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Thema: Sterbefasten, eine legale Methode das Leiden zu verkürzen

  1. #1
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    Beitrag Sterbefasten, eine legale Methode das Leiden zu verkürzen

    das Thema Sterbefasten bzw. das Verweigern von Nahrungsaufnahme und Flüssigkeitsaufnahme sollte mehr in dei Öffentlcihkeit kommen. Statt alte, sterbenskranke Menschen zum Leben zu zwingen sollten ihnen erlaubt sein nach ihrem eigenen Willen von uns zu gehen. Stattdessen werden sie zum Essen gezwungen, mit Medikamenten vollgestopft und gegen ihren Willen an die Apparate gehängt.

  2. #2
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    Standard AW: Sterbefasten, eine legale Methode das Leiden zu verkürzen

    Hi Gisela,
    alles, was die letzten Stunden unseres Lebens angeht, ist ein viel diskutiertes Thema. Allerdings ist das von Dir angesprochene Sterbefasten den wenigsten Patienten möglich. Zwangsernährung und Apparate kommen meist erst dann wenn der Patient nicht mehr in der Lage ist, seinen eigenen Willen zu bekunden. Eine bessere Alternative ist das, was Du Patiententestament nennst. Korrekt heißt es " Patientenverfügung". In dieser Verfügung ist festgelegt,was im Fall des Falles noch durchgeführt werden darf. Formulare dazu gibt es im Internet.Man kann sie ausdrucken und entsprechend seinem Wunsch ausfüllen. In jedem Fall sollte man die ausgefüllte Patientenverfügung noch dem Hausarzt vorlegen um auszuschließen, dass etwas vergessen wurde.. Die Patientenverfügung umfasst auch die Einsetzung eines Vormundes falls der Betroffene geistig verwirrt ist ( Alzheimer z.B.) oder aus anderen Gründen sich nicht mehr artikulieren kann. Parallel dazu kann man sich bei einer Palliativeinrichtung anmelden. Diese sorgt ebenfalls dafür, dass ein Mensch in Würde und ohne unnötiges Leiden das Leben beenden kann.

  3. #3
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    Standard AW: Sterbefasten, eine legale Methode das Leiden zu verkürzen

    Es ist wichtig eine Vertrauensperson zu haben, die diese Patientenverfügung durchsetzt, wenn man selbst nicht dazu in der Lage ist.

  4. #4

    Standard AW: Sterbefasten, eine legale Methode das Leiden zu verkürzen

    ich hab mal streikgehungert und kann mir deshalb nicht vorstellen , dass das ein angenehmer Tod ist, sich zu Tode zu hungern. Wahrscheinlich gibt es alte Leute die keinen Appetit mehr haben und die sollten auch nicht zum Essen gezwungen werden. Aber das als "gute Selbstmordmethode" für alte Leute zu propagieren geht doch etwas zu weit. Noch schlimmer ist es , nichts mehr zu trinken. Das führt zu Wahnvorstellungen und je nach Zustand der Nieren auch zu Schmerzen. Auch keine gute Idee das zu machen. Ich finde das niederländische bzw .schweizer System menschenwürdig.
    Zu Tode hungern ist wieder so eine typisch deutsche Methode wegen der Euthanasie bei den Nazis.

  5. #5
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    Standard AW: Sterbefasten, eine legale Methode das Leiden zu verkürzen

    Hi!

    Viele Menschen wollen den Angehörigen nicht zur Last fallen und unterschreiben eine Patientenverfügung ohne sich der Konsequenzen wirkich bewußt zu sein.
    Andersrum gibt es Angehörige die nicht bereit sind einen sterbenden Menschen leiden zu sehen. Ich halte es für bedenklich einen leidenden Menschen in den Tod zu drängen. Andersrum denke ich aber auch ist es bedenklich einen sterbenden Menschen zum Leben zu zwingen. Wenn ich sterbe möchte ich abends einschlafen und morgens nicht aufwachen ganz ohne Schmerzen. Sollte ich Schmerzen haben möchte ich soviel Schmerzmittel bekommen können wie ich zum schmerzfreien Tod benötige, auch wenn es meinen dann schon todkranken Körper den Rest gibt. (Da genau ist die Krux denn es werden viel zu oft zu wenig Schmerzmittel verschrieben). Wenn ich schmerzfrei an irgendwelchen Geräten hänge dann ist das meiner Meinung dann OK. Wenn Gott oder sonst eine höhere Macht der Ansicht ist das es Zeit für mich ist zu gehen haben die Weißkittel sowieso keine Change.

    Grüßlinge!

  6. #6
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    Standard AW: Sterbefasten, eine legale Methode das Leiden zu verkürzen

    eine Patientenverfügung wird einem Patienten nicht einfach zum Unterschreiben vorgelegt. Diese Verfügung , bezw. die entsprechenden Formulare müssen von jedem selbst ausgefüllt werden. Dazu gehört auch eine selber geschriebene " Wertevorstellung" sowie das Einsetzen einer Vertrauensperson, die dafür sorgt, dass die Patientenverfügung auch befolgt wird. Da wird keiner in den Tod gedrängt. Es ist eine freie Willensentscheidung ob man eine solche Patientenverfügung aufsetzen will oder nicht. Ich persönlich halte es für sinnvoll, denn wenn ich erstmal an Geräten hänge,evtl.Künstlich ernährt und beatmet werde, bin ich wahrscheinlich nicht mehr in der Lage,eine Willensäußerung von mir zu geben.Dann lieber rechtzeitig vorher

  7. #7
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    Standard AW: Sterbefasten, eine legale Methode das Leiden zu verkürzen

    bei "meiner" Patientenverfügung ist zusätzlich vorgesehen das Dokument in Abständen von einem Jahr erneut zu unterschreiben. Daraus wird ersichtlich, dass das nicht nur eine kurze Laune war. Wer über Jahre hinweg dieselbe Jdee für richtig hält "festigt" die Verfügung zusätzlich.

  8. #8
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    Standard AW: Sterbefasten, eine legale Methode das Leiden zu verkürzen

    da darf ich Dich korrigieren. Die jährliche Unterschrift ist nicht mehr vorgesehen. Lt. Bundesnotarkammer - ich zitiere-
    "
    Muss ich meine Patientenverfügung jährlich erneuern oder bestätigen?

    Nein; die jährliche Erneuerung einer Patientenverfügung ist gesetzlich nicht vorgeschrieben.
    Deshalb muss auch keine jährliche Bestätigung zum Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer erfolgen, falls die Patientenverfügung dort im Zusammenhang mit einer Vorsorgevollmacht registriert ist.Eine Ausnahme kann nur gelten, falls in der eigenen Patientenverfügung festgelegt wurde, dass diese nur fortgelten soll, wenn sie jährlich bestätigt wird."
    Diese Korrektur nur der guten Ordnung halber

  9. #9

    Standard AW: Sterbefasten, eine legale Methode das Leiden zu verkürzen

    Muss ich meine Patientenverfügung jährlich erneuern oder bestätigen?

    Nein; die jährliche Erneuerung einer Patientenverfügung ist gesetzlich nicht vorgeschrieben.....


    Also ich persönlich empfehle eine notariell beglaubigte Verfügung, das gilt auch für Geldverschenken und für Immobilien sowieso



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