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Thema: Mobbing oder zu empfindlich? Wie damit abschließen?

  1. #1

    Standard Mobbing oder zu empfindlich? Wie damit abschließen?

    Hallo,

    ich versuche mich kurzzufassen

    Ich bräuchte glaube ich dringen Hilfe.
    Ich habe Mobbing erlebt - nehme an, es war Mobbing, aber vielleicht auch nicht?

    Ich bin seit fast 10 Jahren in meinem Job, außer den üblichen Stresssituationen, die alle mit unserer Chefin erlebt haben, war alles gut, da es allen mit ihr gleich erging, haben wir es zwar ernstgenommen, aber auch wieder ausblenden können.

    Nun ist folgendes passiert:
    Ich war in Elternzeit und bin nach 2 JAhren wieder an meinen Arbeitsplatz zurückgekehrt. Als ich ging hat es die 2. Chefin, mit der ich sehr gut und gerne zusammengearbeitet habe sehr bedauert "wie soll das nur ohne Sie werden?" Wir haben uns immer, auch gegen die Chefin, unterstützt und zusammengehalten.

    Nach meiner Rückkehr kamen von ihr nur noch blöde Sprüche gegen Eltern - die habe ich locker gekontert, auch wenn es genervt hat.
    Schon nach wenigen Tagen fing es an, es war immer alles falsch, was ich getan habe. Ich habe anscheinend Telefonate mit dem falschen NAmen weiterverbunden, ich habe irgendwelche Schüsseln falsch aufgeräumt (Abendveranstaltung, Praktikanten haben das nicht geschafft, also mussten wir Wissenschaftler ran). Der Kommentar dazu war, dass man mir keine verantwortungsvollen AUfgaben geben könne, wenn ich ncihtmal das schaffen würde - zur Info, ich arbeite als wissenschahftliche Mitarbeiterin.

    Wenn ich Fragen gestellt habe hieß es, ich solle erst in den (spärlichen) Informationen nachlesen, die mir meine Elternzeitvertretung hinterlassen hatte, die Fragerei würde sonst nur stören.
    Hatte ich Informationen, die ich brauchte, selbst gefunden und beiläufig erwähnt, dass ich z.B. einen bestimmten Ordner noch von "früher" kannte, wurde mir in unmöglichem Ton erklärt, dass sich vieles geändert habe und ich mich nicht darauf verlassen könnte, dass alles noch so ist, wie es vorher mal war.
    Eine Mail mit wichtigem Auftrag kam bei mir nicht an (später erst entdeckte sie die Fehlermeldung in ihren MAils, so dass klar war, dass nicht ich etwas verpasst hatte). Ihre Mail dazu "Wenn das nicht passiert ist ist das richtig SCHEISSE" und ich solle das SOFORT erledigen. Ich wusste nciht, worum es ging, wurde aber bei NAchfrage sofort abgewürgt. EIne Entschuldigung kam nie. Hatten Kollegen eine Info nicht gefunden, die ich mit 2 Klicks im Computer fand, obwohl ich nicht für deren Ablage verantwortlich war, weil sie in meiner Abwesenheit erstellt wurden, war natürlich ich schuld und sollte "Endlich" die Daten sauber ablegen.
    1000 ähnliche Situationen gab es, in denen mir immer wieder gezeigt wurde, dass ich als Mutter und Teilzeitkraft eben doch nicht auf den Job passe. Ich habe quasi die Fehler gemacht, bevor ich überhaupt etwas getan hatte. Wörtlich wurde mir gesagt, dass sie (die 2. Chefin) nicht wüsste, ob sie mir vertrauen könne und wie unsere Zusammenarbeit aussehen sollte. Und das, nachdem wir bereits fast 5 Jahre sehr gut zusammengearbeitet hatten, nur eben durch die Elternzeit unterbrochen wurden.

    Nach etwas über einem Jahr wurde ich wieder schwanger und alles verstärkte sich noch. Dazu schreibe ich nicht viel, nur "das Ende"
    Als ich 2,5 Monate vor dem Mutterschutz für knapp 2 Wochen wegen einer Bronchitis, die ich nicht mit Medikamenten behandeln durfte krankgeschrieben war, durchsuchte sie in meiner Abwesenheit meinen Schreibtisch. Ich hatte extra noch einen Tag krank gearbeitet, um alle laufenden Vorgänge zu übergeben und meinen Tisch "sauber" zu hinterlassen.
    Am ersten Arbeitstag danach wurde mir mitgeteilt, dass sie "so viele" Altlasten bei mir gefunden hätte - Beispiele konnte sie allerdings nicht nennen - dass ich ab sofort - bis ich in Mutterschutz gehen würde, nur noch die Aufgabe hätte, meinen Schreibtisch und das Emailfach aufzuräumen.
    Sie fragte mich, wann ich denn die Übersicht verloren hätte.

    Ich habe keine Altlasten gefunden und die Übersicht auch nicht verloren (es sei denn, ich hätte sie schon so verloren, dass ich es nichtmal mehr bemerkt habe). Nach 2 Tagen hatte ich nichtsmehr zu tun....


    Nun ja, ich bin jetzt in Elternzeit, will nie wieder dorthin zurück, kann aber auch nach 9 Monaten nicht damit abschließen. Ich zweifle, ob ich nicht vielleicht doch unfähig war und es nur nicht bemerkt habe...auch wenn ich den Job fast 10 Jahre gemacht habe und auch eine unbefristetet Anstellung bekommen habe, die ich sicherlich nicht bekommen habe, weil ich zu blöd dafür bin....
    Im letzten Gespräch, bevor ich ging (Krankschreibung durch Betriebsärztin), wurde mir noch gesagt, dass "man", sprich die ´2. Chefin, nicht wüsste, ob ich nach der Elternzeit noch ins Team passen würde.

    Wie kann man damit abschließen? War das schon Mobbing (die Betriebsärztin sagt ja)?

    Danke und sorry, für den langen wirren Bericht und die Schreibfehller, ich bin zu aufgewühlt, um klar zu texten.
    Geändert von 2fachMama (23.12.2016 um 10:39 Uhr) Grund: ergänzt

  2. #2
    Registriert seit
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    907

    Standard AW: Mobbing oder zu empfindlich? Wie damit abschließen?

    Hallo,

    und ein klares JA, du wurdest extrem gemobbt. Fange aber jetzt nicht an, dich damit zu zermürben und nach irgenwelchen Gründen zu suchen. Das bringt überhaupt nichts und du machst dich letztlich nur selbst damit fertig.
    Was deine momentanen Selbstzweifel angeht... Um es einmal salopp zu sagen : Tret sie in die Tonne!!! Das, was du da erlebt hast, ist typisch für Mobbing. Man kann so korrekt arbeiten wie man will, es ist trotzdem alles falsch. Aufgaben werden einem entzogen, weil man ja nicht durchblickt... usw usw. Das habe ich auch schon alles erlebt. Was ich nicht getan habe, ist ständig zu hinterfragen, was ich denn alles falsch mache und mir den Kopf zu zermartern. Ebenso wie im Grunde genommen du auch, wusste ich, dass es nicht an mir lag.
    Mobbing nagt lange an einem. Auch heute noch ( fast 3 Jahre später ) kocht so manches wieder hoch, aber ich habe mir dann angewöhnt, die Gedanken mit einem "gesunden" "Ihr könnt mich mal" beiseite zu schieben. Die Leute, die einem so etwas antun, sind es letztlich nicht Wert, dass man noch einen Gedanken an sie verschwendet.
    Wenn du kannst, komm denen zuvor und suche dir, wenn es so weit ist, eine andere Stelle. An deine bisherige Arbeitsstelle zurück zu gehen, hat keinen Zweck solange die Person, die dich mobbt noch dort ist. Wenn sie schon solche Sprüche los läßt, geht es nur wieder von vorne los sobald du dort auftauchst.

    Ich gebe eigentlich ungern den Rat, sich psychologische Hilfe zu suchen. Es gibt sehr wenige Psychologen, die das "Problem Mobbing" als solches auch erkennen. Oftmals passiert es dann, dass man in die Diagnose Anpassungsstörung abgeschoben wird und die Schuld dem Patienten zuschiebt. Damit erreicht man dann auch fleißig dass das Mobbingopfer völlig durcheinander ist.

    Jetzt lasse dir aber die Weihnachtstage nicht durch solche schweren Gedanken verderben! Konzentriere dich auf die schönen Dinge, die Weihnachten mit sich bringt. Eine Unterbrechnung dieser Mobbing - im - Kreis - dreh - Gedankenwelt werden dir auch gut tun.

    LG

    Ilythia

  3. #3

    Standard AW: Mobbing oder zu empfindlich? Wie damit abschließen?

    Hi!

    Du wurdest,so denke ich, deswegen gemobbt weil Du in Elternzeit gegangen bist und Deine Kolleg(inn)en mit der Arbeit "im Stich gelassen" hast. Natürlich ist das kein Vorwurf da es ja Dein gutes Recht ist und eventuell ist es denen noch nicht einmal bewusst. Einen weiteren Effekt hat die Elternzeit. In der Elternzeit können Deine Kolleg(inn)en in aller Ruhe in allen Ordnern nach Fehlern suchen und Dir noch zudem die eigenen Fehler in die Schuhe schieben. (Das geht auch im Urlaub) Mach Dir also keinen Kopf. Es ist nicht Deine Schuld. Suche Dir ein Hobby in dem Du Dein angeknackstes Selbstvertrauen ein wenig aufpolieren kannst und dann später neue Kolleg(inn)en.

    Grüßlinge!
    Geändert von Alteisenfahrer (26.12.2016 um 10:50 Uhr)

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