig !

    Burnout kann zu den unterschiedlichesten Erkrankungen führen.
    Die Leute die sich über das Internet informieren, sollten sich darüber klar sein, dass es auch sowas wie die

    Internetitis gibt: Menschen die sich Krankheiten über das Internet regelrecht anlesen.

    Das angelesene Laienwissen kann den Arzt ganz schön nerven und Diagnosen verschleieren. Gute Infos, gemischt mit einer Portion Skepsis sind ok, aber bitte nicht Hobbymediziner spielen.

  7. #7
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    Beitrag AW: Burnout, Stress, Mobbing machen krank

    Zitat Zitat von der Dude Beitrag anzeigen
    Hallo Stephen, bei burn out geht es schon auch um medizinische Fragen, also sind deine Beiträge völlig ok.
    Ich beschäftige mich mit den auswirkungen des Cortisons, das ich gegen Asthma verschrieben bekomme. Da liest man wirklich alles von Wundermedizin bis Teufelszeug. Ich habe ein Kombispray, das ich bei Bedarf auch einsetze. wenn ich Deine Artikel richtig verstanden habe, dann reduziert Stress / burnout das Cortison und löst damit Asthma aus. Liege ich da richtig ?
    Die Kombisprays sind eine neuere Generation von Asthmamitteln und im allgemeinen gut verträglich. Das "böse Cortison" ist dabei sehr niedig dosiert und wirkt genau da wo es wirken soll.

    Letztendlich ist Cortison ein sehr gutes Medikament, das jedoch immer in ärztlicher Rücksprache angewendet werden sollte.
    Vor Cortisonkäufen im Internet sei ausdrücklich gewarnt, denn das Medikament kann bei Überdosierung zu schweren Gesundheitsschäden führen. Es gibt im Internet Asthmamittel die das 100 fache der Cortisondosis enthalten, die bei einem Sprühstoss des Sprays eingeatmet werden. Also vorsicht, Cortisonpräparate sind nicht ohne Grund verschreibungspflichtig.

    Stressreaktion und Cortisolspiegel stehen in einem Zusammenhang, sind jedoch individuell sehr verschieden, so daß die genaue Abklärung nur durch einen Arzt erfolgen sollte. Asthmapatienten wissen im Allgemeinen wodurch die Krankheit ausgelöst oder verstärkt wird. Stress und Ärger stehe auf dieser Liste ganz oben. Burnout kann unterschiedliche Krankheiten auslösen oder verstärken: Rückenschmerzen, ebenso wie Asthma.
    Die Behandlung mit Cortison wird für eine vorübergehende Entlastung sorgen, aber letztendlich muss die Ursache der burnouts beseitigt werden.

  8. #8
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    Beitrag AW: Burnout, Stress, Mobbing machen krank

    Zitat Zitat von Boston legal Beitrag anzeigen
    Solange der "Beipackzettel" dabei ist , ist das ok : Zur Diagnose und Behandlung ist die Konsultation eines Arztes nötig !

    Burnout kann zu den unterschiedlichesten Erkrankungen führen.
    Die Leute die sich über das Internet informieren, sollten sich darüber klar sein, dass es auch sowas wie die

    Internetitis gibt: Menschen die sich Krankheiten über das Internet regelrecht anlesen.

    Das angelesene Laienwissen kann den Arzt ganz schön nerven und Diagnosen verschleieren. Gute Infos, gemischt mit einer Portion Skepsis sind ok, aber bitte nicht Hobbymediziner spielen.

    Das Problem der eingebildeten Krankheiten ist nicht neu, aber, und das ist völlig richtig beschrieben, durch leicht zugängliche Fachinformtionen kann sich der Patient ein schwer durchschaubares Krankheitsbild zurecht basteln. Die große Problematik besteht darin, daß die menschliche Einbildungskraft Symptome vorspielen kann. Bekannt ist der Effekt bei der Blutdruckmessung, die Anwesenheit des Arztes genügt um den Blutdruck in die Höhe zu treiben ...

    Wenn ein Patient im Internet eine Krankheit findet, von der er glaubt sie zu haben, dann erzeugt er quasi diese Symptome in einem gewissen Umfang selbst.

    Jetzt stellt sich die Frage, warum bei diesem Wissen von mir medizinische Infos ins Forum gegeben wurden. Meiner Meinung kann die Informationsfreiheit im Internet nicht mehr eingeschränkt oder unterdrückt werden. Wir müssen lernen mit dem frei zugänglichen medizinischen Fachwissen vernünftig umzugehen. Je früher umso besser.

  9. #9
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    Standard AW: Burnout, Stress, Mobbing machen krank

    Deine Antwort zeigt mir, dass Du das Problem der Internetitis ähnlich siehts. Ich möchte jetzt nicht Deine Cortisonbeiträge verwässern und verweise auf das von mir eröffnete Thema Internetitis.

    Zum Cortison: mein Opa hatte Arthrose und wurde mit Cortison behandelt, was seine Lebensqualität erheblich verbesserte. Er begann die Therapie im Alter von 72 und wurde trotz (oder vielleicht wegen) des bösen Cortisons über 93.
    Geändert von Boston legal (28.10.2016 um 11:24 Uhr)

  10. #10
    Anna62 ist offline besonders erfahrenes Mitglied des Mobbingforums
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    Standard AW: Stress und burnout können zu verschiedenen körperlichen Symptomen führen,

    Burnout ist mit Sicherheit eine ernst zu nehmende Erkrankung, die sehr unterschiedliche körperliche und seelische Symptome hervorrufen kann. Mobbingopfer sind m.E. einem erhöhten Risiko ausgesetzt, auch noch einen Burnout zu erleiden. Medikamente können sicher vorübergehend eine Linderung der Symptome bringen, so eine "Krücke auf Zeit". Ein Burnout ist nun mal keine Virus-, Stoffwechsel- oder organisch bedingte Erkrankung. Bei einer Burnout-Erkrankung steht m.E. der Mensch als Ganzes im Vordergrund, mit all seinen Facetten, seinen Gefühlen, seinen Stärken und Schwächen. Ich denke, bei einer Burnouterkrankung kommt man nicht umhin, die Krankheit an der Wurzel zu bekämpfen, d.h. die Krankheitsursachen, die sehr vielschichtig sein können und beim Betroffenen selbst, in seiner Vergangenheit oder in seiner Umgebung zu finden sind, müssen ergründet, aufgearbeitet und nach Möglichkeit abgestellt werden, auch um weitere Rückfälle zu vermeiden.

    Vielleicht findet sich hier ja ein Mitglied oder ein "noch" stiller Mitleser, der aus seinen eigenen Erfahrungen berichten mag, insbesondere über die Ursachen, die zum Burnout geführt haben, sowie die Therapiemaßnahmen. Persönliche Erfahrungen habe mit dieser Erkrankung Gott sei Dank nicht. Ich habe aber vor einigen Monaten eine stundentische Arbeit (Studie) über dieses Thema Korrektur gelesen (nur Tippfehler, Satzaufbau u.ä. - nicht inhaltlich), die sehr aufschlussreich war.

    Das Thema Burnouterkrankung (auch im Zusammenspiel mit Mobbing) ist schon wichtig zu diskutieren. Ohne persönliche Erfahrungsberichte von Erkrankten wird man über Mutmaßungen nicht hinaus kommen und die ausschlaggebenden Kernpunkte (Ursachen und Therapie) nicht herausarbeiten können.

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